Alle gemeldeten Personen werden von der Abteilung Nachlass des Amtsgerichts Dippoldiswalde betreut, die zum Zeitpunkt ihres Todes im Gerichtsbezirk wohnhaft waren.

Diese Personen können ihr von Hand geschriebenes Testament beim Nachlassgericht Dippoldiswalde in Verwahrung geben. Am Nachlassgericht Dippoldiswalde können Angehörige darüber hinaus einen Erbschein beantragen.

Angelegenheiten, die den Nachlass betreffen, werden nicht alle vom Amtsgericht Dippoldiswalde verwaltet. Für eine Ausschlagung der Erbschaft etwa, kann das Nachlassgericht am Wohnort der Person, die die Erklärung einreicht, aufgesucht werden.

Unterlagen, die dafür notwendig sind, werden dann von dort an das zuständige Nachlassgericht des Erblassers weitergeleitet, nachdem sie beglaubigt wurden


Nachlassgericht Dippoldiswalde - die Aufgaben im Überblick

Nachlassgericht Dippoldiswalde

Die auf die Erben zukommenden Aufgaben verbunden mit einer Erbschaft, werden fast ausnahmslos vom Nachlassgericht Dippoldiswalde betreut. Kosten, die dabei anfallen, müssen von den Erben getragen werden.

Einige Aufgaben des Nachlassgerichts Dippoldiswalde als Amtsgericht Dippoldiswalde auf einen Blick:

  • Ausstellung von Erbscheinen
  • Testamentsvollstreckung
  • Verfügungsverwahrung (im Todesfall)
  • Testamentsvollstreckerzeugnisse
  • Erbenermittlung
  • Verfügungseröffnung im Todesfall
  • Sichern von allen Dingen, die zum Nachlass gehören
  • Nachlassverwaltung

Nachlassgericht Dippoldiswalde - Adressen und Kontaktdaten

LieferanschriftPostanschrift
Kirchplatz 8
1744 Dippoldiswalde
Postfach 14 20
1741 Dippoldiswalde

Kontakt

Tel.-Nr.: 03504 6213-0
Fax-Nummer: 03504 6213-96
Internetseite:justiz.sachsen.de/agdw

Amtsgericht Dippoldiswalde - weitere Aufgabenbereiche

Das Amtsgericht regelt nicht nur den Nachlass im Todesfall, sondern ist ebenfalls zuständig für den elektronischen Rechtsverkehr in folgenden Bereichen:

  • Grundbuchverfahren
  • Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit
  • Strafverfahren
  • Familiensachen

Häufig gestellte Fragen zum Nachlassgericht Dippoldiswalde

Wenn das Erbe ausgeschlagen werden soll, kann das (gemäß § 344 Abs. 7 FamFG) am Nachlassgericht im Bezirk des gewöhnlichen Aufenthalts der erklärenden Person vorgenommen werden.

Eine Weiterleitung erfolgt nach Beglaubigung der Dokumente, damit ein gesondertes Erscheinen mit erforderlichen Dokumenten durch den Erben nicht mehr nötig ist.

In diesem Falle wird immer das Amtsgericht in Berlin Schöneberg für die Verwaltung des Falls zuständig.

Ein Erbschein wird nur dann erforderlich und auch ausgestellt, insofern ein gültiger Antrag auf diesen Schein eingereicht wurde. Der Antrag zur Erteilung eines Erbscheins kann je nach den jeweiligen Rahmenbedingungen einer Erbschaft vom Alleinerben sowie den möglichen Mit-, Nach- oder Ersatzerben gestellt werden. Auch ein Testamentsvollstrecker ist dazu berechtigt, einen Erbscheinantrag vorzubringen.


Einzelnachweise

dejure.org: § 342 FamFG Begriffsbestimmung »
Gesetze im Internet: FamFG § 344 Besondere örtliche Zuständigkeit »
buzer.de: § 2247 - Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) »
Gesetze im Internet: FamFG § 343 Örtliche Zuständigkeit »
Gesetze im Internet: GVG § 23a »