Für alle gemeldeten Personen, die zum Todeszeitpunkt im jeweiligen Bezirk des Amtsgerichts gewohnt haben, gilt, dass sie der Nachlassabteilung des Amtsgerichts Sömmerda in diesem Bereich unterstellt sind.

Diese Personen können ihr privatschriftliches Nachlassschreiben beim Nachlassgericht Sömmerda hinterlegen. Zum Nachlass Berechtigte können am Nachlassgericht Sömmerda außerdem einen Antrag zur Ausfertigung eines Erbscheins einreichen.

In bestimmten Fällen ist die Nachlassabteilung des Amtsgerichts Sömmerda nicht zuständig. Für die Ausschlagung der Erbschaft etwa, kann auch das Nachlassgericht am gewöhnlichen Aufenthalt der erklärenden Person aufgesucht werden.

Die beglaubigten Unterlagen, die für alle Erklärungen notwendig sind, werden an das entsprechend zuständige Nachlassgericht Sömmerda weitergeleitet.


Welche Funktionen übernimmt das Nachlassgericht Sömmerda?

Nachlassgericht Sömmerda

Im Zuge einer Erbschaft fallen für die Erben Aufgaben an, für die fast ausnahmslos das Nachlassgericht Sömmerda zuständig ist. Kosten, die dabei anfallen, müssen von den Erben getragen werden.

Zu den Aufgaben zählen:

  • Verfügungseröffnung im Todesfall
  • Erteilen von Erbscheinen
  • Nachlassverwaltung
  • Verwahren von Verfügungen im Todesfall
  • Vollstreckung des Testaments
  • Ermittlung der Erben
  • Nachlasssicherung

Nachlassgericht Sömmerda - Adressen und Kontaktdaten

LieferanschriftPostanschrift
Weissenseer Straße 52
99610 Sömmerda
Postfach 11 47
99601 Sömmerda

Kontakt

Telefon-Nr.: 03634 37070
Fax-Nummer: 03634 370740
Homepage: thueringen.de/th4/olg

Weitere Aufgaben des Amtsgerichts Sömmerda

Rechtsverkehr, der elektronisch abgewickelt werden kann, wird ebenfalls von diesem Amtsgericht übernommen:

  • Zivilverfahren
  • Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit
  • Familiensachen

Fragen und Antworten zum Nachlassgericht Sömmerda

Laut § 344 Abs. 7 FamFG werden die erforderlichen beglaubigten Dokumente auch von der Nachlassabteilung des Amtsgericht der ausschlagenden Person an das zuständige Amtsgericht des Erblassers weitergeleitet.

Die beglaubigten Dokumente werden an das zuständige Nachlassgericht weitergeleitet, sodass eine gegebenfalls zeit- und kostenintensive Anreise in der Regel nicht erforderlich ist.

Nur nach Einreichen eines entsprechenden Antrags auf einen Erbschein, kann ein Erbschein vom Amtsgericht ausgestellt werden. Dieser Antrag auf einen Erbschein kann von folgenden Personen gestellt werden: Testamentsvollstrecker, alleinige Erben, Miterben, Nacherben und Ersatzerben.


Einzelnachweise

dejure.org: § 343 (FamFG) Örtliche Zuständigkeit »
Gesetze im Internet: GVG § 23a »
Gesetze im Internet: FamFG § 344 Besondere örtliche Zuständigkeit »