Lkw Versicherung

Lastkraftwagen sind auf deutschen Straßen ein vertrautes Bild. Ohne die Brummis wäre es ungleich schwieriger, Waren - wie Lebensmittel, Bekleidung oder Elektronik - von A nach B zu transportieren.

Aufgrund ihrer Größe sind Lkws aber auch eine Gefahr für den Straßenverkehr. Wie ein Pkw muss daher auch der Lastkraftwagen versichert werden. Im Zusammenhang mit der Lkw Versicherung gibt es allerdings einige Unterschiede. Wie sehen diese aus?

Lkw Versicherung – Grundlagen zur Absicherung

In Deutschland gilt eine Versicherungspflicht im Hinblick auf den Betrieb eines Autos im Straßenverkehr. Was viele Verbraucher nicht wissen: Diese Versicherungspflicht greift nicht nur für den privat genutzten Pkw. Auch ein Lastkraftwagen muss versichert werden.

Grundsätzlich geregelt ist dieses Erfordernis im Pflichtversicherungsgesetz. Letzteres schreibt bereits über § 1 PflVG den Abschluss einer Haftpflichtversicherung für alle Kraftfahrzeuge vor. Davon erfasst werden nicht nur Pkws.

Auch folgende Fahrzeuge fallen unter die Versicherungspflicht:
  • Wohnmobile
  • Krafträder
  • Lkws

Der Gesetzgeber ist aber noch einen Schritt weiter gegangen. Die Lkw Versicherung muss gewisse Mindestnormen erfüllen. Es gelten für den Schutz Vorgaben im Hinblick auf Mindestversicherungssummen, und zwar:

SchadensartMindestdeckung
Personenschäden7,5 Mio. Euro
Sachschäden1,12 Mio. Euro
Vermögensschäden50.000 Euro

Damit sind die Rahmenbedingungen für eine Lkw Versicherung klar definiert. Aber: In der Praxis geht der Schutz vieler Gesellschaften in der Lkw Versicherung deutlich über die reinen Haftpflichtrisiken hinaus.

  • Versicherungspflicht besteht allgemein für Alltagsbereiche, die besonderen Risiken unterliegen. Für den Betrieb von Lkws geht der Gesetzgeber – trotz gesellschaftlicher Duldung – von einer erhöhten Gefahr aus (Gefährdungshaftung). Ähnliche Grundsätze gelten für die Jagd, den Modellflugsport oder Wassersport.

Lkw Versicherung – der Kaskoschutz

Viele Versicherer bieten im Bereich der Versicherung von Lastkraftwagen heute Deckungssummen von mehreren Dutzend Millionen Euro an. Ein gängiges Absicherungsmodell besteht darin, alle Schadensarten zusammenzufassen und pauschal – beispielsweise mit 100 Mio. Euro - abzusichern.

  • Gerade der Personenschaden ist das Hauptrisiko im Straßenverkehr. Eine Lkw Versicherung sollte daher entsprechend hohe Schadenssummen für diese Bereich enthalten – und deutlich über der vorgeschriebenen Mindestdeckung liegen.

Wer kommt aber für Schäden am versicherten Lkw auf? Die Versicherung gegen Haftpflichtansprüche nicht. Halter eines Lkw haben die Möglichkeit, über den Kaskoschutz ein Sicherheitsnetz aufzubauen.

Die Teilkasko deckt beispielsweise:
  • Brand
  • Diebstahl
  • Unwetterschäden
  • Wildunfälle.

Als Rundumschutz anzusehen ist die Vollkaskoversicherung. Hier sind ergänzend noch Vandalismus und Unfallschäden am eigenen Fahrzeug versichert. Gerade für den Lkw-Halter sind diese Tarife eine sinnvolle Ergänzung, wenn der Lastzug im Ausland unterwegs ist. Anbauten und Truckerequipment sind schließlich teuer – und kann die Unternehmenskasse deutlich belasten.

Beitragsberechnung in der Lkw Versicherung

In der Autoversicherung sind vor allem Merkmale wie die Typklasse, Regionalklasse oder die Laufleistung entscheidend. Im Hinblick auf die Versicherung eines Lastzugs gelten etwas andere Grundsätze. Zwar greifen einige der Tarifierungsmerkmale auch hier. Aber:

Wer einen Lkw versichern will, muss auf folgendes achten:
  • Leistung
  • Nutzlastkapazität
  • Verwendung im Straßenverkehr
  • Aufbauart usw.

Es spielt also eine Rolle, ob der Lkw im Werkverkehr, im Güternahverkehr oder für Gefahrguttransporte eingesetzt wird.

  • Neben günstigen Schadenfreiheitsklassen kann sich auch die Wahl der Zahlweise auf die Prämienhöhe auswirken.

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