Für alle Personen, die zum Zeitpunkt ihres Todes im Bezirk des Amtsgerichtes Bad Kissingen wohnhaft waren, gilt, dass sie der Nachlassabteilung des Amtsgerichts Bad Kissingen in diesem Bezirk unterstellt sind.

Möchten Personen aus dem örtlichen Bezirk des Gerichtes ihr Testament in Verwahrung geben, können sie das Nachlassgericht Bad Kissingen aufsuchen. Zum Nachlass Berechtigte können am Nachlassgericht Bad Kissingen außerdem einen Antrag zur Erstellung eines Erbscheins einreichen.

In wenigen besonderen Einzelfällen liegt die jeweilige Zuständigkeit nicht beim Amtsgericht Bad Kissingen. Soll ein Erbe ausgeschlagen werden, kann die Person diesen Erbausschlag im Bezirk des Wohnorts einreichen und durchführen lassen.

Die Übermittlung der für eine Erbausschlagung erforderlichen beglaubigten Dokumente ist gesetzlich geregelt und wird vom Nachlassgericht des Erben an das Nachlassgericht des Erblassers vorgenommen.


Welche Aufgaben übernimmt das Nachlassgericht Bad Kissingen?

Nachlassgericht Bad Kissingen

Zu den Zuständigkeiten eines Nachlassgerichts gehören verschiedene Fälle, für die teilweise eine Gebühr entrichtet werden muss.

Hierzu gehören:

  • Sichern des Erbes
  • Alle Verfügungen bei einem Todesfall
  • Erteilung von Erbscheinen
  • Verwahren von Verfügungen im Todesfall
  • Erbenermittlung
  • Nachlassverwaltung
  • Testamentsvollstreckung
  • Erteilung von Testamentsvollstreckerzeugnissen

Nachlassgericht Bad Kissingen - Anfahrt und Kontaktadressen

LieferanschriftPostanschrift
Maxstraße 27
97688 Bad Kissingen
Postfach 11 20
97661 Bad Kissingen

Kontakt

Tel.: 0971 8208-0
Fax-Nr.: 0971 8208-101
Website:justiz.bayern.de/gericht/ag/kg

Amtsgericht Bad Kissingen - weitere Aufgabenfelder im Überblick

Das Amtsgericht regelt nicht nur den Nachlass, sondern ist ebenfalls zuständig für den elektronischen Rechtsverkehr in folgenden Bereichen:

  • Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit
  • Familiensachen
  • Zivilverfahren
  • Grundbuchverfahren

Nachlassgericht Bad Kissingen - Fragen und Antworten

Nachlassangelegenheiten, die die Erbausschlagung betreffen, können (gemäß § 344 Abs. 7 FamFG) am Wohnort der erklärenden Person in dem dafür zuständigen Nachlassgericht durchgeführt werden.

Alle erforderlichen Unterlagen werden vom Amtsgericht beglaubigt und an das Nachlassgericht des Erblassers übermittelt. Es muss dann keine umständliche Anreise durch den Erben erfolgen.

In diesem Fall ist das Nachlassgericht Berlin Schöneberg zuständig.

Ein Erbschein wird nur dann erforderlich und auch ausgestellt, insofern ein gültiger Antrag auf diesen Schein eingereicht wurde. Dieser Antrag auf einen Erbschein kann von folgenden Personen gestellt werden: Testamentsvollstrecker, alleinige Erben, Miterben, Nacherben und Ersatzerben.


Einzelnachweise

dejure.org: § 344 FamFG Besondere örtliche Zuständigkeit »
buzer.de: § 23a - Gerichtsverfassungsgesetz (GVG) »
dejure.org: § 343 (FamFG) Örtliche Zuständigkeit »