Für alle Personen, die zum Zeitpunkt des Todes im Bezirk des zuständigen Amtsgerichts Hamburg-Harburg lebten, gilt, dass Sie von der Nachlassabteilung des Amtsgericht Hamburg-Harburg betreut werden.

Möchten Personen aus dem örtlichen Zuständigkeitsbereich des Gerichtes ihr Testament in Verwahrung geben, können sie das Nachlassgericht Hamburg-Harburg aufsuchen. Zum Nachlass Berechtigte können am Nachlassgericht Hamburg-Harburg zudem einen Antrag zur Erstellung eines Erbscheins einreichen.

Nicht alle Angelegenheiten, die den Nachlass betreffen, betreut das Nachlassgericht Hamburg-Harburg. Für die Ausschlagung der Erbschaft zum Beispiel, kann das Nachlassgericht am Wohnort der Person, die die Erklärung einreicht, aufgesucht werden.

Unterlagen, die dafür notwendig sind, werden dann von dort an das zuständige Nachlassgericht des Erblassers weitergeleitet, nachdem sie beglaubigt wurden


Nachlassgericht Hamburg-Harburg - die Aufgaben in der Übersicht

Nachlassgericht Hamburg-Harburg

Ein Nachlassgericht ist für verschiedene Aufgaben zuständig, die nicht immer gebührenfrei sind.

Folgende Aufgaben übernimmt das Nachlassgericht Hamburg-Harburg:

  • Sichern des Erbes
  • Testamentsvollstreckung
  • Nachlassverwaltung
  • Verfügungen, die bis zum Todesfall verwahrt werden
  • Testamentsvollstreckerzeugnisse
  • Ausstellung von Erbscheinen
  • Alle Verfügungen bei einem Todesfall
  • Ermitteln der Erben

Nachlassgericht Hamburg-Harburg - Adressen und Kontaktdaten

LieferanschriftPostanschrift
Buxtehuder Straße 9
21073 Hamburg
Postfach 90 01 61
21041 Hamburg

Kontakt

Telefon-Nr.: 040 428 28-0
Fax: 040 427983-178
Webseite:justiz.hamburg.de/ag-harburg

Welche Aufgaben hat das Amtsgericht Hamburg-Harburg außerdem?

Rechtsverkehr, der elektronisch abgewickelt werden kann, wird ebenfalls von diesem Amtsgericht übernommen:

  • Familiensachen
  • Zivilverfahren
  • Strafverfahren

Die häufigsten Fragen zum Nachlassgericht Hamburg-Harburg

Der § 344 Abs. 7 FamFG legt fest, dass das Ausschlagen der Erbschaft auch am Amtsgericht des Erben erfolgen kann.

Die Nachlassabteilung des Amtsgerichts im Bezirk des Erben kümmert sich um die Beglaubigung und Weiterleitung der erforderlichen Dokumente. Der Erbe muss somit nicht persönlich beim Amtsgericht des Erblassers erscheinen.

Das Nachlassgericht erteilt nur dann einen Erbschein, wenn ein Grund dafür vorliegt und daraufhin ein entsprechender Antrag eingereicht wurde. Den Antrag können die Alleinerben aber auch mögliche Miterben, Nacherben, Ersatzerben oder auch der Vollstrecker des Testaments stellen.


Einzelnachweise

dejure.org: § 343 (FamFG) Örtliche Zuständigkeit »
Gesetze im Internet: GVG § 23a »
buzer.de: § 342 - Gesetz über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit (FamFG) »