Für alle Personen, die zum Zeitpunkt des Todes im Bezirk des zuständigen Amtsgerichts Grünstadt lebten, gilt, dass Sie von der Nachlassabteilung des Amtsgericht Grünstadt betreut werden.

Das Nachlassgericht Grünstadt nimmt Testamente von Personen in Verwahrung. Zum Nachlass Berechtigte können am Nachlassgericht Grünstadt zudem einen Antrag zur Ausfertigung eines Erbscheins einreichen.

Nicht für alle Nachlassangelegenheiten ist das Nachlassgericht Grünstadt zuständig. So kann die Erbausschlagung zum Beispiel auch am Nachlassgericht vorgenommen werden, in dem Bezirk, in dem die erklärende Person lebt.

Gesetzlich ist festgesetzt, dass die für eine Erbausschlagung erforderlichen Dokumente vom Nachlassgericht des Erben in beglaubigter Form an die zuständige Nachlassabteilung des für den Erblasser zuständigen Amtsgerichtes übermittelt werden.


Nachlassgericht Grünstadt - alle Aufgabenbereiche

Nachlassgericht Grünstadt

Die Erfüllung einer Vielzahl von in der Regel gebührenpflichtigen Aufgaben obliegt der Nachlassabteilung des Amtsgerichtes Grünstadt

Fälle, die im Nachlassgericht Grünstadt behandelt werden, sind zum Beispiel:

  • Alle Verfügungen bei einem Todesfall
  • Ermitteln der Erben
  • Verwaltung des Nachlasses
  • Ausstellung von Erbscheinen
  • Sichern von allen Dingen, die zum Nachlass gehören
  • Verfügungen im Todesfall

Nachlassgericht Grünstadt - Anschrift und Service Nummern

LieferanschriftPostanschrift
Tiefenthaler Straße 8
67269 Grünstadt
Postfach 14 80
67264 Grünstadt

Kontakt

Tel.: 06359 9351-0
Fax: 06359 9351-10
Website: aggru.justiz.rlp.de

Amtsgericht Grünstadt - weitere Aufgabenbereiche

Auch andere Aufgabengebiete werden von dem zuständigen Amtsgericht Grünstadt verwaltet und betreut Der elektronische Rechtsverkehr wird noch für folgende andere Verfahren durch das Amtsgericht abgedeckt:

  • Grundbuchverfahren
  • Familiensachen
  • Strafverfahren
  • Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit
  • Zivilverfahren

Nachlassgericht Grünstadt - häufige Fragen

Laut § 344 Abs. 7 FamFG können Erbausschlagungen an dem für den Erben örtlich zuständigen Nachlassgericht erklärt werden.

Die notwendigen Unterlagen werden vom Nachlassgericht, an dem die Erbausschlagung erklärt wurde, an das für den Erblasser zuständige Nachlassgericht weitergeleitet. Für den Erben entstehen demnach keine anreisebedingte Kosten.

Sollte das örtlich zuständige Nachlassgericht nicht gefunden werden können, ist das Gericht in Berlin Schöneberg zuständig.

Nur nach Einreichen eines entsprechenden Antrags auf einen Erbschein, kann ein Erbschein vom Nachlassgereicht ausgehändigt werden. Es kann unterschiedliche Fälle geben, nach denen der Erbschein beantragt wird. So können sowohl Alleinerben als auch Miterben, Nacherben, Ersatzerben oder der Testamentsvollstrecker für die Beantragung der Erbscheinerteilung in Frage kommen.


Einzelnachweise

buzer.de: § 2247 - Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) »
buzer.de: § 343 - Gesetz über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit (FamFG) »
buzer.de: § 342 - Gesetz über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit (FamFG) »