Betroffene Personen, die vor ihrem Tod im Bereich des Amtsgerichts Gelnhausen wohnten, werden von der Nachlassabteilung des Amtsgerichts Gelnhausen verwaltet.

Wenn die betroffenen Personen ein handgeschriebenes Testament verwahren wollen, können sie sich an das Nachlassgericht Gelnhausen wenden. Am Nachlassgericht Gelnhausen können Angehörige darüber hinaus die Ausstellung eines Erbscheins anfragen.

Nicht alle Angelegenheiten, die den Nachlass betreffen, betreut das Nachlassgericht Gelnhausen. Soll ein Erbe ausgeschlagen werden, kann die Person diesen Erbausschlag im Bezirk des Wohnorts einreichen und durchführen lassen.

Unterlagen, die dafür notwendig sind, werden dann von dort an das zuständige Nachlassgericht des Erblassers weitergeleitet, nachdem sie beglaubigt wurden


Welche Aufgaben übernimmt das Nachlassgericht Gelnhausen?

Nachlassgericht Gelnhausen

Für fast alle Aufgaben, die im Zuge einer Erbschaft für die Erben bzw. den Erblasser anfallen, ist das Nachlassgericht Gelnhausen zuständig. Kosten, die dabei anfallen, müssen von den Erben getragen werden.

Aufgaben, die in den Bereich des Nachlassgerichts Gelnhausen fallen, sind zum Beispiel:

  • Ausstellung von Erbscheinen
  • Verfügungen im Todesfall
  • Erteilen von Testamentsvollstreckerzeugnissen
  • Verfügungseröffnung im Falle des Todes
  • Verwalten des Nachlasses

Nachlassgericht Gelnhausen - Anfahrt und Kontaktadressen

LieferanschriftPostanschrift
Philipp-Reis-Straße 9
63571 Gelnhausen
Philipp-Reis-Straße 9
63571 Gelnhausen

Kontakt

Telefon-Nr.: 06051 829-0
Fax-Nr.: 0611 32761 8075
Webseite: ag-gelnhausen.justiz.hessen.de

Zusätzliche Aufgaben beim Amtsgericht Gelnhausen

Rechtsverkehr, der elektronisch abgewickelt werden kann, wird ebenfalls von diesem Amtsgericht übernommen:

  • Familiensachen
  • Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit

Fragen und Antworten zum Nachlassgericht Gelnhausen

Angelegenheiten des Nachlasses, die das Ausschlagen des Erbes betreffen, können (gemäß § 344 Abs. 7 FamFG) am Wohnort der erklärenden Person in dem dafür zuständigen Nachlassgericht durchgeführt werden.

Dem Erben entstehen keine weiteren Kosten durch die Anmeldung zur Ausschlagung des Erbes am Wohnort des Erblassers. Stattdessen arbeiten die beiden Nachlassgerichte Hand in Hand und das Amtsgericht des Erben leitet alle Dokumente beglaubigt an das Amtsgericht des Verstorbenen weiter.

Ein Nachlassgericht ist dann für diesen Fall zuständig: Das Amtsgericht in Berlin Schöneberg.

Ein Erbschein wird vom Nachlassgericht nur dann erteilt, wenn ein entsprechender Antrag eingereicht wurde. Der Antrag zur Erteilung eines Erbscheins kann je nach den jeweiligen Rahmenbedingungen einer Erbschaft vom Alleinerben sowie den möglichen Mit-, Nach- oder Ersatzerben gestellt werden. Auch ein Testamentsvollstrecker ist dazu berechtigt, einen Erbscheinantrag vorzubringen.


Einzelnachweise

dejure.org: § 2247 BGB Eigenhändiges Testament »
Gesetze im Internet: FamFG § 342 Begriffsbestimmung »
dejure.org: Gerichtsverfassungsgsetz § 23a »