Seit einer Reform der Ausbildung, die am 01. August 2006 in Kraft trat, wird diese Ausbildung nicht mehr in der ursprünglichen Form angeboten. Nun kann man sich als tiermedizinischer Fachangestellter ausbilden lassen. Die Inhalte sind jedoch weitestgehend gleich geblieben.

Brutto Gehalt als Tierarzthelfer

Beruf
Monatliches Bruttogehalt 1.816,76€
Jährliches Bruttogehalt 21.801,16€
Wie viel Netto?

Unsere Erhebung lässt auf ein durchschnittliches Gehalt von 1.816,76€ brutto im Monat für Tierarzthelfer schließen. Das heißt, dass der Stundenlohn im Schnitt 11,98€ beträgt, während im Jahr durchschnittlich 21.801,16€ brutto an Gehalt gezahlt werden.

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Der Beruf Tierarzthelfer

Tiere und den Umgang mit ihnen zu lieben, sind Grundvoraussetzungen für diesen verantwortungsvollen Beruf.

Als Tierarzthelfer bzw. Tierarzthelferin sollte man auch die Fähigkeit haben, Leid und Trauer auf Abstand halten zu können. Ein Tierarzthelfer hat leider nicht immer nur Umgang mit gesunden Tieren, denen geholfen werden kann.

In dieser Branche muss man außerdem mit den Besitzern der Tiere richtig umgehen können, da diese emotional auf die Situation ihrer verletzten oder kranken Tiere reagieren können.

Das Gehalt des Tierarzthelfers im Überblick

Je nach Ausbildungsort (Tierpraxis oder Klinik) weichen die Gehälter voneinaner ab. Als Tierarzthelfer in Ausbildung können durchschnittlich folgende Richtwerte beim Gehalt angenommen:

  • 700 Euro im 1. Ausbildungsjahr
  • 750 Euro im 2. Ausbildungsjahr
  • 800 Euro im 3. Ausbildungsjahr

Zu Beginn der Tätigkeit als Tierarzthelfer mit abgeschlossener Ausbildung liegt das Einstiegsgehalt durchschnittlich zwischen 1.800 Euro und 2.200 Euro brutto monatlich. Durch Weiterbildungen und Zusatzqualifikationen kann man das Gehalt zusätzlich steigern.

Verschiedene Tiere - verschiedene Anforderungen als Tierarzthelfer

Wer eine Ausbildung zum Tierarzthelfer macht, muss vor allem eines mitbringen: Die Liebe zu Tieren – und zwar zu allen Tieren. Nicht nur süße Hasen, Stubentiger und Hundewelpen müssen mal zum Arzt, sondern auch Exoten und Großtiere wie Rinder oder Pferde.

Doch nicht nur die Tiere an sich stellen eine Herausforderung für den Tierarzthelfer dar. Wer diese Ausbildung absolviert, kann sich auf einen abwechslungsreichen, hektischen, anspruchsvollen, aber auch sehr erfüllenden Job einstellen.

Die Ausbildung zum Tierarzthelfer dauert drei Jahre und ist eine duale Ausbildung. Das bedeutet, dass der angehende Tierarzthelfer die Hälfte der Zeit im Ausbildungsbetrieb und die andere Hälfte in der Berufsschule verbringt. Somit erlernt er im gleichen Maße theoretisches und praktisches Wissen, das für die Ausübung des Berufs wichtig ist.

Ausbildungsbetriebe für Tierarzthelfer sind nicht nur klassische Kleintierpraxen, sondern auch mobile Tierärzte für Großtiere, Tierkliniken, Tierheime und Zoos.

Je nachdem, für welches Unternehmen man sich entscheidet, hat man es mit unterschiedlichen Tieren und Anforderungen zu tun. So muss man im Zoo darauf eingestellt sein, mit sehr exotischen Tieren zu arbeiten, in der Großtierpraxis im Umgang mit Pferden oder Rindern auch mal richtig zupacken und in einer Tierklinik für akute Notfälle auch mit sehr großem Stress umgehen können.

