Die monatliche Verdienstgrenze für Minijobs liegt bei 450 Euro. In der Regel ist ein Minijob steuerfrei und braucht keine Steuerklasse. Ein Minijob wird entweder nach Pauschsteuer oder nach Lohnsteuerklasse versteuert. Gilt die Pauschsteuer, muss der Arbeitnehmer keine Steuern zahlen.


Steuerklassen und Minijob: Pauschsteuer oder Steuerklasse

Im Normalfall wird ein Minijob über die Pauschsteuer versteuert. Praktisch bedeutet dies, dass der Arbeitgeber zwei Prozent des gesamten monatlichen Bruttoverdienstes an die Minijobzentrale abführt. Das Finanzamt wäre in diesem Falle nicht zuständig.

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Anders verhält es sich, wenn der Arbeitnehmer eine der sechs Steuerklassen wählt. Dabei sollte er jedoch bedenken, dass er in seiner Wahl nicht grundsätzlich frei, sondern an bestimmte gesetzliche Vorgaben gebunden ist. Lohnsteuer muss dann gezahlt werden, wenn man der Steuerklasse 5 oder 6 zugeordnet ist.

Versteuerung nach PauschsteuerVersteuerung nach Steuerklasse
2 Prozent des Bruttoverdienstes werden durch den Arbeitgeber an Minijobzentrale abgeführt.Alternativ zur Pauschsteuer kann ein Minijob über die Steuerklasse versteuert werden.
Für den Arbeitnehmer ist der Minijob steuerfrei.Der Arbeitnehmer muss Lohnsteuer zahlen, wenn er der Steuerklasse 5 oder 6 zugeordnet ist.
Es fallen keine Sozialabgaben an.
Eine Befreiung der Rentenversicherungspflicht ist möglich.

Steuerklassen und Minijobs je nach Lebenssituation

Was muss ich bei mehreren Minijobs beachten?

Nebenjob

Es kann passieren, dass bei zwei oder mehreren Minijobs eine unkorrekte Besteuerung des Arbeitseinkommens erzielt wird.

Denn die steuerbegünstigten Regelungen eines Minijobs gelten immer nur bis zur Höhe von 450 Euro. Wer mehr als diese 450 Euro verdient, zum Beispiel durch mehrere Minijobs , muss steuerlich gesehen aktiv werden.

Er ist dann zum einen verpflichtet, am Jahresende eine Steuererklärung abzugeben. Zum anderen muss in dieser Steuererklärung der Verdienst, der bei der geringfügigen Beschäftigung erzielt wurde, mit angegeben werden.

Er wird dann zwar nicht noch einmal versteuert, denn die Besteuerung erfolgt ja bereits durch die Knappschaft. Aber der Verdienst aus der geringfügigen Beschäftigung wird bei der Berechnung des Progressionsvorbehalts berücksichtigt.

Wie läuft die Anmeldung eines Minijobs?

Der Arbeitgeber eines Minijobbers muss den Arbeitnehmer und dessen Tätigkeit bei der Knappschaft anmelden. Die Knappschaft ist bundesweit für alle Minijobs zuständig und übernimmt für den Arbeitgeber die Abführung von Steuern und Sozialabgaben.

Nach der Anmeldung eines Minijobs bei der Knappschaft erhält der Arbeitgeber eine entsprechende Mitteilung, in der die Höhe der vom Arbeitgeber abzuführenden Steuerabgaben und Sozialkosten enthalten ist. Diese zahlt er dann an die Knappschaft.

Was ist ein Minijob?

Als Minijob wird umgangssprachlich eine Tätigkeit auf Basis von 450 Euro monatlich bezeichnet. Diese Tätigkeit nennt sich korrekt geringfügige Beschäftigung. Dabei kommt es bei der Einstufung als Minijob nicht auf die zeitliche Dauer dieser Tätigkeit, sondern auf die Höhe der Bezahlung an.

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Aktualisiert am 18.09.2020 von Benjamin Thiessen

Einzelnachweise


  1. Statista: Häufigste Nebenjobs von Studenten
  2. Deutsche Rentenversicherung: Minijob - Midijob
  3. Bundesagentur für Arbeit: Aktuelle Zahlen Minijobber

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