Dispokredit und Rahmenkredit im Vergleich

Aktualisiert am 08.02.2022 16:35 von Melanie Vahland

Ein Dispokredit ist eine Erweiterung des klassischen Girokontos. Mit der Bank wird vereinbart, dass man das eigene Konto bis zu einer bestimmten Summe im Minusbereich belasten darf. Man kann sein Konto bis zum vereinbarten Limit überziehen und zahlt dafür einen erhöhten Zinssatz.

Der Rahmenkredit wird zwischen Bank und Kunden vereinbart. Es ist keine feste Laufzeit vorgesehen. Der Kreditnehmer kann über das Geld frei verfügen und es entweder als Gesamtbetrag oder in Teilen abheben. Zinsen fallen nur für tatsächlich verwendetes Geld an.

+ 6.144,00 € jährlich kassieren?
Staatliche Zulagen mitnehmen!!

Dispokredit und Rahmenkredit - welche Rahmenbedingungen gibt es?

Die Rahmenbedingungen für den Rahmenkredit sind relativ einfach: Die Einrichtung eines eigenen Kreditkontos bei der Bank ist notwendig. Es wird ein bestimmter Kreditrahmen vereinbart. Innerhalb dieses Rahmens kann man dann über das Geld verfügen.

Es gibt bei einem Rahmenkredit keine feste Laufzeit. Die Rückzahlung funktioniert über normale Raten, die der Kunde festlegt. Zur Sicherheit verlangt die Bank ein Referenzkonto (z. B. das Girokonto des Kunden).

  • Bei der Nutzung des Geldes ist es unerheblich, ob man die volle Summe mit einem Mal verwendet oder sie in kleineren Schritten abhebt. Zinsen muss man nur für den Betrag zahlen, den man verwendet. Für nicht genutztes Geld aus einem Rahmenkredit fallen also keine Zinsen an.

Die Rahmenbedingungen für einen Dispokredit sind anders gestaltet: Es wird ein Girokonto mit regelmäßigem Geldeingang benötigt. Der Kreditrahmen beläuft sich oft das 2 bis 3-fache der durchschnittlichen Geldeingänge. Der Kreditrahmen darf nur nach Zustimmung der Bank überschritten werden.

Kunde sollte den Kreditrahmen innerhalb von maximal 3 Monaten begleichen können. Es werden Sollzinsen pro Tag berechnet. Bei Überziehung des Limits kommen zusätzliche Zinsen dazu.

Dispokredit und Rahmenkredit - was eignet sich für wen?

Ein Rahmenkredit lohnt sich hauptsächlich für Personen, die eine längerfristige und günstige Alternative zu einem Dispokredit suchen. Diese Kreditform ist für alle geeignet, die einen Kredit mit einer Laufzeit von unter 12 Monaten benötigen.

Der Dispokredit ist geeignet, wenn jemand einen sehr kurzfristigen Kredit benötigt, den er schnell wieder begleichen möchte. Wer an einem längerfristigen Schuldverhältnis Interesse hat, sollte in der Regel lieber einen klassischen Ratenkredit in Anspruch nehmen.

Jeder Bundesbürger hat Anspruch auf folgende Förderungen... Jedes Jahr!
Jetzt kostenlos Informieren.

Dispokredit und Rahmenkredit - die Vorteile und Nachteile

Die Vorteile und Nachteile bei einem Dispokredit sollten vor dem Abschluss gut bedacht werden. Der größte Vorteil eines solchen Kredits besteht darin, dass man schnell über finanzielle Mittel verfügt und nicht erst einen oft zeitaufwendigen Kreditantrag stellen muss.

Für einen Dispokredit verlangt die Bank normalerweise keine Sicherheiten (Blankokredit) und bietet ihn nicht selten schon bei der Eröffnung eines Girokontos mit an. Die Zinsen sind jedoch wesentlich höher, als bei einem Rahmenkredit.

  • Diese Kreditform ist in Deutschland beliebt, führt aber auch zu einer teilweise sehr hohen Verschuldung bei der jüngeren Generation.
Vorteile beim DispokreditNachteile beim Dispokredit
kein zeitaufwändiger Kreditantraghohe Zinsen
i.d.R. keine Sicherheiten erforderlich-

Ein Vorteil beim Rahmenkredit ist, dass man nur Zinsen auf das tatsächlich genutzte Geld zahlt. Zudem sind die Zinsen im Vergleich zum Dispositionskredit deutlich niedriger.

Ein Nachteil könnte sein, dass viele Banken beim Rahmenkredit auf eine monatliche Mindestrate bestehen. Dies schränkt die Freiheit des Kunden bezüglich der Rückzahlung ein.

Vorteile beim RahmenkreditNachteile beim Rahmenkredit
Zinsen nur für das tatsächlich genutzte Geldhäufig monatliche Mindestrate
niedrigere Zinsen als beim Dispokredit-

Häufig gestellte Fragen zum Dispo- und Rahmenkredit Vergleich

Wie hoch ist das Kreditlimit?

Die Kreditlimits sind bei beiden Kreditformen unterschiedlich. Beim Dispokredit wird von den Banken in der Regel ein Limit gewährt, das etwa der Höhe dreier Monatsgehälter entspricht. Je mehr ein Kunde also monatlich verdient, umso höher kann der Kreditrahmen ausfallen.

Für den Rahmenkredit wird von Banken ein Höchstbetrag von 25.000 Euro angegeben, allerdings kann der Betrag je nach Bank höher oder auch niedriger sein.

Gibt es bestimmte Laufzeiten?

Bei Rahmenkrediten sind keine festen Laufzeiten vorgesehen, sie werden unbefristet geschlossen. Beide Seiten haben aber die Möglichkeit, den Vertrag jederzeit unter Einhaltung gesetzlicher Kündigungsfristen zu kündigen.

Dispokredite sind kurzfristige Kreditabsprachen, haben allerdings keine festgelegten Laufzeiten. Aufgrund der höheren Zinsen sollten bei längerfristigen Vorhaben andere Kreditformen gewählt werden.

Welche Zinsen fallen an?

Der Dispokredit gilt als teuerste Kreditform, denn es fallen durchschnittlich Zinsen von bis zu 11 Prozent an. Überzieht ein Kunde seinen Kreditrahmen, muss er mit Überziehungszinsen von bis zu 20 Prozent rechnen.

Für Rahmenkredite liegen die Zinsen meist zwischen 7 und 9 Prozent per Anno. Allerdings fallen sie nur für verwendetes Gald an und nicht für den gesamten Kreditrahmen.


Quellen

  1. Sasse, Robert: Kreditchaos entfesselt >>
  2. Lüscher-Marty, Max: Therorie und Praxis des Bankkredits Bd. 2 >>

Bewerten Sie diesen Artikel

3.00 von 5 Sternen - 1 Bewertung

Haftungsausschluss: Wir übernehmen, trotz sorgfältiger Prüfung, keine Haftung für die Vollständigkeit, Richtigkeit oder Aktualität der hier dargestellten Informationen. Es werden keine Leistungen übernommen, die gemäß StBerG und RBerG Berufsträgern vorbehalten sind.


Weiteres zum Thema Finanzen