Eine Assekuranz ist ein Versicherungsunternehmen, das die im Versicherungsvertrag vereinbarten Risiken eines Versicherungsnehmers absichert und im Schadensfall gemäß der Versicherungspolice reguliert. Der Begriff der Assekuranz hat also die früher übliche Bezeichnung für die Versicherungswirtschaft insgesamt und die in diesem Sektor tätigen Versicherungsgesellschaften im Einzelnen abgelöst. Mit dem Begriff Assekuranz werden aber auch unabhängig agierende Makler im Bereich der Versicherungen bezeichnet.

Inhaltsverzeichnis:

  1. Bedeutung
  2. Aufgabe
  3. Leistungsspektrum
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Bedeutung der Assekuranz

Der gesamte Bereich der Versicherungen ist inzwischen zu einem wichtigen Pfeiler der gesamten Volkswirtschaft geworden. Ursache dafür ist unter anderem, dass die Nachfrage nach Versicherungen jeglicher Art stetig wächst. Die Versicherungsnehmer möchten sich gegen jeden denkbaren Schadensfall absichern, weshalb Versicherungsgesellschaften verschiedene Versicherungen anbieten. Diese lassen sich vor allem zwei Kategorien zuordnen: den Personenversicherungen und den Sachversicherungen.

Personenversicherungen

Personenversicherungen sichern Risiken und Schäden ab, durch welche die jeweilige Person selbst getroffen werden kann. Es handelt sich unter anderem um Risikolebensversicherungen, Rentenversicherungen oder private Krankenversicherungen.

Mit einer Risikolebensversicherung können Versicherte ihre Angehörigen im Todesfall absichern. Wenn der Versicherte verstirbt, wird durch den Versicherer die vereinbarte Summe an die begünstigten Hinterbliebenen ausgezahlt. Das können beispielsweise Kinder oder Lebenspartner sein, wenn diese finanziell von dem Versicherten abhängig sind.

Die Rentenversicherung ist gesetzlich geregelt und dient der Sicherstellung der Altersvorsorge von Beschäftigten. In der Regel sind die meisten Arbeitnehmer dazu verpflichtet, eine Rentenversicherung zu haben. Sie kann jedoch auch freiwillig abgeschlossen werden.

Die Rentenversicherung deckt nicht nur die klassische Altersrente ab, sondern kann auch bei verminderter Erwerbsfähigkeit greifen. Auch die Versorgung von Hinterbliebenen soll durch die Rentenversicherung sichergestellt werden.

Wer nicht in die Zuständigkeit gesetzlicher Krankenkassen fällt oder von zusätzlichen Leistungen profitieren will, hat die Möglichkeit, eine private Krankenversicherung abzuschließen. Je nach individueller Versicherungspolice übernehmen private Krankenversicherungen mehr Leistungen als gesetzliche Krankenkassen. Außerdem lassen sich durch eine private Krankenversicherung oft Wartezeiten bei Facharztterminen verkürzen.

Sachversicherungen

Sachversicherungen sichern Sachwerte ab und dienen dem Schutz vor eventuellen Ansprüchen auf Schadenersatz von Seiten Dritter. Neben den privaten Haftpflichtversicherungen gehören auch Kfz-Versicherungen sowie Rechtsschutzversicherungen zu diesen Sachversicherungen.

Wer beispielsweise durch Fahrlässigkeit privat einen Schaden verursacht, kann in unbegrenzter Höhe dafür haftbar gemacht werden. In einem solchen Fall greift die private Haftpflichtversicherung. Sie deckt in der Regel die Schadenersatzansprüche aus Personen-, Sach- oder Vermögensschäden ab und bietet einen passiven Rechtsschutz.

Wer ein Kraftfahrzeug besitzt, benötigt auch eine Kfz-Haftpflichtversicherung. Diese deckt Personen-, Sach- und Vermögensschäden an Dritten ab, die durch den Fahrzeugbesitzer verursacht werden.

Schäden am eigenen Fahrzeug können Fahrzeughalter durch eine Teil- oder Vollkaskoversicherung absichern.

Die Rechtsschutzversicherung sichert im Falle eines Rechtsstreits gegen die entstehenden Kosten ab. Im Allgemeinen werden von einer Rechtsschutzversicherung neben den Anwaltskosten und Gerichtsgebühren auch die Kosten für Sachverständige, Gutachter und Zeugen übernommen. Auch mögliche Kosten der Gegenseite und Kautionszahlungen werden in der Regel von der Versicherung abgedeckt.

Die Hauptaufgabe der Assekuranz

Als Hauptaufgabe sieht die Assekuranz die Versicherung von allen möglichen Risiken im Bereich der Privatversicherung, etwa in Form von Lebensversicherungen, privaten Krankenversicherungen oder Sachversicherungen. Dabei nutzt sie das sogenannte Versicherungsprinzip.

Da viele Versicherungsnehmer im Rahmen von Versicherungsverträgen Geld einzahlen, aber nicht nicht bei jedem Versicherten ein Schadensfall eintritt, hat die Versicherung genug Mittel zur Verfügung, um eintretende Versicherungsfälle zu regulieren. Eine Hauptaufgabe der Assekuranz besteht also in der sogenannten Schadensausgleichsfunktion.

Leistungen der Assekuranz

Die Leistungen der Assekuranz (Versicherung) sind heute breit gefächert, um möglichst viele Risiken für Privatpersonen und Unternehmen abzusichern.

Das Leistungsspektrum einer Versicherung umfasst beispielsweise die folgenden Versicherungsarten:

  • Haftpflichtversicherung
  • Kfz-Versicherung
  • Sachversicherung
  • Technische Versicherungen
  • Rechtsschutzversicherungen
  • Versicherungen für Transporte
  • Unfallversicherungen
  • Krankenversicherungen
  • Versicherungen für Kredite
  • Lebensversicherungen
  • Versicherungen für Kapitalanlagen
  • Als Assekuranzen bezeichnen sich übrigens auch oft unabhängige Versicherungsmakler, zu deren Leistungen es dann gehört, den Kunden umfassend zu beraten, mit ihm gemeinsam herauszufinden, welche Versicherungen er benötigt, ihm die optimalen Tarife anzubieten und einen entsprechenden Versicherungsvertrag zu vermitteln. Dafür erhält der Makler der Assekuranz dann eine Provision.

Quellen

  1. Bundesministerium der Jusitz und für Verbraucherschutz: Gesetz über die Pflichtversicherung für Kraftfahrzeughalter (Pflichtversicherungsgesetz) »
  2. Bundesministerium der Jusitz und für Verbraucherschutz: Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) - § 823 Schadensersatzpflicht »
  3. Bundesministerium der Jusitz und für Verbraucherschutz: Sozialgesetzbuch (SGB) Fünftes Buch (V) - Gesetzliche Krankenversicherung »

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