Für alle Personen zuständig ist die Nachlassabteilung des Amtsgerichts Weimar, die beim Todeszeitpunkt im zuständigen Gerichtsbezirks lebten.

Das Nachlassgericht Weimar nimmt Testamente der Bürger in Verwahrung. Zum Nachlass Berechtigte können am Nachlassgericht Weimar zudem einen Antrag zur Ausfertigung eines Erbscheins einreichen.

In einigen besonderen Fällen liegt die jeweilige Zuständigkeit nicht beim Amtsgericht Weimar. So kann die Erbausschlagung zum Beispiel auch am Nachlassgericht vorgenommen werden, in dem Bezirk, in dem die betroffene Person gemeldet ist.

Die notwendigen Unterlagen werden von dort vom zuständigen Sachbearbeiter in öffentlich beglaubigter Form an das zuständige Nachlassgericht des Erblassers weitergeleitet.


Nachlassgericht Weimar - alle Aufgabenbereiche

Nachlassgericht Weimar

Im Zuge einer Erbschaft fallen für die Erben Aufgaben an, für die fast ausnahmslos das Nachlassgericht Weimar zuständig ist. Kosten, die dabei anfallen, müssen von den Erben getragen werden.

Einige Aufgaben des Nachlassgerichts Weimar auf einen Blick:

  • Erteilung von Testamentsvollstreckerzeugnissen
  • Sichern des Erbes
  • Verwahren von Verfügungen im Todesfall
  • Ermittlung der Erben
  • Ausstellung von Erbscheinen
  • Vollstreckung eines Testaments
  • Eröffnung von Verfügungen im Todesfall

Nachlassgericht Weimar - Anfahrt und Kontaktadressen

LieferanschriftPostanschrift
Ernst-Kohl-Straße 23 a
99423 Weima
Postfach 20 06
99421 Weimar

Kontakt

Tel.: 03643 23300
Fax-Nr.: 03643 2330200
Homepage:thueringen.de/th4/olg

Weitere Aufgaben des Amtsgerichts Weimar

Nicht nur für den Nachlass ist das Amtsgericht zuständig, sondern auch für Rechtsverkehr, der elektronisch abgewickelt wird:

  • Familiensachen
  • Zivilverfahren
  • Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit

Nachlassgericht Weimar - häufige Fragen

Laut § 344 Abs. 7 FamFG ist es nicht notwendig zu dem Nachlassgericht des Verstorbenen zu kommen.

Die notwendigen Unterlagen werden vom Nachlassgericht, an dem die Erbausschlagung erklärt wurde, an das für den Erblasser zuständige Nachlassgericht weitergeleitet. Für den Erben entstehen demnach keine anreisebedingte Kosten.

Das Amtsgericht in Berlin Schöneberg wird dann verantwortlich, wenn das örtliche Amtsgericht nicht gefunden werden kann.

Vom Amtsgericht wird ein Erbschein nur dann erteilt, wenn auch ein Antrag darauf gestellt wurde. Dieser Antrag kann von verschiedenen Personen gestellt werden: Alleinerben, Miterben, Nach- und Ersatzerben.


Einzelnachweise

Gesetze im Internet: GVG § 23a »
dejure.org: § 342 FamFG Begriffsbestimmung »
buzer.de: § 2247 - Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) »