Personen, die zum Todeszeitpunkt im Bezirk des Amtsgerichts Göppingen lebten, betreut die Abteilung Nachlass des Amtsgerichts Göppingen (ID: B2803).

Diese Personen können ihr von Hand geschriebenes Nachlassschreiben beim Nachlassgericht Göppingen hinterlegen. Am Nachlassgericht Göppingen können die Erben darüber hinaus die Ausstellung eines Erbscheins anfragen.

Angelegenheiten, die den Nachlass betreffen, werden nicht alle vom Amtsgericht Göppingen verwaltet. Für die Ausschlagung der Erbschaft etwa, kann das Nachlassgericht am Aufenthaltsort der Person, die die Erklärung einreicht, zuständig sein.

Die Weitergabe der erforderlichen Dokumente an das Nachlassgericht des Erblassers für verschiedene Erklärungen ist für das Nachlassgericht des Erben obligatorisch.


Welche Funktionen übernimmt das Nachlassgericht Göppingen?

Nachlassgericht Göppingen

Die Erfüllung einer Vielzahl von in der Regel gebührenpflichtigen Aufgaben obliegt der Nachlassabteilung des Amtsgerichtes Göppingen

Einige Aufgaben des Nachlassgerichts Göppingen auf einen Blick:

  • Vollstreckung des Testaments
  • Erbenermittlung
  • Verwaltung des Nachlasses
  • Alle Verfügungen bei einem Todesfall
  • Erteilen von Testamentsvollstreckerzeugnissen
  • Verwahrung von Verfügungen

Nachlassgericht Göppingen - Anfahrt und Kontaktadressen

LieferanschriftPostanschrift
Schlossplatz 1
73033 Göppingen
Postfach 1 40
73001 Göppingen

Kontakt

Telefon-Nr.: 07161 63-0
Fax-Nr.: 07161 63-2429
Homepage:amtsgericht-goeppingen.de

Welche Aufgaben hat das Amtsgericht Göppingen außerdem?

Das Amtsgericht Göppingen verwaltet nicht nur den Nachlass bei einem Todesfall.In folgenden Bereichen ist das Gericht für den elektronischen Rechtsverkehr zuständig:

  • Zivilverfahren
  • Strafverfahren
  • Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit

Nachlassgericht Göppingen - häufige Fragen

Angelegenheiten des Nachlasses, die das Ausschlagen des Erbes betreffen, können (gemäß § 344 Abs. 7 FamFG) am Nachlassgericht im Bezirk des gewöhnlichen Aufenthalts der erklärenden Person vorgenommen werden.

Die beglaubigten Dokumente werden an das zuständige Nachlassgericht weitergeleitet, sodass ein gesondertes Erscheinen mit erforderlichen Dokumenten durch den Erben nicht mehr nötig ist.

Das Nachlassgericht erteilt nur dann einen Erbschein, wenn ein Grund dafür vorliegt und daraufhin ein entsprechender Antrag eingereicht wurde. Die Erstellung eines Antrags liegt nicht nur bei einer Person des Nachlassverfahrens. Die alleinigen Erben, die Miterben, die Nacherben oder auch andere Personen sind dazu berechtigt. Der Antrag auf einen Erbschein kann auch vom Testamentsvollstrecker erfolgen.


Einzelnachweise

dejure.org: § 343 (FamFG) Örtliche Zuständigkeit »
Gesetze im Internet: GVG § 23a »
dejure.org: § 344 FamFG Besondere örtliche Zuständigkeit »
dejure.org: § 342 FamFG Begriffsbestimmung »