Für alle Personen, die zum Zeitpunkt des Todes im Bezirk des zuständigen Amtsgerichts Calw lebten, ist die Nachlassabteilung des Gerichts zuständig.

Diese Personen können ihr privatschriftliches Nachlassschreiben beim Nachlassgericht Calw hinterlegen. Angehörige des Erblassers können hier außerdem einen Erbschein beantragen.

Nicht zuständig in bestimmten Fällen ist die Abteilung Nachlass des Nachlassgericht Calw, auch wenn der Erblasser dort im Bezirk zuletzt gemeldet gewesen ist. Soll ein Erbe ausgeschlagen werden, kann die Person diesen Erbausschlag im Bezirk des Wohnorts einreichen und durchführen lassen.

Unterlagen, die dafür notwendig sind, werden dann von dort an das zuständige Nachlassgericht des Erblassers weitergeleitet, nachdem sie beglaubigt wurden


Welche Funktionen übernimmt das Nachlassgericht Calw?

Nachlassgericht Calw

Für fast alle Aufgaben, die im Zuge einer Erbschaft für die Erben bzw. den Erblasser anfallen, ist das Nachlassgericht Calw zuständig. Die Kosten müssen von den Erben getragen werden.

Hierzu gehören:

  • Verfügungen, die bis zum Todesfall verwahrt werden
  • Nachlasssicherung
  • Eröffnen von Verfügungen
  • Ermitteln der Erben
  • Vollstrecken von Testamenten
  • Erbscheinerteilung
  • Testamentsvollstreckerzeugnisse
  • Verwalten des Nachlasses

Nachlassgericht Calw - Anschrift und Service Nummern

LieferanschriftPostanschrift
Schillerstraße 11
75365 Calw

75363 Calw

Kontakt

Telefon-Nr.: 07051 1688-01
Fax-Nr.: 07051 1688-111
Homepage:amtsgericht-calw.de

Amtsgericht Calw - weitere Aufgabenfelder im Überblick

Neben Nachlassangelegenheiten, fallen verschiedene weitere Tätigkeiten in den Zuständigkeitsbereich des Amtsgerichts Calw. Der elektronische Rechtsverkehr wird noch für folgende andere Bereiche durch das Amtsgericht abgedeckt:

  • Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit
  • Strafverfahren
  • Familiensachen
  • Zivilverfahren

Nachlassgericht Calw - Fragen und Antworten

Der § 344 Abs. 7 FamFG legt fest, dass das Ausschlagen der Erbschaft auch am Amtsgericht des Erben erfolgen kann.

Dem Erben entstehen keine weiteren Kosten durch die Anmeldung zur Ausschlagung des Erbes am Wohnort des Erblassers. Stattdessen arbeiten die beiden Nachlassgerichte Hand in Hand und das Amtsgericht des Erben leitet alle Dokumente beglaubigt an das Amtsgericht des Verstorbenen weiter.

Das Amtsgericht in Berlin Schöneberg wird dann verantwortlich, wenn das örtliche Amtsgericht nicht gefunden werden kann.

Das Nachlassgericht erteilt nur dann einen Erbschein, wenn ein Grund dafür vorliegt und daraufhin ein entsprechender Antrag eingereicht wurde. Wer diesen Antrag stellen kann, ist vom individuellen Erbfall abhängig. Es können nämlich Miterben, Alleinerben, Ersatzerben oder auch der Vollstrecker des Testaments den Erbschein beantragen.


Einzelnachweise

Gesetze im Internet: FamFG § 344 Besondere örtliche Zuständigkeit »
Gesetze im Internet: GVG § 23a »
dejure.org: § 342 FamFG Begriffsbestimmung »