Die Kilometerpauschale ist ein Teil der Fahrtkosten beziehungsweise Reisekosten, die jeder Arbeitnehmer für berufliche Fahrten mit dem eigenen Fahrzeug berechnen und steuerlich geltend machen darf.

Als Rechtsgrundlage dient das Bundesreisekostengesetz (BRKG).

Die Kilometerpauschale berechnen

Damit der Arbeitnehmer sein privates Fahrzeug für dienstlich bedingte Fahrten nicht kostenlos zur Verfügung stellen muss, hat der Gesetzgeber bestimmte Beträge festgesetzt, die der Arbeitnehmer pro Kilometer berechnen darf. Wie hoch die Pauschale ausfällt, ist vor allem abhängig von der Art des Fahrzeugs.

Mit folgenden Pauschalen darf gerechnet werden:

  • 0,30 € (gilt bei der Benutzung eines Pkw)
  • 0,20 € (gilt für Fahrten mit anderen, motorbetriebenen Fahrzeugen)

Es werden jeweils Hin- und Rückweg einer Dienstfahrt berücksichtigt. Nimmt man an, ein Arbeitnehmer hat im Auftrag seines Vorgesetzten einen Termin mit einem Kunden und verwendet für diese Fahrt seinen privaten Pkw. Die Entfernung vom Arbeitsort zum Kunden beträgt 185 Km.

Dann darf der Arbeitnehmer folgenden Betrag als Fahrtkosten auf Basis der Kilometerpauschale in Rechnung stellen:

185 x 2 x 0,30 = 111

Dem Arbeitnehmer stehen also 111 Euro für die getätigte Dienstfahrt zu.

In der Regel wird für eine fachgerechte Abrechnung solcher Reisekosten ein Fahrtenbuch geführt, in welches man das Datum sowie die gefahrenen Kilometer einträgt. Viele Unternehmen lassen die so entstandenen Fahrtkosten dann über ihre Buchhaltung be- und abrechnen.

  • Die Kilometerpauschale können Sie mithilfe unseres Fahrtkostenrechners schnell und einfach berechnen.
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Kilometerpauschale berechnen

Die Kilometerpauschale in der Steuererklärung eintragen

Wer die Kilometerpauschale nutzt, um die Fahrtkosten für den Weg zur Arbeitsstätte steuerlich abzusetzen, der muss bedenken, dass in diesem Fall nur der einfache Weg, nicht also Hin- und Rückweg berücksichtigt werden darf. Hier unterscheidet sich die Berechnung von der bezüglich getätigter Dienstfahrten.

Wirklich von Bedeutung sind die durch die Kilometerpauschale steuerlich zu berücksichtigende Kosten erst, wenn man die Grenze von 1.000 Euro pro Jahr überschreitet. Die Fahrtkosten werden über die Werbungskosten geltend gemacht, für die ein Freibetrag von eben diesen 1.000 Euro gilt.

  • Faustformel: Als Arbeitsnehmer überschreitet man diesen Betrag immer dann, wenn man mindestens 16 Kilometer von seiner Arbeitsstelle entfernt wohnt und mindestens 210 Tage im Jahr arbeitet. In diesem Fall könnte man 1.008 Euro geltend machen.

Die Fahrtkosten können in der jährlichen Einkommensteuererklärung nicht unter einem eigenen Punkt angegeben werden, sondern gehören in den Bereich der Werbungskosten. Da man in der Regel neben den Fahrtkosten auf Basis der Kilometerpauschale noch andere Posten geltend macht, dürfte das Überschreiten des geltenden Freibetrags für Werbungskosten kein Problem sein.


Quellen

Bundesreisekostengesetz (BRKG) »
Hartmann, Rainer: Reisekosten 2014 - inkl. eBook und Arbeitshilfen online »
Dittmann, Willi / Haderer, Dieter / Happe, Rüdiger: Steuern sparen 2015 leicht gemacht »


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