Alle gemeldeten Personen werden von der Abteilung Nachlass des Amtsgerichts Eisleben betreut, die vor ihrem Tod zuletzt im Bezirk des Gerichtes wohnten.

Das Nachlassgericht Eisleben nimmt Testamente der Bürger in Verwahrung. Die Angehörigen des Verstorbenen können hier außerdem einen Erbschein beantragen.

Die Nachlassabteilung des Amtsgerichtes Eisleben ist in bestimmten Fällen nicht zuständig. Für die Ausschlagung der Erbschaft etwa, kann das Nachlassgericht am Wohnort der Person, die die Erklärung einreicht, aufgesucht werden.

Die Übermittlung der für eine Erbausschlagung erforderlichen beglaubigten Dokumente ist gesetzlich geregelt und wird vom Nachlassgericht des Erben an das Nachlassgericht des Erblassers vorgenommen.


Welche Funktionen übernimmt das Nachlassgericht Eisleben?

Nachlassgericht Eisleben

Im Zuge einer Erbschaft fallen für die Erben Aufgaben an, für die fast ausnahmslos das Nachlassgericht Eisleben zuständig ist. Die Erben tragen in der Regel auch die dafür anfallenden Kosten.

Aufgaben, die in den Bereich des Nachlassgerichts Eisleben fallen, sind zum Beispiel:

  • Erteilung von Erbscheinen
  • Vollstrecken von Testamenten
  • Erbenermittlung
  • Verfügungen, die bis zum Todesfall verwahrt werden
  • Nachlasssicherung
  • Verfügungseröffnung im Falle des Todes
  • Verwalten des Nachlasses
  • Erteilung von Testamentsvollstreckerzeugnissen

Nachlassgericht Eisleben - Anfahrt und Kontaktadressen

LieferanschriftPostanschrift
Friedensstraße 40
6295 Lutherstadt Eisleben
Friedensstraße 40
6295 Lutherstadt Eisleben

Kontakt

Tel.: 03475 6576
Fax-Nr.: 03475 696689
Homepage: ag-eil.sachsen-anhalt.de

Amtsgericht Eisleben - weitere Aufgabenbereiche

Das Amtsgericht regelt nicht nur den Nachlass im Todesfall, sondern kümmert sich auch um die rechtlichen Angelegenheiten folgender Bereiche:

  • Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit
  • Zivilverfahren
  • Familiensachen

Die häufigsten Fragen zum Nachlassgericht Eisleben

Wenn das Erbe ausgeschlagen werden soll, kann das (gemäß § 344 Abs. 7 FamFG) am Amtsgericht beziehungsweise Nachlassgericht der das Erbe ausschlagenden Person eingereicht werden.

Die Nachlassabteilung des Amtsgerichts im Bezirk des Erben kümmert sich um die Beglaubigung und Weiterleitung der erforderlichen Dokumente. Der Erbe muss somit nicht persönlich beim Amtsgericht des Erblassers erscheinen.

Vom Amtsgericht wird ein Erbschein nur dann erteilt, wenn auch ein Antrag darauf gestellt wurde. Dieser Antrag kann vom Alleinerben, von möglichen Miterben, Nach- oder Ersatzerben sowie vom Testamentsvollstrecker gestellt werden.


Einzelnachweise

Gesetze im Internet: GVG § 23a »
dejure.org: § 2247 BGB Eigenhändiges Testament »
Gesetze im Internet: FamFG § 344 Besondere örtliche Zuständigkeit »