Das Brutto Netto Gehalt bei Beamten verhält sich anders als bei anderen Berufsgruppen. Beamte erhalten vergleichsweise mehr Netto vom Brutto. Aufgrund von Sonderzahlungen wie Familienzuschlag und Stellenzulagen erhöht sich das Grundgehalt des Beamten. Auch die steuerlichen Abzüge werden anders verrechnet.

Bei Beamten wird das Gehalt Besoldung genannt. Die Besoldung wird in verschiedene Stufen eingeteilt. Je nach Besoldungsgruppe und Stufe (die sich nach entsprechenden Dienstjahren ändert) wird der Beamtenlohn angepasst.


Brutto und Netto bei Beamten

Zu den Beamten werden Berufsgruppen wie Lehrer, Professoren oder Polizisten gezählt. Es gibt ein Beamtenstatusgesetz, das genau über die Verbeamtung in den verschiedenen Berufsgruppen entscheidet. Ebenfalls werden Angestellte in den verschiedenen Bundesämtern und Ministerien verbeamtet. Es gibt jedoch Tarifangestellte im Öffentlichen Dienst, die keinen Beamtenstatus haben.

Zu den Besonderheiten bei Beamten zählen:

  • das Landesbesoldungsgesetz
  • das Bundesbesoldungsgesetz
  • das Beamtenstatusgesetz
  • Familienzuschlag
  • Stellenzulagen
  • Besoldungsgruppen

Möchte ein Beamter sein Brutto- bzw. Nettogehalt erfahren, muss er in der entsprechenden Besoldungstabelle des Bundeslandes, für das er tätig ist, nachschauen.

Das Grundgehalt, welches durch die Besoldungsgruppe, die Stufe und Arbeitszeit bestimmt wird, kann durch unterschiedliche Zulagen ergänzt werden. Diese gestalten sich wiederum bei jedem Beamten und jeder Beamtin individuell, da sie beispielsweise von der Familiensituation abhängen.

Beamte

Nettogehalt für Beamte berechnen

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Bei der Berechnung des Nettogehalts für Beamte werden Unterschiede zu normalen Brutto Netto Rechnern deutlich. Beamte werden, je nach Bundesland, in bestimmte Berufsgruppen und damit Besoldungsgruppen eingeteilt. Beispielsweise sieht das wie folgt aus:

  • einfacher Dienst: Besoldungsgruppe A2 bis A6
  • mittlerer Dienst: Besoldungsgruppe A6 bis A9
  • gehobener Dienst: Besoldungsgruppe A9 bis A13
  • höherer Dienst: Besoldungsgruppe A13 bis A16
  • Das jeweilige Grundgehalt zur einzelnen Besoldungsgruppe kann aus der Besoldungstabelle abgelesen werden. Innerhalb einer Besoldungsgruppe gibt es nach oben hin Stufen, die sich nach der Diensterfahrung des Beamten richten.

Die Besoldung unterliegt grundsätzlich den herkömmlichen steuerlichen Abzügen, welche bei anderen Bruttogehältern fällig werden. Deshalb gehören auch Beamte einer entsprechenden Lohnsteuerklasse an, die nach der Familiensituation bestimmt ist.
Es gibt allerdings Sonderregelungen und weniger Abgaben, als es bei normalen Angestellten der Fall ist.

Abzüge vom Brutto bei Beamten

Ein Beamter muss mit weniger Abzügen vom Brutto rechnen. Die Sozialausgaben übernimmt der Staat. Trotzdem muss ein Beamter auch Steuern zahlen.

Mit welchen Abzügen beim Bruttogehalt muss ein Beamter rechnen?

Keine AbzügeAbzüge
Krankenversicherung*steuerliche Abgaben (wie beispielsweise Lohnsteuer)
RentenversicherungSolidaritätszuschlag
ArbeitslosenversicherungKirchensteuer (falls Mitglied einer Kirche)

* Ein Beamter muss sich privat krankenversichern.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Beamte lediglich an den Sozialabgaben sparen, sie zahlen aber auch Lohnsteuer, Kirchensteuer und den Solidaritätszuschlag.

Brutto Netto Rente bei Beamten

Die Rente bei Beamten wird Pension genannt. Auch bei der Beamtenpension sind die Abzüge und die Beamten Netto Rente höher als die eines "normalen" Angestellten. Welche Vorteile hat die Pension bei Beamten?
Maximal 71,75% des Bruttogehalts erhalten Pensionäre als Brutto Rente. Je mehr Dienstjahre gearbeitet wurden, desto höher der Pensionsanspruch von Beamten. Die Pension bemisst sich an der Besoldung der letzten Dienstjahre vor der Pension. Eine Pension wird höher besteuert als eine Rente (auf einen höheren Beitrag der Pension werden Steuern erhoben).

  • In diesem Artikel erklären wir die Unterschiede zwischen der Rente und einer Pension.
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Brutto Netto bei Beamten: Häufige Fragen

Das Bundesbesoldungsgesetz gilt für alle Beamten, die beim Bund, in den Ländern, Gemeinden und sonstigen Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts tätig sind. Das Landesbesoldungsgesetz regelt das Bruttogehalt eines Beamten in den jeweiligen Ländern.

Da man als Beamter nicht verpflichtet ist, Sozialversicherungsabgaben zu leisten, wird lediglich die Lohnsteuer und ggf. Kirchensteuer, sowie Solidaritätszuschlag abgezogen. Daneben muss ein Beitrag zur privaten Krankenversicherung geleistet werden. Beamte können auch nach eigenem Ermessen in die Rentenkasse einzahlen.

Ein Beamter wird in eine bestimmte Besoldungsgruppe eingeordnet, die sich nach Beruf und Anzahl der geleisteten Dienstjahre richtet. Hiernach richtet sich das Bruttogehalt. Vom Bruttogehalt wird jetzt noch die Lohnsteuer - die Lohnsteuerklasse richtet sich nach dem Familienstand - und de

Durch das Ausbleiben der Abzüge durch Sozialabgaben vom Brutto bleibt unter dem Strich generell bei einem Beamten mehr Netto vom Brutto übrig.


Einzelnachweise und Quellen

  1. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz: Bundesbesoldungsgesetz (BBesG)
  2. Ministerium des Innern des Landes NRW: Landesbesoldungsgesetz
  3. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz: Beamtenstatusgesetz

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