Bei vielen Menschen ist der 31.Mai eines jeden Jahres der Stichtag in Bezug auf die Abgabe einer Steuererklärung ist.

Allerdings gilt diese Frist gilt zwingend für Unternehmen, nicht jedoch für die meisten Privatpersonen.


Abgabe der Steuererklärung: Kann oder Muss?

Fristen Steuererklärung

Bei den Fristen für die Abgabe einer Steuererklärung durch eine Privatperson muss man unterscheiden, ob diese Person eine Einkommensteuererklärung freiwillig abgeben möchte oder abgeben muss.

Wer aus steuerlichen Gründen verpflichtet ist, eine Steuererklärung abzugeben, der muss dies tatsächlich bis zum 31.Mai jeden Jahres tun, wenn er keinen Steuerberater hinzuzieht.

 

Frist Abgabe der Steuererklärung bei freiwilliger Abgabe

Die freiwillige Abgabe einer Einkommensteuererklärung hat mittlerweile 4 Jahre Zeit. Wer sich eines Steuerberaters oder, bei Arbeitnehmern, eines Lohnsteuerberaters bedient, hat bis zum 31.Dezember jeden Jahres dafür Zeit.

Die Frist zur Abgabe der Steuererklärung wird versäumt – was tun?

Doch auch wer die Abgabefrist versäumt, kommt nicht gleich in Teufels Küche. Die verspätete Abgabe einer Steuererklärung kann vom Finanzamt mit Versäumniszinsen geahndet werden.

Dem kann der Steuerpflichtige vorbeugen, indem er innerhalb der Frist eine Fristverlängerung beantragt.

Wie verlängert man die Frist zur Abgabe der Steuerklärung?

Die Fristverlängerung zur Abgabe der Steuererklärung kann formlos und mit einfacher Begründung erbeten werden. Im Allgemeinen stimmt das Finanzamt dem zu.

Selbst wenn die Beantragung einer Fristverlängerung versäumt wurde, setzt das Finanzamt nicht gleich Versäumniszinsen fest.

Der Grund für die Versäumnis muss erläutert werden

Hier kommt es darauf an, dem Finanzamt den Grund für die Versäumnis zu erläutern. Auch wird das Finanzamt bei seiner Entscheidung über Versäumniszinsen berücksichtigen, ob der Steuerpflichtige regelmäßig die Fristen der Steuererklärung versäumt oder ob das einmalig geschah.

Abgabefrist der Steuererklärung wird von einem Unternehmen versäumt

Etwas anderes ist es schon, wenn ein Unternehmen die Steuererklärung nicht rechtzeitig vorlegt. Und dies deshalb, weil Unternehmen meist höhere Steuern zu zahlen haben als Privatpersonen und dem Staat somit das Geld später zur Verfügung steht. Außerdem müssen Unternehmen verschiedene Steuererklärungen abgeben, beispielsweise die Umsatzsteuervoranmeldung.

Diese ist möglicherweise monatlich, vierteljährlich oder halbjährlich einzureichen. Die entsprechenden Fristen einzuhalten, ist dann Sache der Buchhaltung dieses Unternehmens. Die angemeldete Umsatzsteuer muss innerhalb von 4 Wochen an das Finanzamt überwiesen werden, damit der Staat nicht bis zum Jahresende auf sein Geld warten muss.

Das Finanzamt kann bei einer Versäumnis Sanktionen verhängen

Neben Sanktionen in Form von Zinsforderungen kann das Finanzamt beim Versäumen der Fristen der Steuererklärung weitere Strafen auferlegen. In schwerwiegenden Fällen kann es zu einer Schätzung kommen.


Einzelnachweise und Quellen

Bundesministerium für der Justiz und für Verbraucherschutz, Abgabe der Steuererklärungen, §149 AO »
Bundesministerium für der Justiz und für Verbraucherschutz, Verzinsung von Steuernachforderungen und Steuererstattungen, §233a AO »


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