Beruf Gerichtsvollzieher/ Gerichtsvollzieherin 
Monatliches Bruttogehalt 3.135,23€
Jährliches Bruttogehalt 37.622,71€

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Was macht ein Gerichtsvollzieher?

Ein Gerichtsvollzieher oder eine Gerichtsvollzieherin ist dafür zuständig, Urteile zu vollstrecken. Gerichtsvollzieher haben einen Beamtenstatus, gleichzeitig stellt dieser Beruf ein selbständiges Organ dar.

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Gerichtsvollzieher sind dazu da, um Beschlüsse und Gerichtsurteile durchzusetzen, damit er die fehlenden Leistungen eines Schuldners eintreiben kann.

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Gerichtsvollzieher sind in der Regel Beamte der Justiz und arbeiten für Amtsgerichte oder auch für das Finanzamt. Dieses verfügt meist über eigene Vollstreckungsbeamte.

  • Laut unserer Datenbank verdienen Gerichtsvollzieher im bundesweiten Durchschnitt um die 3.200 Euro.

Als Gerichtsvollzieher hat man einen sicheren Job, da man verbeamtet ist und die Besoldung nach Beamtenrecht erfolgt. Die Besoldung ist allerdings je nach Bundesland unterschiedlich. Der Lohn varriert auch nach familiärer Situation und Zuschlägen, die bei Beamten auf der Grundlage ihrer individuellen Gegebenheiten berechnet werden.

Obwohl Gerichtsvollzieher Beamte sind, ähnelt ihr Job sehr dem eines Selbstständigen, da sie meistens ein eigenes Büro außerhalb des zuständigen Amtsgerichtes besitzen und oft sogar Schreibkräfte beschäftigen. Dafür erhalten sie eine Bürokostenentschädigung.

Gehalt in der Weiterbildung

Die Weiterbildung erfolgt im Beamtenverhältnis auf Widerruf, das heißt unter anderem, dass die Gerichtsvollzieher-Anwärter von ihrem Gehalt eine private Krankenversicherung finanzieren müssen.

  • Im Durschnitt verdienen Gerichtsvollzieher während der Weiterbildung um die 1800 bis 2000 Euro brutto.

Das Gehalt in der Weiterbildung richtet sich in der Regel nach der Besoldungstabelle TV-L. So wird die Weiterbildung zum Gerichtsvollzieher beim Landesgericht Oldenburg nach der Entgeltgruppe 5 TV-L vergütet, das entspricht einem Gehalt von ungefähr 1.987 Euro brutto pro Monat.

Gehalt von der Probe bis zum Obergerichtsvollzieher

Wer die Weiterbildung erfolgreich durchlaufen hat, bekommt sein Gehalt vom Landesbesoldungsamt. Die Besoldung für Gerichtsvollzieher auf Probe richtet sich nach der Entgeltgruppe 8 TV-L und beträgt aktuell im ersten Jahr 2.258 Euro brutto monatlich. Eine Beförderung in die Entgeltgruppe 9 TV-L ist nach entsprechender Wartezeit und Eignung möglich. Das Gehalt beträgt dann bis zu 3.459 Euro brutto. Zudem sind Boni für Barpfändungen bei Gerichtsvollziehern durchaus üblich.

Aufgaben eines Gerichtsvollziehers

Die Aufgabe eines Gerichtsvollzieher ist es, die Schulden und Geldforderungen im Zuge der Vollstreckung einzutreiben. Er handelt im Interesse des Gläubigers und wird nur auf Anrtag von diesem tätig. Wenn der Schuldner nicht in der Lage ist, den Geldforderungen nachzugehen, pfändet der Gerichtsvollzieher stattdessen seine Wertgegenstände.

Die Aufgaben auf einen Blick:

  • Akten anlegen/ pflegen
  • Urteile und Beschlüsse eines Gerichtes durchsetzen
  • Schriftstücke erstellen/zustellen
  • Vermögensauskunft über den Schuldner einnehmen
  • Gegenstände pfänden
  • Pfandgegenstände versteigern
  • Die Pfändung erfolgt, indem der Gerichtsvollzieher ein Siegel - den sogenannten Kuckuck - auf die Gegenstände klebt, die zu einem späteren Zeitpunkt abgeholt werden. In erster Linie sind Gerichtsvollzieher aber dazu angehalten, eine gütliche Einigung mit den Schuldnern zu erzielen.

Bei Gerichtsvollziehern gibt es keinen Konkurrenzkampf um Aufträge, da jeder seinen eigenen Bezirk hat, für den er zuständig ist.

Ausbildung zum Gerichtsvollzieher

Es gibt keine klassische Ausbildung zum Gerichtsvollzieher, es handelt sich hier eigentlich um eine Weiterbildung. Diese ist allerdings nicht bundeseinheitlich geregelt. Je nach Bundesland dauert sie 18-24 Monate. Die Voraussetzungen für diese Weiterbildung sind allerdings recht hoch. Bewerber müssen entweder Beamte des mittleren Dienstes in der Justiz oder der Finanzverwaltung sein oder eine dienliche Ausbildung vorweisen, zum Beispiel:

Ohne eine juristische Vorbildung können Quereinsteiger nur in Ausnahmefällen für die Weiterbildung zugelassen
werden. In der Regel muss man zunächst eine Ausbildung zum sogenannten Justizfachwirt absolviert haben.

WerdegangAusbildungsdauer
Voraussetzung, Beispiel: Justizfachwirtca. 2,5 Jahre
Berufserfahrung als Justizfachwirt/ -fachangstelltemindestens 3 Jahre
falls Justizfern: Vorbereitungskurz zum Gerichtsvollziehersechs Monate
Weiterbildung zum Gerichtsvollzieher1,5 - 2 Jahre

Wer sich für diese Tätigkeit ausbilden lassen möchte, der muss zunächst einmal eine in etwa 1,5 Jahre andauernde Weiterbildung an einer Justizakademie besuchen. Neben dem Besuch der Akademie, wird ein weiterer Teil der Weiterbildung bei einem bereits ausgebildeten Gerichtsvollzieher absolviert.

Nach erfolgreich abgeschlossener Weiterbildung steht dann der Beschäftigung als Gerichtsvollzieher nichts mehr im Wege.

Einzelnachweise und Quellen

  1. Bundesagentur für Arbeit: BERUFENET
  2. Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung: BERUFE im Spiegel der Statistik
  3. Berufsinstitut für Berufsbildung: Berufe
  4. Berufsinstitut für Berufsbildung: Tarifliche Ausbildungsvergütungen
  5. Ministerium des Inneren des Landes Nordrhein-Westfalen: Verordnung über die Ausbildung und Prüfung für die Laufbahn der Gerichtsvollzieherinnen und Gerichtsvollzieher

Haftungsausschluss: Wir übernehmen, trotz sorgfältiger Prüfung, keine Haftung für die Vollständigkeit, Richtigkeit oder Aktualität der hier dargestellten Informationen. Es werden keine Leistungen übernommen, die gemäß StBerG und RBerG Berufsträgern vorbehalten sind.

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