Für alle betroffenen Personen zuständig ist die Nachlassabteilung des Amtsgerichts Chemnitz, die beim Todeszeitpunkt im zuständigen Gerichtsbezirks lebten.

Das Nachlassgericht Chemnitz nimmt Nachlassschreiben der Bürger in Verwahrung. Angehörige des Erblassers können hier außerdem einen Erbschein beantragen.

In wenigen besonderen Einzelfällen liegt die örtliche Zuständigkeit nicht beim Nachlassgericht Chemnitz. Soll ein Erbausschlag eingereicht werden, kann diese Erklärung auch durch die am Wohnort ansässigen Behörden betreut werden.

Die beglaubigten Unterlagen, die für alle Erklärungen notwendig sind, werden an das entsprechend zuständige Nachlassgericht Chemnitz weitergeleitet.


Nachlassgericht Chemnitz - die Aufgaben im Überblick

Nachlassgericht Chemnitz

Das Nachlassgericht übernimmt Aufgaben verschiedener Art, die oft mit Gebühren verbunden sind.

Zu den Aufgaben zählen:

  • Eröffnen von Verfügungen
  • Sichern des Erbes
  • Testamentsvollstreckung
  • Verfügungen, die bis zum Todesfall verwahrt werden
  • Erbscheinerteilung
  • Nachlassverwaltung

Nachlassgericht Chemnitz - Anschrift und Service Nummern

LieferanschriftPostanschrift
Gerichtsstraße 2
9112 Chemnitz
Postfach 5 24
9005 Chemnitz

Kontakt

Tel.: 0371 453-0
Fax: 0371 453-5555
Website:justiz.sachsen.de/agc

Zusätzliche Aufgaben beim Amtsgericht Chemnitz

Im Amtsgericht Chemnitz werden nicht nur Nachlassangelegenheiten bei Todesfällen verwaltet und entschieden. Folgende Bereiche werden rechtlichen ebenfalls vom Amtsgericht verwaltet:

  • Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit
  • Zivilverfahren
  • Familiensachen
  • Grundbuchverfahren

Nachlassgericht Chemnitz - häufige Fragen

Soll das Erbe ausgeschlagen werden, kann das (gemäß § 344 Abs. 7 FamFG) am Amtsgericht beziehungsweise Nachlassgericht der das Erbe ausschlagenden Person eingereicht werden.

Alle erforderlichen Unterlagen werden vom Amtsgericht beglaubigt und an das Nachlassgericht des Erblassers übermittelt. Es muss dann keine umständliche Anreise durch den Erben erfolgen.

Zuständig in diesem Fall ist das Nachlassgericht in Berlin Schöneberg.

Das Nachlassgericht erteilt nur dann einen Erbschein, nachdem vorab ein entsprechender Antrag eines Beteiligten beim Nachlassgericht eingereicht wurde. Der Antrag zur Erteilung eines Erbscheins kann je nach den jeweiligen Rahmenbedingungen einer Erbschaft vom Alleinerben sowie den möglichen Mit-, Nach- oder Ersatzerben gestellt werden. Die Berechtigung für solche einen Antrag auf einen Erbschein kann auch vom Vollstrecker des Testaments erfolgen.


Einzelnachweise

dejure.org: § 344 FamFG Besondere örtliche Zuständigkeit »
dejure.org: Gerichtsverfassungsgsetz § 23a »
dejure.org: § 2247 BGB Eigenhändiges Testament »