Für alle Personen, die zum Zeitpunkt des Todes im Bezirk des zuständigen Amtsgerichts Crailsheim lebten, gilt, dass sie der Nachlassabteilung des Amtsgerichts Crailsheim in diesem Gebiet unterstellt sind.

Diese Personen können ihr handschriftliches Nachlassschreiben beim Nachlassgericht Crailsheim hinterlegen. Die Angehörigen des Verstorbenen können hier die Ausstellung eines Erbscheins beantragen.

Angelegenheiten, die den Nachlass betreffen, werden nicht alle vom Nachlassgericht Crailsheim verwaltet. Für eine Ausschlagung der Erbschaft etwa, kann das Nachlassgericht am Aufenthaltsort der Person, die die Erklärung einreicht, zuständig sein.

Die für eine Erbausschlagung erforderlichen Dokumente werden nach Prüfung und Beglaubigung vom Nachlassgericht des Erben regulär an das Nachlassgericht des Erblassers weitergeleitet.


Welche Verantwortungen hat das Nachlassgericht Crailsheim?

Nachlassgericht Crailsheim

Für fast alle Aufgaben, die im Zuge einer Erbschaft für die Erben bzw. den Erblasser anfallen, ist das Nachlassgericht Crailsheim zuständig. Die Kosten müssen von den Erben getragen werden.

Zu den Aufgaben zählen:

  • Alle Verfügungen bei einem Todesfall
  • Nachlassverwaltung
  • Nachlasssicherung
  • Erbenermittlung
  • Verfügungen im Todesfall

Nachlassgericht Crailsheim - Anfahrt und Kontaktadressen

LieferanschriftPostanschrift
Schloßplatz 1
74564 Crailsheim
Schloßplatz 1
74564 Crailsheim

Kontakt

Telefon-Nr.: 07951 401-0
Fax-Nummer: 07951 401-5307
Homepage:amtsgericht-crailsheim.de

Amtsgericht Crailsheim - weitere Aufgabenfelder im Überblick

Im Amtsgericht Crailsheim werden nicht nur Fälle, die den Nachlass betreffen, verwaltet.In folgenden Bereichen ist das Gericht für den elektronischen Rechtsverkehr zuständig:

  • Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit
  • Zivilverfahren
  • Familiensachen
  • Strafverfahren

Fragen und Antworten zum Nachlassgericht Crailsheim

Der § 344 Abs. 7 FamFG legt fest, dass die nötigen Dokumente auch vom Nachlassgericht des Erben an das Nachlassgericht des Erblassers weitergeleitet werden können. Das persönliche Erscheinen ist also nicht notwendig.

Die beglaubigten Dokumente werden an das zuständige Nachlassgericht weitergeleitet, sodass eine gegebenfalls zeit- und kostenintensive Anreise in der Regel nicht erforderlich ist.

Ein Erbschein wird nur vom zuständigen Nachlassgericht ausgehändigt, wenn vorab ein entsprechender gültiger Antrag eingereicht wurde. Der Antrag zur Erteilung eines Erbscheins kann je nach den jeweiligen Rahmenbedingungen einer Erbschaft vom Alleinerben sowie den möglichen Mit-, Nach- oder Ersatzerben gestellt werden. Die Berechtigung für solche einen Antrag auf einen Erbschein kann auch vom Vollstrecker des Testaments erfolgen.


Einzelnachweise

buzer.de: § 2247 - Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) »
Gesetze im Internet: FamFG § 343 Örtliche Zuständigkeit »
buzer.de: § 344 - Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG) »
buzer.de: § 23a - Gerichtsverfassungsgesetz (GVG) »
buzer.de: § 342 - Gesetz über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit (FamFG) »