Für alle gemeldeten Personen, die zum Todeszeitpunkt im jeweiligen Bezirk des Amtsgerichts gewohnt haben, ist die Nachlassabteilung des Gerichts zuständig.

Das Nachlassgericht Augsburg nimmt Nachlassschreiben von Personen in Verwahrung. Erben können am Nachlassgericht Augsburg außerdem einen Antrag zur Ausfertigung eines Erbscheins einreichen.

Nicht alle Angelegenheiten, die den Nachlass betreffen, betreut das Nachlassgericht Augsburg. Die Erbausschlagung kann in manchen Fällen auch an dem Nachlassgericht durchgeführt werden, in dessen Bezirk die erklärende Person ihren gewöhnlichen Aufenthalt hat.

Die notwendigen Unterlagen werden von dort vom zuständigen Sachbearbeiter in öffentlich beglaubigter Form an das zuständige Nachlassgericht des Erblassers weitergeleitet.


Welche Funktionen übernimmt das Nachlassgericht Augsburg?

Nachlassgericht Augsburg

Der Nachlassabteilung eines Amtsgerichts obliegen viele Aufgaben, die in der Regel mit einer gewissen Gebühr verbunden sind

Fälle, die im Nachlassgericht Augsburg behandelt werden, sind zum Beispiel:

  • Vollstreckung eines Testaments
  • Verwaltung des Nachlasses
  • Eröffnen von Verfügungen
  • Erteilung von Erbscheinen
  • Testamentsvollstreckerzeugnisse
  • Erbenermittlung
  • Sicherung des Nachlasses

Nachlassgericht Augsburg - Adressen und Kontaktdaten

LieferanschriftPostanschrift
Am Alten Einlaß 1
86150 Augsburg

86142 Augsburg

Kontakt

Telefon-Nr.: 0821 3105-0
Fax: 0821 3105-1200
Website:justiz.bayern.de/gericht/ag/a

Zusätzliche Aufgaben beim Amtsgericht Augsburg

Im Amtsgericht Augsburg werden nicht nur Fälle, die den Nachlass betreffen, verwaltet.Folgende Verfahren werden rechtlichen ebenfalls vom Amtsgericht verwaltet:

  • Familiensachen
  • Grundbuchverfahren
  • Zivilverfahren

Die häufigsten Fragen zum Nachlassgericht Augsburg

Der § 344 Abs. 7 FamFG legt fest, dass die nötigen Dokumente auch vom Nachlassgericht des Erben an das Nachlassgericht des Erblassers weitergeleitet werden können. Das persönliche Erscheinen ist also nicht notwendig.

Die notwendigen Unterlagen werden vom Nachlassgericht, an dem die Erbausschlagung erklärt wurde, an das für den Erblasser zuständige Nachlassgericht weitergeleitet. Für den Erben entstehen demnach keine anreisebedingte Kosten.

Nach Einreichen eines Antrags auf einen Erbschein, kann ein Erbschein vom Nachlassgereicht ausgehändigt werden. Der Antrag zur Erteilung eines Erbscheins kann je nach den jeweiligen Rahmenbedingungen einer Erbschaft vom Alleinerben sowie den möglichen Mit-, Nach- oder Ersatzerben gestellt werden. Auch ein Testamentsvollstrecker ist dazu berechtigt, einen Erbscheinantrag vorzubringen.


Einzelnachweise

buzer.de: § 2247 - Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) »
buzer.de: § 344 - Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG) »
Gesetze im Internet: FamFG § 343 Örtliche Zuständigkeit »
buzer.de: § 23a - Gerichtsverfassungsgesetz (GVG) »