Für viele Hundehalter ist eine Hundeversicherung in Deutschland eine Pflichtversicherung. In welchen Bundesländern Sie eine Hundeversicherung benötigen, erfahren Sie auf dieser Seite.

Eine allgemeine Hundeversicherung gibt es nicht, gemeint ist damit immer eine spezielle Hundehaftpflichtversicherung.

Neben der Haftpflichtversicherung für Hunde gibt es weitere Versicherungen, die Hundehalter für Ihren Vierbeiner abschließen können und die sie beispielsweise vor hohen OP-Kosten bewahren.

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Welche Versicherungen für Hunde gibt es?

Die eine Hundeversicherung gibt es nicht. In der Regel ist mit dem Begriff die in einigen Bundesländern gesetzlich vorgeschriebene Hundehaftpflichtversicherung gemeint.

Allerdings gibt es weitere Versicherungen, die rund um den Hund abgeschlossen werden können und die den Hundehalter vor hohen Kosten vor allem im Zusammenhang mit möglichen Erkrankungen des Hundes bewahren können.

Die verbreitetsten Versicherungen sind dabei folgende:

Der Großteil der Kosten für stationäre, ambulante und chirurgische Behandlungen beim Tierarzt oder in der Tierklinik werden abgedeckt. Dazu zählen etwa das Honorar für den Arzt, aber auch Medikamente. Einige Tarife übernehmen zudem auch Vorsorgeuntersuchungen.

Die Hunde OP Versicherung ist eine auf die Operationskosten beschränkte Variante der Krankenvollversicherung für Hunde. In aller Regel zählen zu den abgedeckten Kosten auch die vorbereitenden und die nachsorgenden Termine beim Tierarzt.

Es muss nicht immer ein Biss sein. Schäden können z. B. auch entstehen, wenn Ihr Hund etwas umwirft oder sein Revier an schlechter Stelle markiert. Der Halter haftet. Die Kosten, welche dadurch entstehen, dass Ihr Hund eine dritte Person versehentlich verletzt oder fremdes Eigentum beschädigt, werden mit der Hundehaftpflichtversicherung abgedeckt.

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Was kostet eine Hundeversicherung?

Eine einfache Haftpflichtversicherung für Hunde ist schon für unter vier Euro Monatsbeitrag zu bekommen. Nach oben können die Tarife bis zu 20 Euro monatlich kosten.

Die günstigsten Tarife greifen teilweise jedoch erst ab einer Schadenshöhe von über 2000 Euro. Es sollte dementsprechend meist ein etwas teurerer Tarif gewählt werden.

Eine Hundekrankenversicherung kann, wie auch die OP Versicherung, schon für knapp zehn Euro gebucht werden. In der Regel umfasst eine Krankenversicherung auch die Leistungen der OP Versicherung. Empfehlenswert ist daher der Abschluss einer Kranken- und Haftpflichtversicherung.

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Übertriebene Sparsamkeit ist an dieser Stelle unangebracht, da sonst im Schadensfall hohe Selbstkosten drohen können. Besser ist die Wahl eines höherpreisigen Tarifs, der wirklich schützt. Generell gilt auch hier: Hundehalter sollten sich vor Abschluss einer Versicherung dringend erkundigen und gegebenenfalls beraten lassen.

Die gesetzliche Mindestdeckung für Hundeversicherungen liegt bei 500.000 Euro - 1.000.000 Euro, sodass auch größere Schadensfälle in der Regel davon abgedeckt werden können.

  • Wie bei jeder Versicherung, sollte man sich vor Abschluss gründlich über die möglichen Ausnahme- oder Sonderegelungen der Versicherungsanbieter und -tarife informieren.

Rechenbeispiel: Hundeversicherung für einen Labrador

Bei einem reinrassigen Labrador fallen, je nach Anbieter, Versicherungskosten in Höhe von 37,00 - 137,00 Euro im Jahr an. Monatlich liegt der Versicherungsbeitrag für die Hundehaftpflicht demnach bei nur 3,17 - 11,44 Euro.

Im Tarif des günstigsten Anbieters sind folgende Leistungen enthalten:

  • Selbstbeteiligung in Höhe von 150 - 500 Euro
  • Deckungssumme von 5 Millionen Euro
  • Absicherung bei Mietsachschäden in Höhe von bis zu 300.000 Euro

Der Anbieter verspricht zusätzlich eine tägliche Kündigungsoption sowie eine Preisgarantie für drei Jahre.

Für nur einige wenige Euro mehr bieten andere Versicherungen z. B. einen inkludierten Tierhalter-Rechtsschutz oder die Übernahme von Kosten für den notfallbedingten Aufenthalt in einer Tierpension. Vergleichen und Abwägen des individuellen Bedarfs lohnen sich!

hundehaftpflicht-berechnen

Gesetzliche Hundehaftpflicht ist in Deutschland Ländersache

Ob man nun zu einer Hundehaftpflicht- bzw. Tierhaftpflichtversicherung gesetzlich verpflichtet ist, wird auf Landesebene entschieden. Hier entscheiden die Bundesländer nach unterschiedlichen Kriterien wie Körpergröße oder bekannten Auffälligkeiten eines Tieres. Die folgenden Tabellen geben einen Überblick über die Vorgaben der Bundesländer.

