Für alle Personen zuständig ist die Nachlassabteilung des Amtsgerichts Stockach, die zum Zeitpunkt ihres Todes im Gerichtsbezirk wohnhaft waren.

Diese Personen können ihr von Hand geschriebenes Testament beim Nachlassgericht Stockach hinterlegen. Am Nachlassgericht Stockach können Angehörige darüber hinaus die Ausstellung eines Erbscheins anfragen.

In einigen besonderen Einzelfällen liegt die jeweilige Zuständigkeit nicht beim Amtsgericht Stockach. Die Erbausschlagung kann in manchen Fällen auch an dem Nachlassgericht durchgeführt werden, in dem Bezirk, in dem die betroffene Person gemeldet ist.

Das für den Erben örtlich zuständige Nachlassgericht ist dazu angehalten, die benötigten, beglaubigten Dokumente an das für den Erblasser zuständige Nachlassgericht weiterzugeben


Welche Verantwortungen hat das Nachlassgericht Stockach?

Nachlassgericht Stockach

Der Nachlassabteilung eines Amtsgerichts obliegen viele Aufgaben, die in der Regel mit einer gewissen Gebühr verbunden sind

Zu den Aufgaben zählen:

  • Eröffnung von Verfügungen im Falle des Todes
  • Vollstrecken von Testamenten
  • Verwahrung von Verfügungen
  • Nachlassverwaltung
  • Erbscheinerteilung
  • Testamentsvollstreckerzeugnisse

Nachlassgericht Stockach - Anschrift und Service Nummern

LieferanschriftPostanschrift
Tuttlinger Straße 8
78333 Stockach
Tuttlinger Straße 8
78333 Stockach

Kontakt

Telefon-Nr.: 07771 9382-0
Fax-Nummer: 07771 9382-40
Webseite: amtsgericht-stockach.de

Amtsgericht Stockach - weitere Aufgabenbereiche

Nicht nur für den Nachlass ist das Amtsgericht zuständig, sondern auch für Rechtsverkehr, der elektronisch abgewickelt wird:

  • Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit
  • Zivilverfahren
  • Strafverfahren

Nachlassgericht Stockach - Fragen und Antworten

Nachlassangelegenheiten, die die Erbausschlagung betreffen, können (gemäß § 344 Abs. 7 FamFG) am Wohnort der erklärenden Person in dem dafür zuständigen Nachlassgericht durchgeführt werden.

Dem Erben entstehen keine weiteren Kosten durch die Anmeldung zur Ausschlagung des Erbes am Wohnort des Erblassers. Stattdessen arbeiten die beiden Nachlassgerichte Hand in Hand und das Amtsgericht des Erben leitet alle Dokumente beglaubigt an das Amtsgericht des Verstorbenen weiter.

Das Amtsgericht in Berlin Schöneberg wird dann verantwortlich, wenn das örtliche Amtsgericht nicht gefunden werden kann.

Das Nachlassgericht erteilt nur dann einen Erbschein, nachdem vorab ein entsprechender Antrag eines Beteiligten beim Nachlassgericht eingereicht wurde. Der Antrag kann von verschiedenen Beteiligten im Nachlassverfahren gestellt werden. So zum Beispiel von den Alleinerben, Miterben, Nacherben oder Ersatzerben. Die Berechtigung für solche einen Antrag auf einen Erbschein kann auch vom Vollstrecker des Testaments erfolgen.


Einzelnachweise

buzer.de: § 23a - Gerichtsverfassungsgesetz (GVG) »
buzer.de: § 343 - Gesetz über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit (FamFG) »
dejure.org: § 2247 BGB Eigenhändiges Testament »
dejure.org: § 344 FamFG Besondere örtliche Zuständigkeit »