Personen, die ihren gewöhnlichen Aufenthalt im Zeitpunkt ihres Todes im Bereich des Amtsgerichts Apolda hatten, werden von der Nachlassabteilung des Amtsgerichts Apolda verwaltet.

Wenn die betroffenen Personen ein handgeschriebenes Testament verwahren wollen, liegt die Zuständigkeit bei diesem Amtsgericht Apolda. Am Nachlassgericht Apolda können Angehörige darüber hinaus die Ausstellung eines Erbscheins anfragen.

Nicht zuständig in bestimmten Fällen ist die Abteilung Nachlass des Amtsgerichts Apolda, auch wenn der Erblasser zuletzt dort wohnhaft gewesen ist. Soll ein Erbausschlag eingereicht werden, kann diese Erklärung auch durch die am Wohnort ansässigen Behörden betreut werden.

Unterlagen, die dafür notwendig sind, werden dann von dort an das zuständige Nachlassgericht des Erblassers weitergeleitet, nachdem sie beglaubigt wurden


Welche Aufgaben übernimmt das Nachlassgericht Apolda?

Nachlassgericht Apolda

Für fast alle Aufgaben, die im Zuge einer Erbschaft für die Erben bzw. den Erblasser anfallen, ist das Nachlassgericht Apolda zuständig. Die Erben tragen in der Regel auch die dafür anfallenden Kosten.

Hierzu gehören:

  • Verfügungseröffnung im Falle des Todes
  • Vollstreckung des Testaments
  • Verwalten des Erbes
  • Sichern von allen Dingen, die zum Nachlass gehören
  • Verfügungsverwahrung (im Todesfall)
  • Ermittlung der Erben
  • Erteilung von Testamentsvollstreckerzeugnissen

Nachlassgericht Apolda - Adressen und Kontaktdaten

LieferanschriftPostanschrift
Jenaer Straße 8
99510 Apolda
Postfach 11 65
99501 Apolda

Kontakt

Telefon-Nr.: 03644 50290
Fax: 03644 502933
Internetseite:thueringen.de/th4/olg

Welche Aufgaben hat das Amtsgericht Apolda außerdem?

Neben Nachlassangelegenheiten, fallen verschiedene weitere Tätigkeiten in den Zuständigkeitsbereich des Amtsgerichts Apolda. Der elektronische Rechtsverkehr wird noch für folgende andere Verfahren durch das Amtsgericht abgedeckt:

  • Familiensachen
  • Zivilverfahren
  • Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit

Fragen und Antworten zum Nachlassgericht Apolda

Der § 344 Abs. 7 FamFG legt fest, dass die nötigen Dokumente auch vom Nachlassgericht des Erben an das Nachlassgericht des Erblassers weitergeleitet werden können. Das persönliche Erscheinen ist also nicht notwendig.

Die Weiterleitung erfolgt, damit der Erbe es wesentlich einfacher hat, das Ausschlagen des Erbes durchzuführen.

In diesem Falle wird immer das Amtsgericht in Berlin Schöneberg für die Verwaltung des Falls zuständig.

Nach Einreichen eines Antrags auf einen Erbschein, kann das Nachlassgericht diesem nachkommen. Je nach Erbfall ist es unterschiedlich, wer den Antrag auf einen Erbschein stellen kann. So können sowohl Alleinerben als auch Miterben, Nacherben, Ersatzerben oder der Testamentsvollstrecker für die Beantragung der Erbscheinerteilung in Frage kommen.


Einzelnachweise

Gesetze im Internet: BGB § 2247 Eigenhändiges Testament »
dejure.org: § 344 FamFG Besondere örtliche Zuständigkeit »
Gesetze im Internet: GVG § 23a »