Die Abteilung Nachlass des Amtsgerichtes Waldbröl ist für alle Bürger zuständig, die zum Todeszeitpunkt im Gerichtsbezirk wohnhaft waren.

Möchten Personen aus dem örtlichen Einzugsgebiet des Gerichtes ihr Testament in Verwahrung geben, liegt die Zuständigkeit bei diesem Nachlassgericht Waldbröl. Angehörige des Erblassers können hier außerdem einen Erbschein beantragen.

Nicht zuständig in bestimmten Fällen ist die Abteilung Nachlass des Amtsgerichts Waldbröl, auch wenn der Erblasser zuletzt dort wohnhaft gewesen ist. Soll eine Ausschlagung des Erbes erfolgen, kann die Person diesen Erbausschlag im Bezirk des Wohnorts einreichen und durchführen lassen.

Unterlagen, die dafür notwendig sind, werden dann von dort an das zuständige Nachlassgericht des Erblassers weitergeleitet, nachdem sie beglaubigt wurden


Welche Verantwortungsbereiche hat das Nachlassgericht Waldbröl?

Nachlassgericht Waldbröl

Die Erfüllung einer Vielzahl von in der Regel gebührenpflichtigen Aufgaben obliegt der Nachlassabteilung des Amtsgerichtes Waldbröl

Zu den Aufgaben zählen:

  • Vollstreckung eines Testaments
  • Erteilen von Erbscheinen
  • Erteilung von Testamentsvollstreckerzeugnissen
  • Sicherung des Nachlasses
  • Nachlassverwaltung
  • Ermittlung der Erben
  • Verfügungseröffnung im Todesfall

Nachlassgericht Waldbröl - Anfahrt und Kontaktadressen

LieferanschriftPostanschrift
Gerichtsstraße 1
51545 Waldbröl
Postfach 31 31
51531 Waldbröl

Kontakt

Telefon-Nr.: 02291 795-0
Fax-Nr.: 02291 795-200
Internetseite:ag-waldbroel.nrw.de

Welche Aufgaben hat das Amtsgericht Waldbröl außerdem?

Das Amtsgericht Waldbröl verwaltet nicht nur den Nachlass bei einem Todesfall.Folgende Verfahren werden rechtlichen ebenfalls vom Amtsgericht verwaltet:

  • Zivilverfahren
  • Grundbuchverfahren

Häufig gestellte Fragen zum Nachlassgericht Waldbröl

Soll das Erbe ausgeschlagen werden, kann das (gemäß § 344 Abs. 7 FamFG) am Amtsgericht beziehungsweise Nachlassgericht der das Erbe ausschlagenden Person eingereicht werden.

Alle erforderlichen Unterlagen werden vom Amtsgericht beglaubigt und an das Nachlassgericht des Erblassers übermittelt. Es muss dann keine umständliche Anreise durch den Erben erfolgen.

Ein Nachlassgericht ist dann für diesen Fall zuständig: Das Amtsgericht in Berlin Schöneberg.

Ein Erbschein wird vom Nachlassgericht nur dann erteilt, insofern ein gültiger Antrag auf diesen Schein eingereicht wurde. Die Erstellung eines Antrags liegt nicht nur bei einer Person des Nachlassverfahrens. Die alleinigen Erben, die Miterben, die Nacherben oder auch andere Personen sind dazu berechtigt. Der Antrag auf einen Erbschein kann auch vom Testamentsvollstrecker erfolgen.


Einzelnachweise

dejure.org: § 342 FamFG Begriffsbestimmung »
buzer.de: § 2247 - Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) »
buzer.de: § 343 - Gesetz über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit (FamFG) »
buzer.de: § 23a - Gerichtsverfassungsgesetz (GVG) »
Gesetze im Internet: FamFG § 344 Besondere örtliche Zuständigkeit »