Personen, die ihren gewöhnlichen Aufenthalt im Zeitpunkt ihres Todes im Bereich des Amtsgerichts Apolda hatten, werden von der Nachlassabteilung des Amtsgerichts Apolda verwaltet.

Wenn die betroffenen Personen ein handgeschriebenes Testament verwahren wollen, liegt die Zuständigkeit bei diesem Amtsgericht Apolda. Am Nachlassgericht Apolda können Angehörige darüber hinaus die Ausstellung eines Erbscheins anfragen.

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Nicht zuständig in bestimmten Fällen ist die Abteilung Nachlass des Amtsgerichts Apolda, auch wenn der Erblasser zuletzt dort wohnhaft gewesen ist. Soll ein Erbausschlag eingereicht werden, kann diese Erklärung auch durch die am Wohnort ansässigen Behörden betreut werden.

Unterlagen, die dafür notwendig sind, werden dann von dort an das zuständige Nachlassgericht des Erblassers weitergeleitet, nachdem sie beglaubigt wurden.

Nachlassgericht Apolda - Adressen und Kontaktdaten

Amtsgericht Apolda
Jenaer Straße 8
99510 Apolda

Postfach 11 65
99501 Apolda

Telefon: 0361 57 35 22-900
Telefax: 0361 57 35 22-933
Internetseite: gerichte.thueringen.de/gerichte-in-thueringen/landgericht-erfurt/amtsgericht-apolda

Welche Aufgaben übernimmt das Nachlassgericht Apolda?

Für fast alle Aufgaben, die im Zuge einer Erbschaft für die Erben bzw. den Erblasser anfallen, ist das Nachlassgericht Apolda zuständig. Die Erben tragen in der Regel auch die dafür anfallenden Kosten.

Hierzu gehören:

  • Verfügungseröffnung im Falle des Todes
  • Vollstreckung des Testaments
  • Verwalten des Erbes
  • Sichern von allen Dingen, die zum Nachlass gehören
  • Verfügungsverwahrung (im Todesfall)
  • Ermittlung der Erben
  • Erteilung von Testamentsvollstreckerzeugnissen

Welche Aufgaben hat das Amtsgericht Apolda außerdem?

Neben Nachlassangelegenheiten, fallen verschiedene weitere Tätigkeiten in den Zuständigkeitsbereich des Amtsgerichts Apolda. Der elektronische Rechtsverkehr wird noch für folgende andere Verfahren durch das Amtsgericht abgedeckt:

  • Familiensachen
  • Zivilverfahren
  • Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit

Fragen und Antworten zum Nachlassgericht Apolda

Der § 344 Abs. 7 FamFG legt fest, dass die nötigen Dokumente auch vom Nachlassgericht des Erben an das Nachlassgericht des Erblassers weitergeleitet werden können. Das persönliche Erscheinen ist also nicht notwendig.

Die Weiterleitung erfolgt, damit der Erbe es wesentlich einfacher hat, das Ausschlagen des Erbes durchzuführen.

In diesem Falle wird immer das Amtsgericht in Berlin Schöneberg für die Verwaltung des Falls zuständig.

Nach Einreichen eines Antrags auf einen Erbschein, kann das Nachlassgericht diesem nachkommen. Je nach Erbfall ist es unterschiedlich, wer den Antrag auf einen Erbschein stellen kann. So können sowohl Alleinerben als auch Miterben, Nacherben, Ersatzerben oder der Testamentsvollstrecker für die Beantragung der Erbscheinerteilung in Frage kommen.


Einzelnachweise

  1. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz: Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) - § 2247 Eigenhändiges Testament »
  2. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz: Gesetz über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit (FamFG) - § 344 Besondere örtliche Zuständigkeit »
  3. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz: Gerichtsverfassungsgsetz - § 23a »

Haftungsausschluss: Wir übernehmen, trotz sorgfältiger Prüfung, keine Haftung für die Vollständigkeit, Richtigkeit oder Aktualität der hier dargestellten Informationen. Es werden keine Leistungen übernommen, die gemäß StBerG und RBerG Berufsträgern vorbehalten sind.