BundeslandVersicherungspflicht
Sachsen-Anhaltja
Schleswig-Holsteinja
Berlinja
Niedersachenja
Thüringenja
Hamburgja
Brandenburgfür bestimmte Hunderassen
Nordrhein-Westfalenfür bestimmte Hunderassen
Sachsenfür bestimmte Hunderassen
Bremenfür bestimmte Hunderassen
Baden-Württembergfür bestimmte Hunderassen
Bayernfür bestimmte Hunderassen
Rheinland-Pfalzfür bestimmte Hunderassen
Saarlandfür bestimmte Hunderassen
Hessenfür bestimmte Hunderassen
Mecklenburg-Vorpommernnein

In den Bundesländern Hamburg, Berlin, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Sachsen-Anhalt und Thüringen gilt für alle Tiere, die zwischen drei und sechs Monate alt sind, eine Pflicht zur Versicherung. Auch hier richten sich die Beiträge natürlich nach der Art des Hundes und der Deckungssumme, wobei Letzterer besondere Bedeutung zukommt.

In neun Bundsländern existiert die gesetzliche Vorgabe zur Hundehaftpflichtversicherung nur für bestimmte Hunderassen. In Mecklenburg-Vorpommern gibt es bislang keine Pflichtversicherung für Hunde.

5 Fakten zur Hundeversicherung

  • Mit Hundeversicherung ist die Hundehaftpflicht- bzw. Tierhalterhaftpflicht gemeint.
  • In einigen Bundesländern ist die Hundehaftpflicht gesetzlich vorgeschrieben.
  • Schon ab 3 Euro / Monat kann eine Hundehaftpflicht abgeschlossen werden.
  • Mithilfe von Online-Vergleichen findet man schnell & einfach günstige Angebote.
  • Weitere Versicherungen sind die Hundekranken- und Hunde OP Versicherung.

Häufig gestellte Fragen rund um das Thema Hundeversicherung

Zwar sind kleinere Haustiere in einer normalen Privathaftpflichtversicherung abgedeckt, im Falle von Hunden ist aber die Wahrscheinlichkeit groß, dass die Versicherung diese nicht akzeptiert und eine explizite Hundeversicherung fordert, wenn sie für die Schäden aufkommen soll.

Vor allem relevant wird die Hundeversicherung bei den folgenden vergleichsweise häufig auftretenden Schadensfällen:

  • Personenschäden
  • Sachschäden
  • Vermögensschäden als Folge einer der ersten beiden Fälle

Größere Hunde erfordern in einigen Bundesländern eine explizite eigene Versicherung, ganz besonders gilt dies für jegliche Art von Kampfhunden.

  • Besteht angesichts der Größe eines Hundes eine Maulkorbpflicht und wird diese nicht eingehalten, so haftet der Versicherer eventuell nicht für auftretende Schäden, was in allen Fällen große finanzielle Belastungen nach sich ziehen kann.

Nicht zuletzt deshalb ist eine Hundehaftpflichtversicherung, auch Tierhalterhaftpflichtversicherung genannt, dringendst zu empfehlen: Sie deckt auch eventuell entstehende Gerichts- oder Prozesskosten ab und sorgt dafür, dass man trotz aller Eventualitäten im Umgang mit einem Hund auch nach einem Vorfall von Personen - oder Sachschäden kein hohes Kostenrisiko eingeht.

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Ab einem vergleichsweise geringen Satz von knapp unter zehn Euro monatlich können Tierhalter eine Hunde OP Versicherung abschließen. Diese springt im Notfall ein und schützt den Versicherten vor zu hohen Tierarztkosten.

Die meisten Versicherungen bieten zu diesem Preis etwa einen Schutz von jährlichen Behandlungskosten von 2.000 Euro.

Dabei sind nicht nur die Operationen selbst abgesichert, sondern auch Vor- und Nachbehandlung, das Tierarzt Honorar und eventuell benötigte Medikamente werden meist übernommen.

Die genaue Zusammensetzung der Leistungen ist von Versicherer zu Versicherer unterschiedlich. Es empfiehlt sich daher verschiedene Tarife zu vergleichen und die Leistungskataloge genau zu studieren bevor man eine OP Versicherung für Hunde abschließt.

Damit man sich nicht frühzeitig von seinem treuen Begleiter trennen muss oder im Notfall von anfallenden Kosten erschlagen wird, ist eine Hunde OP Versicherung zu empfehlen.

Dies gilt nicht nur für ältere Hunde, deren Wahrscheinlichkeit zu erkranken oder sich zu verletzen wie beim Menschen steigt. Auch junge Tiere sollten von Anfang an vernünftig gegen Notfälle abgesichert sein, denn gerade Jungtiere können sich durch ihre Verspieltheit häufiger verletzen.

Als Selbstbeteiligung bezeichnet man bei der Hundehaftpflicht - genau wie bei anderen Versicherungen auch - die Schadenshöhe, für die der Hundehalter im Versicherungsfall selbst aufkommen muss. Die Höhe der Selbstbeteiligung wird beim Abschluss einer Versicherung vertraglich festgelegt und liegt bei Hunde- bzw. Tierhalterhaftverpflichtungen meist zwischen 100 und 500 Euro.

Über den Autor

Aktualisiert am 18.09.2020 von


Einzelnachweise und Quellen

Gesetz über den Versicherungsvertrag (Versicherungsvertragsgesetz - VVG)
Gesetze im Internet: § 3 Versicherungsschein
Gesetze im Internet: § 10 Beginn und Ende der Versicherung
Gesetze im Internet: § 11 Verlängerung, Kündigung

Haftungsausschluss: Wir übernehmen, trotz sorgfältiger Prüfung, keine Haftung für die Vollständigkeit, Richtigkeit oder Aktualität der hier dargestellten Informationen. Es werden keine Leistungen übernommen, die gemäß StBerG und RBerG Berufsträgern vorbehalten sind.