Für alle betroffenen Personen zuständig ist die Nachlassabteilung des Amtsgerichts Neuwied, die beim Todeszeitpunkt im zuständigen Gerichtsbezirks lebten. Diese Personen können ihr von Hand geschriebenes Nachlassschreiben beim Nachlassgericht Neuwied in Verwahrung geben. Zum Nachlass Berechtigte können am Nachlassgericht Neuwied außerdem einen Antrag zur Ausfertigung eines Erbscheins einreichen.

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In bestimmten Fällen ist die Nachlassabteilung des Amtsgerichts Neuwied nicht zuständig. Soll eine Ausschlagung des Erbes erfolgen, kann die Person diesen Erbausschlag im Bezirk des Wohnorts einreichen und durchführen lassen.

Das für den Erben örtlich zuständige Nachlassgericht ist dazu angehalten, die benötigten, beglaubigten Dokumente an das für den Erblasser zuständige Nachlassgericht weiterzugeben.

Nachlassgericht Neuwied - Anschrift und Service

Amtsgericht Neuwied
Hermannstraße 39
56564 Neuwied

Postfach
56562 Neuwied

Telefon-Nr.: 02631 8999-0
Fax-Nummer: 02631 8999-200
Internetseite: www.agnr.justiz.rlp.de

Welche Verantwortungsbereiche hat das Nachlassgericht Neuwied?

Die auf die Erben zukommenden Aufgaben verbunden mit einer Erbschaft, werden fast ausnahmslos vom Nachlassgericht Neuwied betreut. Kosten, die dabei anfallen, müssen von den Erben getragen werden.

Einige Aufgaben des Nachlassgerichts Neuwied auf einen Blick:

  • Verwahren von Verfügungen im Todesfall
  • Eröffnung von Verfügungen im Falle des Todes
  • Nachlassverwaltung
  • Vollstreckung eines Testaments
  • Ermittlung der Erben
  • Sicherung des Nachlasses
  • Erbscheinerteilung
  • Erteilung von Testamentsvollstreckerzeugnissen

Amtsgericht Neuwied - weitere Aufgabenbereiche

Das Amtsgericht betreut nicht nur Fälle des Nachlasses für Erben und Erblasser, sondern kümmert sich auch um die rechtlichen Angelegenheiten folgender Bereiche:

  • Strafverfahren
  • Familiensachen
  • Grundbuchverfahren

Die häufigsten Fragen zum Nachlassgericht Neuwied

Der § 344 Abs. 7 FamFG legt fest, dass die nötigen Dokumente auch vom Nachlassgericht des Erben an das Nachlassgericht des Erblassers weitergeleitet werden können. Das persönliche Erscheinen ist also nicht notwendig.

Die beglaubigten Dokumente werden an das zuständige Nachlassgericht weitergeleitet, sodass der Erbe es wesentlich einfacher hat, das Ausschlagen des Erbes durchzuführen.

Ein Nachlassgericht ist dann für diesen Fall zuständig: Das Amtsgericht in Berlin Schöneberg.

Sollte man einen Erbschein benötigen, wenn ein entsprechender Antrag eingereicht wurde. Dieser Antrag kann vom Alleinerben, von möglichen Miterben, Nach- oder Ersatzerben sowie vom Testamentsvollstrecker gestellt werden.


Einzelnachweise

  1. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz: Gesetz über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit (FamFG) - § 342 Begriffsbestimmung »
  2. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz: Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) - § 2247 Eigenhändiges Testament »
  3. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz: Gesetz über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit (FamFG) - § 343 Örtliche Zuständigkeit »
  4. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz: Gerichtsverfassungsgesetz - § 23a »

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