Erbschaftssteuergesetz

Jede in Deutschland erhobene Steuer muss durch ein Gesetz begründet werden.

Für die Erbschaftssteuer übernimmt diese Aufgabe das Erbschaftssteuergesetz, das zumeist mit ErbStG abgekürzt wird.

Aufgrund der praktischen Deckungsgleichheit vom Erbschaftssteuergesetz mit der Schenkungssteuer heißt das ErbStG auch von Zeit zu Zeit Schenkungs- und Erbschaftssteuergesetz.

Erbschaftssteuerrechner

Was regelt das Erbschaftssteuergesetz?

Das Gesetz gliedert sich in fünf Abschnitte mit insgesamt 39 Paragraphen (38 und 39 allerdings inzwischen gestrichen) und regelt:

  • wer die Steuer zu bezahlen hat (Steuerpflicht)
  • wie die Höhe des Erbes ermittelt wird (Wertermittlung)
  • wie die Steuerhöhe konkret zu berechnen ist (Ermittlung der Steuer)
  • wie die Erbschaftssteuer festgesetzt und erhoben wird
  • sowie weitere Ermächtigungs- und Schlussvorschriften bezüglich der Steuer.

Sind Erbschaftssteuergesetz und Schenkungssteuergesetz identisch?

Es gibt kaum Unterschiede zwischen den Regelungen für ein Erbe sowie denen für eine Schenkung. Dies soll verhindern, dass die Erbschaftssteuer durch gezielte Schenkungen umgangen wird.

Häufig weiß der Erbe, dass er sich dem Ende seines Lebens nähert und könnte deshalb den größten Teil seines Vermögens verschenken. Die einzigen Unterschiede zwischen der Erbschaftssteuer und der Schenkungssteuer drehen sich deshalb um den Todesfall:

So besteht beispielsweise bei einem Erbfall aus offensichtlichen Gründen nicht die Möglichkeit, eine Auswahl zu treffen, ob der Überlasser oder der Empfänger (sprich der Erbe) des Vermögens die Steuerlast trägt.

Das Erbschaftssteuergesetz in der Übersicht

AbschnittTitelParagraphen
1Steuerpflicht1 bis 9
2Wertermittlung10 bis 13c
3Berechnung der Erbschaftssteuer14 bis 19a
4Steuerfestsetzung und Erhebung20 bis 35
5Ermächtigungs- und Schlussvorschriften36 bis 39 (38 und 39 inzwischen weggefallen)

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