Für alle gemeldeten Personen, die zum Todeszeitpunkt im jeweiligen Bezirk des Amtsgerichts gewohnt haben, ist die Nachlassabteilung des Gerichts zuständig.

Diese Personen können ihr handschriftliches Nachlassschreiben beim Nachlassgericht Biberach/Riß hinterlegen. Am Nachlassgericht Biberach/Riß können die Erben darüber hinaus einen Erbschein beantragen.

Die Nachlassabteilung des Amtsgerichtes Biberach/Riß ist in bestimmten Fällen nicht zuständig. Für die Ausschlagung der Erbschaft zum Beispiel, kann das Nachlassgericht im Bezirk der Person, die die Erklärung einreicht, zuständig sein.

Das für den Erben örtlich zuständige Nachlassgericht ist dazu angehalten, die benötigten, beglaubigten Dokumente an das für den Erblasser zuständige Nachlassgericht weiterzugeben


Nachlassgericht Biberach/Riß - alle Aufgabenbereiche

Nachlassgericht Biberach/Riß

Für fast alle Aufgaben, die im Zuge einer Erbschaft für die Erben bzw. den Erblasser anfallen, ist das Nachlassgericht Biberach/Riß zuständig. Die Kosten müssen von den Erben getragen werden.

Einige Aufgaben des Nachlassgerichts Biberach/Riß als Amtsgericht Biberach/Riß auf einen Blick:

  • Testamentsvollstreckung
  • Verfügungseröffnung im Falle des Todes
  • Erteilen von Erbscheinen
  • Sichern von allen Dingen, die zum Nachlass gehören
  • Verfügungen, die bis zum Todesfall verwahrt werden
  • Verwalten des Nachlasses

Nachlassgericht Biberach/Riß - Anschrift und Service Nummern

LieferanschriftPostanschrift
Alter Postplatz 4
88400 Biberach an der Riß
Postfach 12 56
88382 Biberach an der Riß

Kontakt

Tel.-Nr.: 07351 59-0
Fax-Nr.: 07351 59-529
Webseite: amtsgericht-biberach.de

Amtsgericht Biberach/Riß - zusätzliche Aufgaben

Das Amtsgericht Biberach/Riß verwaltet nicht nur Angelegenheiten bei einem Nachlass.Auch der elektronische Rechtsverkehr in den folgenden Bereichen obliegt dem Gericht:

  • Strafverfahren
  • Familiensachen
  • Zivilverfahren
  • Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit

Häufig gestellte Fragen zum Nachlassgericht Biberach/Riß

Laut § 344 Abs. 7 FamFG kann eine Erbausschlagung auch am Wohnort der Person durchgeführt werden, die das Erbe ausschlagen möchte.

Dem Erben entstehen keine weiteren Kosten durch die Anmeldung zur Ausschlagung des Erbes am Wohnort des Erblassers. Stattdessen arbeiten die beiden Nachlassgerichte Hand in Hand und das Amtsgericht des Erben leitet alle Dokumente beglaubigt an das Amtsgericht des Verstorbenen weiter.

Kann das örtlich zuständige Nachlassgericht nicht ermittelt werden, ist das Nachlassgericht Berlin Schöneberg der zuständig.

Ein Erbschein wird vom Nachlassgericht nur dann erteilt, wenn auch ein Antrag darauf gestellt wurde. Dieser Antrag kann von verschiedenen Personen gestellt werden: Alleinerben, Miterben, Nach- und Ersatzerben.


Einzelnachweise

Gesetze im Internet: FamFG § 344 Besondere örtliche Zuständigkeit »
Gesetze im Internet: FamFG § 342 Begriffsbestimmung »
Gesetze im Internet: FamFG § 343 Örtliche Zuständigkeit »