Geschäftskonto für Unternehmen und Freiberufler

Aktualisiert am 08.02.2022 13:52 von Melanie Vahland

Wer ein Unternehmen führt, der ist zwar gesetzlich nicht verpflichtet, ein Geschäftskonto zu eröffnen und den geschäftlichen Zahlungsverkehr darüber abzuwickeln. Allerdings kann die strikte Trennung von privaten und geschäftlichen Finanzen Vorteile haben, da damit ein professioneller Umgang mit dem eigenen Business möglich ist.

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Geschäftskonto - besteht eine Pflicht?

Der Gesetzgeber macht keine Vorgaben, aus denen sich ableiten ließe, dass ein Unternehmer zwingend ein Geschäftskonto führen müsste. Letztlich ist es ihm überlassen, ob er ein solches Konto eröffnet.

Welche Vorteile hat ein Geschäftskonto

Ein Geschäftskonto zu haben, kann verschiedene Vorteile haben. Bei Trennung zwischen Privat- und Geschäftskonto kann beispielsweise das Privatkonto bei einer Betriebs- oder Außenprüfung nicht überprüft werden

Ein Geschäftskonto verschafft außerdem einen schnellen Überblick über die finanzielle Lage des Unternehmens. Buchungen geben dem Konto eine übersichtliche Struktur. Das bedeutet eine wesentlich größere Effizienz, da man nicht erst eine Trennung von Vorgängen vornehmen muss.

Mit einem geschäftlichen Konto gewinnt man die Bank als Geschäftspartner und erhält eventuell bessere Konditionen. Ein Geschäftskonto eröffnet außerdem die Möglichkeit, über eine eigene Kreditkarte für das Unternehmen zu verfügen

Aus diesen Gründen ist es zumindest sinnvoll, über die Eröffnung eines solchen Kontos nachzudenken und zu überlegen, welche Vorteile ein ausschließlich geschäftlich genutztes Konto mit sich bringen könnte.

  • Eine Sondersituation besteht für Kleinunternehmer und Freiberufler. Für sie ist es besonders wichtig abzuwägen, ob ihr geschäftlicher Zahlungsverkehr so umfangreich ist, dass sich ein Geschäftskonto lohnen würde.
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Geschäftskonto Vergleich 2022

An einem Konto für geschäftliche Zwecke hängen verschiedene Kosten und Pflichten. Diese sollte man bei den einzelnen Anbietern miteinander vergleichen. So findet man den Anbieter, der am besten zu den eigenen Anforderungen passt.

Folgende Fragen sollte man sich bei der Wahl des Geschäftskontos stellen:

  • Welche Höhe haben die Grundgebühren für ein Geschäftskonto?
  • Wie hoch sind die Kosten für einzelne Vorgänge (Einzahlungen, Auszahlungen)?
  • Welche Arten von Geldkarten werden angeboten (EC-Karte, Bankkarte, Kreditkarte)?
  • Wie hoch sind die Kosten für die verschiedenen Karten?
  • Welcher Kreditrahmen wird akzeptiert und wie hoch ist der Zinssatz bei Überziehung?
  • Werden Guthabenzinsen gezahlt und wenn ja, wie viel?
  • Wie umfangreich und nutzerfreundlich ist das angebotene Online-Banking?
  • Wie hoch sind die Kosten für eine Auszahlung am Geldautomaten im In- und Ausland?

Bei einem Vergleich von Anbietern sollten also hauptsächlich die anfallenden Kosten und auch die technischen Möglichkeiten im Fokus stehen. Im Idealfall sollten die Geschäftsvorgänge nur wenig Kosten verursachen.

Zudem sollte der Anbieter über hohe Sicherheitsstandards verfügen, vor allem im Bereich des Online-Banking. Auch ist darauf zu achten, dass der Kontoinhaber von überall auf der Welt Zugriff auf sein Geschäftskonto nehmen kann. Dies sollte im Zeitalter des Online-Banking kein Problem sein.

Kosten und Gebühren für ein Geschäftskonto

Die Höhe der Kosten, die bei einem geschäftlichen Konto anfallen, gliedern sich meist in die Grundgebühren (pro Monat oder Jahr), Kosten für Geschäftsvorgänge (Buchungen mit oder ohne Beleg), Aufwendungen für Kreditkarten, Zinskosten für Überziehung des Dispokredits, Gebühren für Bareinzahlungen oder für Geldabhebungen vom Automaten.

Geschäftskonto ohne Schufa?

Wer in Deutschland ein Konto eröffnen möchte, muss in der Regel eine Schufa-Auskunft vorlegen, beziehungsweise die Bank fordert eine solche an. Wer einen negativen Eintrag bei der Schufa hat, wird Probleme mit dem Eröffnen eines Kontos haben.

Trotzdem besteht die Möglichkeit, sogar ein Geschäftskonto ohne Überprüfung bei der Schufa zu eröffnen. Die Anbieter solcher Konten sind fast immer sogenannte Direkt- bzw. Online-Banken.

Die Tatsache, dass diese Banken keine eigenen Filialen besitzen, kann allerdings zu Problemen und höheren Kosten im Fall einer notwendigen Bareinzahlung führen. Diese müsste über eine fremde Bank getätigt werden, was kostenpflichtig ist.


Quellen

  1. Schmitt, Bernd: Onlineshops mit WordPress - das große Praxishandbuch: Alles, was Sie für ein erfolgreiches Start-up wissen müssen »

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