Für alle Personen, die zum Zeitpunkt des Todes im Bezirk des zuständigen Amtsgerichts Mönchengladbach lebten, gilt, dass Sie von der Nachlassabteilung des Amtsgericht Mönchengladbach betreut werden.

Diese Personen können ihr privatschriftliches Testament beim Nachlassgericht Mönchengladbach in Verwahrung geben. Die Angehörigen des Verstorbenen können hier außerdem einen Erbschein beantragen.

Die Nachlassabteilung des Amtsgerichtes Mönchengladbach ist in bestimmten Fällen nicht zuständig. So kann die Erbausschlagung zum Beispiel auch am Nachlassgericht vorgenommen werden, in dessen Bezirk die erklärende Person ihren gewöhnlichen Aufenthalt hat.

Die notwendigen Unterlagen werden von dort von einem Sachbearbeiter in öffentlich beglaubigter Form an das zuständige Nachlassgericht des Erblassers weitergeleitet.


Welche Verantwortungen hat das Nachlassgericht Mönchengladbach?

Nachlassgericht Mönchengladbach

Die auf die Erben zukommenden Aufgaben verbunden mit einer Erbschaft, werden fast ausnahmslos vom Nachlassgericht Mönchengladbach betreut. Die Erben tragen in der Regel auch die dafür anfallenden Kosten.

Hierzu gehören:

  • Vollstrecken von Testamenten
  • Verwaltung des Nachlasses
  • Erteilen von Testamentsvollstreckerzeugnissen
  • Nachlasssicherung
  • Erbscheinausstellung
  • Ermitteln der Erben
  • Alle Verfügungen bei einem Todesfall
  • Verwahrung von Verfügungen

Nachlassgericht Mönchengladbach - Adressen und Kontaktdaten

LieferanschriftPostanschrift
Hohenzollernstraße 157
41061 Mönchengladbach
Postfach 10 16 20
41016 Mönchengladbach

Kontakt

Tel.-Nr.: 02161 276-0
Fax-Nr.: 02161 276-488
Internetseite:ag-moenchengladbach.nrw.de

Weitere Aufgaben des Amtsgerichts Mönchengladbach

Das Amtsgericht betreut nicht nur Fälle des Nachlasses für Erben und Erblasser, sondern kümmert sich auch um den Rechtsverkehr folgender Verfahren:

  • Familiensachen
  • Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit

Die häufigsten Fragen zum Nachlassgericht Mönchengladbach

Soll das Erbe ausgeschlagen werden, kann das (gemäß § 344 Abs. 7 FamFG) am Amtsgericht beziehungsweise Nachlassgericht der das Erbe ausschlagenden Person eingereicht werden.

Das Nachlassgericht am Wohnbezirk des Erben übermittelt die erforderlichen Unterlagen in beglaubigter Form an das Nachlassgericht, welches für den Erblasser zuständig ist. Mögliche Anreisekomplikationen können somit umgangen werden.

Das Nachlassgericht Berlin Schöneberg gilt immer dann als zuständig, wenn das örtlich zuständige Nachlassgericht nicht ermittelt werden konnte.

Vom Amtsgericht wird ein Erbschein nur dann erteilt, wenn ein entsprechender Antrag eingereicht wurde. Dieser Antrag kann vom Alleinerben, von möglichen Miterben, Nach- oder Ersatzerben sowie vom Testamentsvollstrecker gestellt werden.


Einzelnachweise

Gesetze im Internet: FamFG § 342 Begriffsbestimmung »
dejure.org: § 343 (FamFG) Örtliche Zuständigkeit »
buzer.de: § 23a - Gerichtsverfassungsgesetz (GVG) »
dejure.org: § 2247 BGB Eigenhändiges Testament »
Gesetze im Internet: FamFG § 344 Besondere örtliche Zuständigkeit »