Informationen rund um den Nachlass.

Wird die Erbschaftssteuer fällig?Wie selbstverständlich wird der Begriff Nachlass von den meisten Menschen verwendet.

In der Regel wird er als Synonym für das Wort Erbe eingesetzt.

Dies ist allerdings nicht ganz korrekt. Ähnlich verhält es sich mit dem Einsatz des Wortes, den viele Museen oder Bibliotheken verwenden.

Was genau ist der Nachlass?

Der Nachlass ist die Summe des aktiven sowie passiven Vermögens eines Verstorbenen. Es handelt sich als um den gesamten Besitz, der nach dem Tod des Erblassers verteilt wird.

Spendet eine Person bestimmte Bücher oder Kunstschätze schon zu Lebzeiten einer Bibliothek oder einem Museum, die diese auch nach seinem Tod behalten dürfen, so spricht man von einem Vorlass, weil der Besitzerwechsel schon vor dem Tode stattgefunden hat.

Wie unterscheiden sich Nachlass und Erbe?

Das Erbe ist strenggenommen zumeist nur ein Teil des Nachlasses. Es handelt sich den Teil des Besitzes, den jeder Erbe bekommt. Alle Erbteile gemeinsam bilden den Nachlass.

Ein treffendes Synonym für diesen ist deshalb die Erbmasse, weil auch diese die Gesamtheit des Vermögens beschreibt, aus dem die einzelnen Erbteile ausgezahlt werden.

Was sind angereicherte Nachlässe?

Zu den Nachlässen zählen auch persönliche Gegenstände sowie etwaige Korrespondenzen und ähnliches. Immer wieder tauchen nach dem Ableben des Erblassers noch Briefe von diesem auf. Diese werden dann dem Nachlass hinzugefügt - man spricht davon, dass solche Nachlässe angereichert werden.

Was sind Teilnachlässe?

Insbesondere Nachlässe von berühmten Persönlichkeiten werden häufig nicht komplett vererbt, sondern der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Dabei handelt es sich häufig um mehr als nur eine Institution, die diese Aufgabe wahrnimmt.

Obwohl rein rechtlich gesehen der Gesamtnachlass als solcher intakt ist, werden die jeweiligen Bestandteile in den einzelnen Institutionen als Teilnachlass bezeichnet.


Wann sind die Nachlässe nicht Rechtssubjekte, sondern Rechtsobjekte?

Der Begriff des Nachlasses wird umgangssprachlich auch dann verwendet, wenn Erben einen Teil ihrer Erbschaft der Öffentlichkeit und/ oder der Wissenschaft zur Verfügung stellen, weil sie denken, dass dieser von Nutzen sein kann.

In solchen Fällen sind Nachlässe keine Rechtssubjekte (wie die Erbmasse), sondern Rechtsobjekte.

Dies bedeutet, sie bleiben unter der Bestimmungsgewalt der Erben. Deren Interessen werden von einem bestellten Nachlasspfleger wahrgenommen.

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