Personen, die zum Todeszeitpunkt im Einzugsgebiet des Amtsgerichts Hamburg-Altona lebten, werden von der Nachlassabteilung des Amtsgerichts Hamburg-Altona verwaltet.

Diese Personen können ihr privatschriftliches Testament beim Nachlassgericht Hamburg-Altona in Verwahrung geben. Die Angehörigen des Verstorbenen können hier die Ausstellung eines Erbscheins beantragen.

Angelegenheiten, die den Nachlass betreffen, werden nicht alle vom Nachlassgericht Hamburg-Altona verwaltet. Für die Ausschlagung der Erbschaft zum Beispiel, kann das Nachlassgericht im Einzugsgebiet der Person, die die Erklärung einreicht, zuständig sein.

Die notwendigen Unterlagen werden von dort vom jeweiligen zuständigen Sachbearbeiter in öffentlich beglaubigter Form an das zuständige Nachlassgericht des Erblassers weitergeleitet.


Welche Verantwortungsbereiche hat das Nachlassgericht Hamburg-Altona?

Nachlassgericht Hamburg-Altona

Die Erfüllung einer Vielzahl von in der Regel gebührenpflichtigen Aufgaben obliegt der Nachlassabteilung des Amtsgerichtes Hamburg-Altona

Zu den Aufgaben zählen:

  • Verfügungsverwahrung (im Todesfall)
  • Ermitteln der Erben
  • Nachlasssicherung
  • Erbscheinausstellung
  • Eröffnen von Verfügungen
  • Vollstreckung des Testaments
  • Erteilung von Testamentsvollstreckerzeugnissen
  • Verwaltung des Nachlasses

Nachlassgericht Hamburg-Altona - Anfahrt und Kontaktadressen

LieferanschriftPostanschrift
Max-Brauer-Allee 91
22765 Hamburg
Postfach 50 01 22
22701 Hamburg

Kontakt

Tel.-Nr.: 040 428 28-0
Fax-Nummer: 040 42798 3264
Internetseite: justiz.hamburg.de/ag-altona

Amtsgericht Hamburg-Altona - weitere Aufgabenbereiche

Das Amtsgericht regelt nicht nur den Nachlass im Todesfall, es betreut auch andere Verfahren, in denen Rechtsverkehr stattfindet:

  • Mahnverfahren
  • Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit

Nachlassgericht Hamburg-Altona - Fragen und Antworten

Laut § 344 Abs. 7 FamFG kann eine Erbausschlagung auch am Wohnort der Person durchgeführt werden, die das Erbe ausschlagen möchte.

Die beglaubigten Dokumente werden an das zuständige Nachlassgericht weitergeleitet, sodass ein gesondertes Erscheinen mit erforderlichen Dokumenten durch den Erben nicht mehr nötig ist.

Ein Nachlassgericht ist dann für diesen Fall zuständig: Das Amtsgericht in Berlin Schöneberg.

Ein Erbschein wird nur dann erforderlich und auch ausgestellt, insofern ein gültiger Antrag auf diesen Schein eingereicht wurde. Je nach Erbfall ist es unterschiedlich, wer den Antrag auf einen Erbschein stellen kann. So können sowohl Alleinerben als auch Miterben, Nacherben, Ersatzerben oder der Testamentsvollstrecker für die Beantragung der Erbscheinerteilung in Frage kommen.


Einzelnachweise

Gesetze im Internet: FamFG § 342 Begriffsbestimmung »
Gesetze im Internet: FamFG § 344 Besondere örtliche Zuständigkeit »
Gesetze im Internet: BGB § 2247 Eigenhändiges Testament »