Seit seiner Gründung hat sich das Unternehmen Uber weltweit zu einer ernstzunehmenden Konkurrenz für Taxiunternehmen entwickelt. Auch in Deutschland kann man Uber Fahrer werden, muss aber bestimmte Voraussetzungen erfüllen, die auch aufgrund von Gerichtsverfahren notwendig sind. Wer diese erfüllt, kann sich mit Uber jedoch einen flexiblen Neben- oder Hauptverdienst von ca. 10 bis 30 Euro die Stunde sichern.

Uber Fahrer werden - Verdienst

Als großer Vorteil wird von Uber Fahrern oft angeführt, dass sie sich ihre Dienstzeiten frei einteilen können, zumindest, solange sie nicht für ein Unternehmen fahren. Wer Uber Fahrer werden möchte, der kann wählen, ob er diese Tätigkeit in Vollzeit ausübt oder sich mit einer Teilzeitbeschäftigung zufrieden gibt. Diese grundlegende Wahl hat natürlich Auswirkungen auf den Verdienst, denn wer nur nebenbei Geld verdienen will, der wird weniger Zeit aufwenden und dadurch weniger Touren übernehmen.

Uber Verdienstrechner

Was den Nettoverdienst betrifft, so kann man mit einem praktischen Beispiel zeigen, was von den Einnahmen einer fahrt für den Uber Fahrer übrigbleibt.

  • Für die Strecke von der Berliner Friedrichstraße (Ausgangspunkt Checkpoint Charlie) bis zum Flughafen Schönefeld zahlt man bei Uber etwa 40 Euro. Geht man von einer Vermittlungsgebühr von 20 Prozent aus, bleiben 32 Euro übrig. Da man ein Gewerbe betreibt, muss man Umsatzsteuer berechnen. Bei weniger als 50 Kilometer Strecke werden 7 Prozent fällig, bei einer Distanz von mehr als 50 Kilometer müssen 19 Prozent berechnet werden. Auch andere Abgaben sind noch zu berücksichtigen (z. B. für Versicherungen).

Der durchschnittliche Verdienst von Uber Fahrern ist von Land zu Land sehr unterschiedlich. Verdient man in Großbritannien durchschnittlich nur etwa 9,23 Euro (was dem Mindestlohn dort entspricht), so liegt der Lohn in der Schweiz bei deutlich höheren 20,50 Euro.

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Wie kann ich Uber Fahrer werden?

Für Uber kann man prinzipiell als ganztags Beschäftigter fahren oder ab und zu Fahrdienste zur Aufbesserung des Verdienstes übernehmen. Bisher war es in Deutschland möglich, sich durch Anmeldung beim Unternehmen Uber als Fahrer registrieren zu lassen und durch Mitnahme von Fahrgästen Einnahmen zu generieren. Durch entsprechende Gerichtsurteile ist es zumindest Deutschland nicht mehr ganz so einfach, als Partner von Uber zu arbeiten.

  • Im Gegensatz zu einem Taxifahrer hat jeder, der Uber Fahrer werden möchte, den großen Vorteil, dass er keine Ortskenntnisprüfung ablegen und auch keine spontanen Überprüfungen fürchten muss. Die Dienstleistungen von Unternehmen wie Uber unterliegen in vielen Ländern keiner Regulierung. Es gibt zwar die Rückkehrpflicht, allerdings wird diese oft nicht beachtet und nur selten geahndet.

Uber Fahrer werden - Voraussetzungen

Um Uber Fahrer werden zu können, muss man nicht nur mindestens 21 Jahre alt sein, sondern auch verschiedene Schritte unternehmen, die man zum Teil über das Internet erledigen kann. Folgende Vorgehensweise ist möglich:

  1. Online-Registrierung bei Uber
  2. Hochladen notwendiger Dokumente (Fahrzeugkonzession, Gewerbeschein oder Handelsregisterauszug, Personenbeförderungsschein, Profilfoto)
  3. Angaben zum Fahrzeug (Konzession für gewerbliche Personenbeförderung, mindestens 2-Türer, gewerblicher Versicherungsschutz, guter Zustand)
  4. Persönliche Beratung im Greenlight-Center vor Ort in Berlin, München, Düsseldorf, Frankfurt, Köln, Hamburg oder Stuttgart (hier wird der Account aktiviert)
  5. Aufnahme der Tätigkeit nach Erteilung der Umsatzsteuernummer

Uber Fahrer werden - Steuern

Wer Uber Fahrer werden und nebenbei Geld verdienen möchte, der muss steuerrechtliche Aspekte beachten. Fall man nämlich mit der Beförderung von Personen regelmäßige Einnahmen als Uber Fahrer generiert, müssen diese Einnahmen versteuert werden. Zudem muss man als Fahrer eine Provision in Höhe von ca. 20 Prozent des Fahrpreises an Uber zahlen, sozusagen als Vermittlungsgebühr und als Preis für die Verwendung der App.

Es ist ratsam, die steuerrechtlich relevanten Vorgaben strikt einzuhalten, da Zuwiderhandlungen empfindliche Strafen nach sich ziehen können. Das beginnt mit der Notwendigkeit eines Personenbeförderungsscheins und erstreckt sich bis hin zu einer korrekt erstellten Einkommenssteuererklärung. Vor allem sollte man sich darüber informieren, ab wann man ein Gewerbe anmelden muss.

  • Weitere Informationen zum Thema Umsatzsteuer erhalten Sie hier.
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Quellen


  1. Tercek, Robert: Vaporisiert: Solide Strategien für Erfolg in einer dematerialisierten Welt »
  2. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz: Personenbeförderungsgesetz (PBefG) »

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