Die Erbpacht ist ein umgangssprachlicher Begriff für das Erbbaurecht. Dabei handelt es sich um eine Alternative zum Kauf oder der Miete eines Grundstücks.
Im Wesentlichen wird eine Nutzungsdauer über einen bestimmten Zeitraum vereinbart, in welcher eine Person auf einem Grundstück ein Gebäude errichten und nutzen darf. Oftmals bietet die Kirche an, deren Grundstücke auf der Basis des Erbbaurechts zu bebauen und zu bewohnen.

Lesen Sie weiter, wenn Sie erfahren möchten, was Sie dabei beachten müssen und, welche Vor- und Nachteile die Erbpacht von einer Kirche bietet.


Allgemeines zur Erbpacht

Beim Immobilienbau ist ein großer Kostenfaktor der Kauf eines Grundstücks. Es gibt die Möglichkeit, diese Ausgabe zu minimieren, indem man ein Grundstück pachtet. In diesem Zusammenhang spricht man vom Ebbaurecht bzw. von der Erbpacht. Das Grundstück wird dann Erbpachtgrundstück genannt.

  • Eine Alternative zum Kauf eines Grundstücks stellt das Ebbaurecht dar, welches auch Erbpacht genannt wird.

Das Prinzip ist einfach: Ein Grundstück wird auf eine lange Zeit hin gepachtet und in diesem Zeitraum kann der Pächter dieses Gebiet bebauen. Gerade die Kirche nutzt dieses Verfahren häufig.

Erbpacht Kirche

Neben den Kirchen sind Gemeinden oder Kommunen häufig Verpächter für Grundstücke, für die lediglich ein geringer Prozentsatz des eigentlichen Kaufpreises als Pacht fällig wird. Diese Kosten werden Erbbauzins genannt. Möchte man von der Erbpacht Gebrauch machen, muss man sich im Klaren darüber sein, dass man lediglich eine Immobilie erwirbt. Das Gründstück auf dem das Haus gebaut wird, gehört einem jedoch nicht.

Die Laufdauer der Erbpacht

Die Laufdauer der Erbpacht kann von 60 bis hin zu 99 Jahren andauern. In manchen Fällen ist auch eine Verlängerung möglich. Die Kirchen oder Gemeinden, welche öfters das Verfahren der Landpacht anbieten, stimmen einer Verlängerung in der Regel zu.

Auch wenn der Pächter nicht der reguläre Besitzer des Grundstücks ist, so hat er doch umfassende Rechte. Er darf das Grundstück bebauen, es vermieten oder das Erbbaurecht weiterverkaufen.

Grundstücke von der Kirche per Erbpacht

Verschiedene Gemeinden der Kirche bieten diese Art der Pacht bevorzugt an und bringen so Grundstücke auf den Markt. Dies ermöglicht angehenden Bauherren Flächen für das Eigenheim zu finden, in denen wenige freie Baugrundstücke zur Verfügung stehen. Auch bei der Verlängerung der Pacht bietet das Erbbaurecht mit der Kirche Vorteile. So wird diese in den meisten Fällen ohne Probleme nach Ablauf der Vertragslaufzeit genehmigt. Oftmals erhalten Familien mit vielen Kindern oder auch Behinderte finanzielle Vorteile.

Häufig gestellte Fragen zur Erbpacht von einer Kirche

Bei einer Erbpacht gibt es einen Verpächter eines Grundstücks. Dieses stellt er jemandem zur Verfügung, der eine Immobilie darauf bauen oder kaufen möchte. Wenn das zugehörige Grundstück nicht gekauft werden will oder kann, wird es gepachtet. Auch wenn die Immobilie dem Pächter gehört, ist er kein Besitzer der bebauten Fläche, diese steht ihm lediglich zur Nutzung fei, je nachdem wie lange der Erbpachtvertrag läuft.

Die Kirche kann als Erbverpächter dienen. D.h. das Grundstück, welches zur Erbpacht zur Verfügung gestellt wird, gehört zur Kirche.

Einzelnachweise und Quellen


  1. Gesetze im Internet: Erbbaurecht (Erbpacht) (ErbbauRG)