Unfallversicherung

Familien und Singles gehen unbeschwert durch den Alltag, die Folgen eines Unfalls sind weit weg.

Dabei hat ein scheinbar harmloser Sturz – etwa beim Radfahren und Frühjahrsputz – manchmal schwerwiegende Folgen.

Wie kann man sich gegen die finanziellen Herausforderungen schützen? Wer braucht überhaupt einen entsprechenden Schutz?

Gerade als Familie mit Kindern fragt man sich zudem, wer im Ernstfall dem Nachwuchs unter die Arme greift? Ist die Unfallversicherung eine Lösung?

Sinn und Zweck der privaten Unfallversicherung

Viele Verbraucher sind im Alltag gegen Unfallfolgen pflichtversichert. Die Rede ist vom gesetzlichen Unfallschutz.

Dieser greift leider nur am Arbeitsplatz oder auf dem Arbeitsweg. Für den Freizeitunfall übernehmen die staatlichen Unfallversicherer keine Leistungen.

Das Problem: Rund zwei Drittel der Unfälle ereignen sich aber außerhalb des beruflichen Umfelds. Hier greift die private Unfallversicherung an.

Tritt der Schadensfall ein, gewährt sie dem Versicherten finanzielle Unterstützung – in Höhe der vereinbarten Versicherungssumme.

Unfallschutz: Wer braucht ihn wirklich?

Hinsichtlich der Notwendigkeit für den Abschluss einer Unfallversicherung gilt folgender Hinweis: Zuerst wird die Berufsunfähigkeit/Erwerbsunfähigkeit abgesichert.

Erst wenn dies nicht möglich ist, kommt der Unfallschutz in Frage. Damit kommt eine Unfallpolice nicht nur für Erwachsene in Betracht.

Kinder und Jugendliche sind im Alltag ebenfalls Unfallrisiken ausgesetzt – und brauchen Schutz. Die Kinder-Unfallversicherung wird damit zum wichtigen Element für die Vorsorge ganzer Familien.

Unfallversicherung – die Basisleistung

Wesentlicher Kern der Unfalltarife ist die Invaliditätsleistung. Diese wird ausgezahlt, wenn es zu Verletzungen mit bleibenden Schäden kommt. Hierbei gilt die Devise, dass die Versicherung nur bei hundertprozentiger Invalidität die volle Versicherungssumme auszahlt.

Welchen Grad die Invalidität erreicht, bemisst sich nach der sogenannten Gliedertaxe. Diese weißt verschiedenen Beeinträchtigungen bestimmte Invaliditätsgrade zu.

Liegt ein vollständiger Funktionsverlust zu, zahlt die Versicherung den zur Invalidität gehörenden Betrag aus. Teilweise Invalidität führt zu einer entsprechenden Minderung des Auszahlungsbetrags.

  • Um im Fall einer Schwerbehinderung mit einer hohen Versicherungssumme rechnen zu können, sind Progressionstarife sinnvoll. Hier wird beispielsweise bei 90 Prozent die Auszahlungssumme mit dem Faktor 3 multipliziert.
Beispiel Progressionsstaffel 225
Invalidität (in Prozent)Leistung (in Prozent)
5075
75150
85180
100225

Was steckt noch im Unfallschutz?

Neben der Invaliditätsleistung schnüren Versicherer im Unfallschutz eine breite Palette verschiedener Leistungen zusammen. Dazu gehören unter anderem:

  • Unfallrenten
  • der Todesfallschutz
  • Kostenübernahmen für kosmetische Operationen
  • Bergungskosten
  • Überführungskosten
  • Tagegelder
  • Rooming-in-Leistungen.

Aufgrund dieser Leistungsbreite unterscheiden sich die Tarife der Anbieter stark voneinander. Nicht jeder dieser Bausteine ist aber wirklich notwendig.

Gerade Tagegelder oder die Auszahlung einer Unfallrente oder die Unterbringung im Einbettzimmer sind verzichtbar. Wichtiger ist ein solider Basisschutz.

Unfallpolice – fast jeder Verbraucher kann sich versichern

Die gesetzliche Unfallversicherung erfasst allgemein Beschäftigte, Auszubildende, Studenten und Kinder in Schule sowie Kita. Damit kommt sie nicht für alle Verbraucher in Frage.

Die Situation im privaten Unfallschutz sieht anders aus. Hier kann sich fast jeder versichern. Die Hürde: Versicherer stellen im Antrag Gesundheitsfragen.

Der Grund ist die Tatsache, dass Erkrankungen Unfälle begünstigen können. Unter Umständen führen schwere Krankheiten zu Leistungsausschlüssen oder Ablehnung. Genaues hinschauen ist bei der Unfallversicherung also Pflicht.

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