Entscheidend für die Höhe der Erbschaftssteuer Freibeträge ist der Verwandtschaftsgrad zwischen Erblasser und Erben. Zur genauen Ermittlung der Erbschaftssteuer Freibeträge gibt es drei verschiedene Steuerklassen. Versteuert wird nur das, was nach Abzug der Freibeträge vom Erbe übrig ist.

Erbschaftssteuer Freibeträge

Die Erbschaftssteuer Freibeträge gelten je nach Verwandtschaft zum Erblasser. Je näher man dem Verstorbenen stand, desto höher ist der Freibetrag bei der Erbschaftsteuer.

VerwandtschaftsgradErbschaftssteuer SteuerklasseErbschaftsteuer Freibeträge
Ehepaare (auch gleichgeschlechtlich)1500.000 Euro
Erbschaftsteuer bei Kinder (auch adoptiert sowie Stiefkinder sowie für Enkelkinder, wenn deren Eltern gestorben sind)1400.000 Euro
Erbschaftssteuer Enkelkinder1200.000
Erbschaftssteuer Eltern und Großeltern bei Erwerb durch Erbschaft1100.000 Euro
Erbschaftssteuer Eltern und Großeltern bei Erwerb durch Schenkung220.000 Euro
Erbschaftssteuer Geschwister, Kinder der Geschwister, Stiefeltern, Schwiegerkinder, Schwiegereltern, geschiedene Ehepartner (auch gleichgeschlechtlich)220.000 Euro
Alle übrigen Erben320.000 Euro
  • Wer etwas erbt, muss Erbschaftssteuer zahlen. Es gelten aber auch unter Umständen hohe Freibeträge. Hier lässt sich schnell berechnen, wie viel vom Erbe versteuert werden muss.

Erbschaftssteuer Freibeträge in der Familie

Die Erbschaftssteuer Freibeträge sind in der Familie je höher, desto näher man dem Erblasser stand. Angeheiratete Familienmitglieder wie Ehegatten, also der Ehemann bzw. die Ehefrau des Verstorbenen, werden als engste Verwandte innerhalb der Erbschaft angesehen. Je nach Verwandtschaftsgrad wird man in einer Erbschaftssteuerklasse eingeordnet.

Erbschaftssteuer freibeträge
Steuerpflichtiges ErbeErbschaftssteuerklasse IErbschaftssteuerklasse IIErbschaftssteuerklasse III
75.000 Euro7%15%30%
300.000 Euro11%20%30%
600.000 Euro15%25%30%
6.000.000 Euro19%30%30%
13.000.000 Euro23%35%50%
26.000.000 Euro27%40%50%
höher als 26.000.000 Euro30%43%50%
  • Je nach Verwandtschaftsgrad des Erben zum Erblasser entsteht beim Erbe eine Erbschaftssteuerklasse. Nach der wird das Erbe versteuert. Jetzt genau berechnen, wie viel Erbschaftssteuer gezahlt werden muss.
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Erbschaftssteuer berechnen

Häufig gestellte Fragen zu den Erbschaftssteuer Freibeträgen

Um den konkreten Freibetrag für die Erbschaftsteuer zu ermitteln, hat der Gesetzgeber drei Steuerklassen erschaffen.

In der ersten Steuerklasse befinden sich die engsten Verwandten, in der zweiten Steuerklasse die weiteren Verwandten und in der dritten Steuerklasse alle sonstigen Personen. Die Regelungen für die Schenkungssteuer sind diesbezüglich mit denen der Erbschaftssteuer identisch.

In den Steuerklassen 2 und 3 erhalten alle Personen einen Freibetrag für die Erbschaftssteuer in der gleichen Höhe - nämlich 20.000 Euro.

Dies ist allerdings in der Steuerklasse 1 nicht der Fall. Die Freibeträge reichen hier von 100.000 Euro bis zu 500.000 Euro.

Für den tatsächlichen Freibetrag gibt das konkrete Verwandtschaftsverhältnis zum Erblasser den Ausschlag.

Die Freibeträge werden vom Erbe abgezogen. Nur der verbleibende Rest unterliegt der Erbschaftssteuer.

  • Erbt man eine Summe in der Höhe von 20.000 Euro, so muss man keinerlei Erbschaftssteuer bezahlen, denn nach Abzug des minimalen Freibetrags bleibt kein Rest mehr übrig.

Erbt man hingegen eine Million Euro, können 980.000 Euro (minimaler Freibetrag) bis zu 500.000 Euro (maximaler Freibetrag) der Erbschaftssteuer unterliegen.

Die Erbschaftssteuerfreibeträge zwischen den Steuerklassen 2 und 3 unterscheiden sich nicht. Dennoch gibt es einen Unterschied zwischen beiden:

Die Steuersätze in Steuerklasse 2 sind niedriger. Die Mitglieder der zweiten Steuerklasse werden bei der Steuer auf diese Weise privilegiert.


Einzelnachweise und Quellen

  1. Bundesministerium für Finanzen: Erbschafts- und Schenkungsteuer