Personen, die zum Todeszeitpunkt im Bezirk des Amtsgerichts Neu-Ulm lebten, sind der Nachlassabteilung des Amtsgerichts Neu-Ulm zugeteilt.

Wenn Personen ein handgeschriebenes Testament verwahren wollen, können sie sich an das Nachlassgericht Neu-Ulm wenden. Erben können am Nachlassgericht Neu-Ulm zudem einen Antrag zur Ausfertigung eines Erbscheins einreichen.

Nicht für alle Angelegenheiten den Nachlass betreffend ist das Nachlassgericht Neu-Ulm (Bayern) zuständig. Für eine Ausschlagung der Erbschaft etwa, kann das Nachlassgericht im Einzugsgebiet der Person, die die Erklärung einreicht, zuständig sein.

Das für den Erben örtlich zuständige Nachlassgericht ist dazu angehalten, die benötigten, beglaubigten Dokumente an das für den Erblasser zuständige Nachlassgericht weiterzugeben


Welche Aufgaben übernimmt das Nachlassgericht Neu-Ulm?

Nachlassgericht Neu-Ulm

Das Nachlassgericht übernimmt Aufgaben verschiedener Art, die oft mit Gebühren verbunden sind.

Folgende Aufgaben übernimmt das Nachlassgericht als Amtsgericht Neu-Ulm:

  • Vollstreckung des Testaments
  • Sichern des Erbes
  • Erteilen von Testamentsvollstreckerzeugnissen
  • Eröffnen von Verfügungen
  • Erbenermittlung

Nachlassgericht Neu-Ulm - Adressen und Kontaktdaten

LieferanschriftPostanschrift
Schützenstraße 60
89231 Neu-Ulm
Postfach 23 40
89213 Neu-Ulm

Kontakt

Tel.-Nr.: 0731 70793-0
Fax-Nr.: 0731 70793-111
Website:justiz.bayern.de/gericht/ag/nu

Zusätzliche Aufgaben beim Amtsgericht Neu-Ulm

Rechtsverkehr, der elektronisch abgewickelt werden kann, wird ebenfalls von diesem Amtsgericht übernommen:

  • Grundbuchverfahren
  • Strafverfahren

Fragen und Antworten zum Nachlassgericht Neu-Ulm

Nachlassangelegenheiten, die die Erbausschlagung betreffen, können (gemäß § 344 Abs. 7 FamFG) am Wohnort der erklärenden Person in dem dafür zuständigen Nachlassgericht durchgeführt werden.

Die notwendigen Unterlagen werden vom Nachlassgericht, an dem die Erbausschlagung erklärt wurde, an das für den Erblasser zuständige Nachlassgericht weitergeleitet. Für den Erben entstehen demnach keine anreisebedingte Kosten.

Das Nachlassgericht Berlin Schöneberg gilt immer dann als zuständig, wenn das örtlich zuständige Nachlassgericht nicht ermittelt werden konnte.

Vom Amtsgericht wird ein Erbschein nur dann erteilt, wenn auch ein Antrag darauf gestellt wurde. Es kann unterschiedliche Fälle geben, nach denen der Erbschein beantragt wird. Es können nämlich Miterben, Alleinerben, Ersatzerben oder auch der Vollstrecker des Testaments den Erbschein beantragen.


Einzelnachweise

dejure.org: § 344 FamFG Besondere örtliche Zuständigkeit »
dejure.org: § 342 FamFG Begriffsbestimmung »
dejure.org: § 2247 BGB Eigenhändiges Testament »