Personen, die ihren Wohnsitz im Zeitpunkt ihres Todes im Bezirk des Amtsgerichts Wiesbaden hatten, sind der Nachlassabteilung des Amtsgerichts Wiesbaden zugeteilt.

Wenn Personen über ein handgeschriebenes Testament verfügen, liegt die Zuständigkeit bei diesem Nachlassgericht Wiesbaden. Angehörige des Erblassers können hier außerdem einen Erbschein beantragen.

Nicht alle Angelegenheiten, die den Nachlass betreffen, betreut das Nachlassgericht Wiesbaden. Soll eine Ausschlagung des Erbes erfolgen, kann diese Erklärung auch durch die am Wohnort ansässigen Behörden betreut werden.

Die Weitergabe der erforderlichen Dokumente an die Nachlassabteilung des Amtsgerichts des Erblassers für verschiedene Erklärungen ist für das Nachlassgericht des Erben obligatorisch.


Welche Verantwortungen hat das Nachlassgericht Wiesbaden?

Nachlassgericht Wiesbaden

Ein Nachlassgericht ist für verschiedene Aufgaben zuständig, die nicht immer gebührenfrei sind.

Zu den Aufgaben zählen:

  • Verfügungseröffnung im Falle des Todes
  • Sichern von allen Dingen, die zum Nachlass gehören
  • Verwaltung des Nachlasses
  • Erbenermittlung
  • Verwahren von Verfügungen im Todesfall
  • Vollstreckung eines Testaments
  • Testamentsvollstreckerzeugnisse

Nachlassgericht Wiesbaden - Anfahrt und Kontaktadressen

LieferanschriftPostanschrift
Mainzer Straße 124
65189 Wiesbaden
Mainzer Straße 124
65189 Wiesbaden

Kontakt

Telefon-Nr.: 0611 3261-0
Fax-Nr.: 0611 327061513
Website: ag-wiesbaden.justiz.hessen.de

Amtsgericht Wiesbaden - weitere Aufgabenbereiche

Das Amtsgericht verfügt nicht nur über eine Nachlassabteilung, sondern kümmert sich auch um die rechtlichen Angelegenheiten folgender Bereiche:

  • Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit
  • Familiensachen
  • Zivilverfahren

Häufig gestellte Fragen zum Nachlassgericht Wiesbaden

Laut § 344 Abs. 7 FamFG muss der Erbe, der das Erbe ausschlagen möchte, nicht einen gesonderten Antrag beim Amtsgericht des Erblassers stellen, sondern kann dies beim Nachlassgericht seines Bezirks durchführen.

Eine Weiterleitung erfolgt nach Beglaubigung der Dokumente, damit die Anreise durch den Erben nicht mehr erforderlich ist.

Ein Erbschein wird nur vom zuständigen Nachlassgericht ausgehändigt, wenn vorab ein entsprechender gültiger Antrag eingereicht wurde. Den Antrag können die Alleinerben aber auch mögliche Miterben, Nacherben, Ersatzerben oder auch der Vollstrecker des Testaments stellen.


Einzelnachweise

buzer.de: § 342 - Gesetz über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit (FamFG) »
buzer.de: § 2247 - Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) »
buzer.de: § 343 - Gesetz über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit (FamFG) »