Wenn Sie Ihr Grundstück verkaufen wollen, müssen Sie auf einige Dinge achten. Der Erlös aus dem Verkauf muss versteuert werden und dabei sind verschiedene Varianten möglich. Wenn man ein Grundstück verkauft, müssen Steuern bezahlt werden. Die Steuer für den Grundstücksverkauf hängt dabei von vielen verschiedenen Faktoren ab.


Steuer beim Grundstücksverkauf

Ein Grundstück soll verkauft werden. Welche Steuern können anfallen? Grundsätzlich ist jede Art von Einkommen steuerpflichtig. Dies gilt auch für Gewinne aus einem Grundstücksverkauf. Nach den aktuellen Regelungen, die am 31. März 2012 in Kraft getreten sind, fallen auf Gewinne aus einem Grundstückverkauf Steuern in Höhe von 25 Prozent an. Das entspricht dem Steuersatz der Abgeltungssteuer (auch Kapitalertragsteuer genannt).

Welcher Grundstücksverkauf ist steuerfrei?

Es gibt verschiedene Arten von Grundstücksverkäufen, durch die keine Steuern anfallen.

Wenn das zu verkaufende Haus oder die zu verkaufende Wohnung der Hauptwohnsitz des Verkäufers ist und dieser durch den Verkauf aufgegeben wird, ist der Verkauf steuerfrei. Es gibt sehr genaue Regelungen, ab wann etwas als Hauptwohnsitz zählt. Ein wichtiges Indiz dafür ist, dass die entsprechende Behausung als Hauptwohnsitz gemeldet ist. Eine weitere Voraussetzung ist, dass man das Haus entweder seit dem Kauf durchgehend und mindestens zwei Jahre oder aber in den letzten 10 Jahren mindestens 5 Jahre als Hauptwohnsitz genutzt hat.

Auch der Hersteller eines Gebäudes kann dieses steuerfrei verkaufen. Dafür muss er mindestens das Risiko des Hausbaus getragen haben. Es ist seit 2013 allerdings nicht mehr ausreichend, wenn man ein Haus geschenkt bekommt, das von den Schenkern selbst erbaut wurde. Der Beschenkte kann es also zu mindestens nicht auf dieser Grundlage steuerfrei verkaufen.

Desweiteren fällt auf eine Enteignung keine Steuer an.

Ebenso sieht es mit Tauschvorgängen, zum Beispiel innerhalb eines Baulandumlegeverfahrens.

Ein Grundstück soll verkauft werden: Worauf muss man dabei achten?

  • Wenn das zu verkaufende Grundstück unter keiner der steuerfreien Kategorien fällt, muss der Gewinn versteuert werden.

  • Die Steuer ist die Differenz zwischen den Anschaffungskosten und dem Veräußerungserlös. Letzterer ist immer die tatsächliche Höhe.
Grundstücksverkauf
  • Der Kaufpreis dagegen wird bei 'Neugrundstücken' und 'Altgrundstücken' unterschiedlich festgelegt. So wird bei ersterem beispielsweise die Inflationsrate mit einberechnet.

Spekulationsfrist beim Grundstücksverkauf

Die Spekulationsfrist beim Grundstücksverkauf ist dafür eingerichtet worden, dem Kauf von Grundstücken nur des Gewinn wegens vorzubeugen. Die Spekulationsfrist besagt nämlich, dass bei einem Verkauf eines Grundstücks innerhalb von 10 Jahren der Gewinn des Grundstücksverkaufs komplett versteuert werden muss.

  • Die Spekulationssteuer fällt dann auch innerhalb der 10 Jahres nicht an, wenn das Haus vom Verkäufer selbst im Jahr des Verkaufs und in den beiden Jahren zuvor selbst bewohnt wurde.

Sollte das Haus eine Schenkung gewesen sein, zählt nicht der Zeitpunkt der Schenkung sondern der Zeitpunkt, zu welchem derjenige, der das Haus an den jetzigen Verkäufer verschenkt hat, erworben hat.

Steuern bei Grundstücksverkauf: Wichtige Fakten

  • Beim Verkauf eines Grundstücks fallen Steuern an
  • Die Spekulationssteuer muss innerhalb von 10 Jahren gezahlt werden
  • Umsatzsteuer fällt beim Grundstücksverkauf keine an
  • Gewerbesteuer muss nur in bestimmten Fällen gezahlt werden
  • Maßgeblich ist, ob das Grundstück zum Privatvermögen oder Betriebsvermögen gezählt wird


Einzelnachweise und Quellen

  1. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, Steuerbegünstigung der zu eigenen Wohnzwecken genutzten Wohnung im eigenen Haus, §10e Einkommensteuergesetz (EStG) ->

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