Jeder, der in Deutschland Geld verdient, muss diese Einkünfte auch versteuern. Bei Firmen bezeichnet man die entsprechende Abgabenlast oft vereinfachend als Unternehmenssteuer.

Hier erfahren Sie, was der Ausdruck konkret bedeutet und welche Abgaben zur Unternehmenssteuer gehören.


Was ist die Unternehmenssteuer? - Eine Definition

Unternehmenssteuer

Der Begriff Unternehmenssteuer bezeichnet die Gesamtheit aller Abgaben, die ein Unternehmen in Deutschland an den Staat abführen muss.

Die Unternehmenssteuer ist in dem Sinne keine eigene Steuer, da sie unterschiedliche Steuern in einer Bezeichnung zusammenfasst.

  • Bei der Unternehmenssteuer handelt es sich nicht um eine eigene Steuerform. Es ist ein Oberbegriff für alle Steuern, die ein Unternehmen zahlen muss.

Dabei wird zwischen drei unterschiedlichen Steuertypen differenziert.

Konkret handelt es sich um die...

  • Steuern auf den Ertrag
  • Abgaben auf den Verbrauch
  • Steuern auf die Substanz

Der Steuersatz für Unternehmen in Deutschland beläuft sich durchschnittlich auf unter 30 %. Allerdings variiert die tatsächliche Steuerbelastung von Kommune zu Kommune, da diese im Wesentlichen vom Gewerbesteuerhebesatz abhängt. Dieser Hebesatz kann von den Kommunen eigenständig festgelegt werden.

Die unterschiedlichen Bereiche der Unternehmenssteuer

Folgende Abgaben sind als Unternehmenssteuer auf den Ertrag zu zahlen:

Hinweis: Nicht jede Steuer ist von jedem Unternehmen zu entrichten. Lediglich der Solidaritätszuschlag muss immer bezahlt werden.

Ein Steuerrechner hilft dabei, die Abgabenarten, die für den eigenen Betrieb gelten, zu bestimmen.

Folgende Abgaben sind auf den Verbrauch zu entrichten:

Hinweis: Die Grunderwerbssteuer fällt nur beim Ankauf von inländischen Grundstücken an.

Beim Kauf von ausländischen Grundstücken entsteht in Deutschland keine Abgabepflicht.

Folgende Abgaben zahlen zu diesem Teil der Unternehmenssteuer:

  • Die Grundsteuer ist eine Gemeindesteuer und bezieht sich ausschließlich auf das Eigentum an Grundstücken.

Die wichtigsten Fakten zur Unternehmenssteuer

  • Die Steuerlast von Firmen wird vereinfacht als Unternehmenssteuer bezeichnet.
  • Es handelt sich dabei aber nicht um eine eigene Steuer.
  • Die Unternehmenssteuer beschreibt lediglich die Gesamtsumme aller Steuern, die ein Unternehmen abführen muss.
  • Dazu gehören drei Steuertypen: Steuern auf den Ertrag, Abgaben auf den Verbrauch, Steuern auf die Substanz.
  • Welche Steuer gezahlt werden muss hängt wiederum vom Unternehmen und seinem Ertrag ab.

Häufig gestellte Fragen

Die Unternehmenssteuer ist ein Oberbegriff für alle Steuern, die für ein Unternehmen relevant sind. Es handelt sich dabei nicht um eine eigene Steuerform. Zur Unternehmenssteuer gehören drei Steuertypen, die sich auf den Ertrag, den Verbrauch und die Substanz beziehen.

Das kann man pauschal nicht sagen, da es davon abhängt, um was für ein Unternehmen es sich handelt und wie hoch der Jahresumsatz ist. Da für einzelne Steuern Freibeträge gelten, kann es sein, dass gewisse Steuern nicht anfallen. Das ist aber für jeden Fall individuell abzuklären.


Einzelnachweise und Quellen

  1. Bundesministerium der Finanzen: Die wichtigsten Steuern im internationalen Vergleich 2016»
  2. Bundesministerium der Finanzen: Steuerarten»

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