Personen, die vor ihrem Tod im Bezirk des Amtsgerichts Aue wohnten, betreut die Abteilung Nachlass des Amtsgerichts Aue (ID: U1202).

Diese Personen können ihr privatschriftliches Testament beim Nachlassgericht Aue hinterlegen. Am Nachlassgericht Aue können die Erben darüber hinaus die Ausstellung eines Erbscheins anfragen.

Nicht für alle Nachlassangelegenheiten ist das Nachlassgericht Aue zuständig. Soll eine Ausschlagung des Erbes erfolgen, kann diese Erklärung auch durch die am Wohnort ansässigen Behörden betreut werden.

Die Übermittlung der für eine Erbausschlagung erforderlichen beglaubigten Dokumente ist gesetzlich geregelt und wird vom Nachlassgericht des Erben an das Nachlassgericht des Erblassers vorgenommen.


Nachlassgericht Aue - die Aufgaben im Überblick

Nachlassgericht Aue

Zu den Zuständigkeiten eines Nachlassgerichts gehören verschiedene Fälle, für die teilweise eine Gebühr entrichtet werden muss.

Fälle, die im Nachlassgericht Aue behandelt werden, sind zum Beispiel:

  • Erbscheinausstellung
  • Verfügungseröffnung im Todesfall
  • Erteilen von Testamentsvollstreckerzeugnissen
  • Ermittlung der Erben
  • Verfügungsverwahrung (im Todesfall)
  • Vollstrecken von Testamenten
  • Verwaltung des Nachlasses
  • Nachlasssicherung

Nachlassgericht Aue - Anfahrt und Kontaktadressen

LieferanschriftPostanschrift
Gerichtsstraße 1
8280 Aue
Postfach 11 51
8271 Aue

Kontakt

Tel.-Nr.: 03771 596-0
Fax-Nummer: 03771 596-100
Homepage: justiz.sachsen.de/agau

Amtsgericht Aue - weitere Aufgabenbereiche

Nicht nur für den Nachlass ist das Amtsgericht zuständig, sondern auch für Rechtsverkehr, der elektronisch abgewickelt wird:

  • Grundbuchverfahren
  • Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit
  • Strafverfahren

Nachlassgericht Aue - Fragen und Antworten

Laut § 344 Abs. 7 FamFG kann eine Erbausschlagung auch am Wohnort der Person durchgeführt werden, die das Erbe ausschlagen möchte.

Das Nachlassgericht am Wohnbezirk des Erben übermittelt die erforderlichen Unterlagen in beglaubigter Form an das Nachlassgericht, welches für den Erblasser zuständig ist. Mögliche Anreisekomplikationen können somit umgangen werden.

Das Nachlassgericht Berlin Schöneberg gilt immer dann als zuständig, wenn das örtlich zuständige Nachlassgericht nicht ermittelt werden konnte.

Vom Amtsgericht wird ein Erbschein nur dann erteilt, wenn ein entsprechender Antrag eingereicht wurde. Dieser Antrag kann vom Alleinerben, von möglichen Miterben, Nach- oder Ersatzerben sowie vom Testamentsvollstrecker gestellt werden.


Einzelnachweise

Gesetze im Internet: FamFG § 342 Begriffsbestimmung »
dejure.org: Gerichtsverfassungsgsetz § 23a »
Gesetze im Internet: FamFG § 343 Örtliche Zuständigkeit »
Gesetze im Internet: FamFG § 344 Besondere örtliche Zuständigkeit »