Den klassischen Vorstellungen einer Ausbildung zum Tierarzthelfer kommt die Kleintierpraxis für klassische Haustiere wie Hunde, Katzen und Nagetiere am nächsten. Doch auch hier muss man sich immer wieder auf Sonderfälle und neue Situationen einstellen.

Wer als Tierarzthelfer oder Tierarzthelferin arbeiten will, muss nicht nur gut organisiert und belastbar sein, sondern darf auch keine Probleme mit Blut, unschönen Verletzungen und Spritzen haben.

Ein Tierarzthelfer ist die rechte Hand des Tierarztes. Er ist dafür verantwortlich, Operationen vorzubereiten und die Tiere zu betreuen sowie mit den Besitzern zu sprechen, Termine zu vergeben und Büroaufgaben zu erledigen.

Die Aufgaben dieses Berufs umfassen unter anderem:

  • Beruhigung und Ablenkung von Tieren
  • Fixierung von Tieren zu Behandlungszwecken
  • Vorbereitung von Operationen
  • Vergabe von Terminen
  • Bestellung von Praxisbedarf
  • Buchhaltung

Weiterbildung als Tierarzthelfer

Wer als Tierarzthelfer mehr Verantwortung übernehmen und somit seine Verdienstchancen steigern will, sollte über eine Weiterbildung nachdenken. Das Angebot für Tierarzthelfer ist vielfältig.

Der klassische Zweck einer Weiterbildung ist die Spezialisierung auf ein bestimmtes Fachgebiet. Gute Weiterbildungsmöglichkeiten zur Spezialisierung für Tierarzthelfer sind:

  • Zahnbehandlung
  • Parasitenbehandlung
  • Tierphysiotherapie
  • Umgang mit Tierbesitzern
  • Umgang mit Tieren
  • Labortätigkeiten
  • Narkose
  • Schmerzmanagement

Nach einem entsprechenden Seminar kann der Tierarzthelfer oder die Tierarzthelferin in der Regel mehr Verantwortung in der Praxis oder Klinik, in der er angestellt ist, übernehmen.

Tierarzthelfer, die während ihrer beruflichen Tätigkeit feststellen, dass sie sich nicht ausreichend gefordert fühlen, können über ein Studium nachdenken.

Der am ehesten in Frage kommende Studiengang ist Tiermedizin. Doch auch Biologie, Pharmakologie und Biotechnik bieten Tierarzthelfern interessante und ansprechende Zukunftsperspektiven. Mit abgeschlossenem Studium sind die Gehälter in der Regel deutlich höher.

Wer sich für ein Studium zum Tierarzt entscheidet, kann irgendwann sogar seine eigene Praxis eröffnen und selbst Tierarzthelfer ausbilden.

Wer sich hingegen mehr Wissen im Bereich der Büroarbeit aneignen will, um den Tierarzt diesbezüglich zu entlasten, kann eine Weiterbildung zum Betriebs- und Bürofachwirt machen.

Dabei erhält man umfassendes Wissen über Buchhaltung, Rechnungswesen und andere kaufmännische Arbeitsbereiche. Auch als Betriebswirt bzw. als Betriebswirtin fallen die Gehälter deutlich höher aus.

Häufig gestellte Fragen zum Gehalt als Tierarzthelfer

Die Höhe hängt letztlich vom Arbeitgeber ab. Arbeitet man in einer kleiner Tierarztpraxis fällt das Einstiegsgehalt meist niedriger aus, als wenn man in einer großer Tierklinik beschäftigt ist.

Im Laufe der Berufsjahre mit immer mehr praktischer Erfahrung und einem dadurch stetig wachsendem Verantwortungsbereich, wächst im Normalfall auch das monatliche Gehalt.

Wenn man in größeren Tierkliniken arbeitet, kann auch der Schichtdienst zum Berufsalltag dazu gehören. Das heißt, das auch Nachtschichten denkbar sind. Allerdings werden insbesondere diese Schichten durch Zulagen finanziell entlohnt und erhöhen auf diese Weise das Gehalt.

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Einzelnachweise


  1. Bundesagentur für Arbeit: Tiermedizinische/r Fachangestellte/r

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