Einmalzahlungen, die in der Zeit vom 1. Januar bis 31. März gezahlt werden, sind dem letzten Abrechnungszeitraum des Vorjahres zuzuordnen, wenn sie gemeinsam mit dem laufenden Arbeitsentgelt zumindest in einem Zweig der Sozialversicherung die anteilige Jahres-Beitragsbemessungsgrenze des laufenden Jahres überschreiten.
Dann findet die Märzklausel ihre Anwendung.

  • Können diese Einmalzahlungen dagegen im laufenden Kalenderjahr im vollen Umfang und in allen Versicherungszweigen mit Sozialversicherungsbeiträgen belegt werden, können sie nicht dem Vorjahr zugeordnet werden.

Voraussetzungen für die Märzklausel

Märzklausel

Es gibt einige Voraussetzungen, damit die Märzklausel angewendet werden kann. Die Märzklausel besagt, dass ein Arbeitgeber einmalig gezahltes Arbeitsentgelt dem Dezember des vergangenen Kalenderjahres zuordnen muss, wenn :

  • er die Einmalzahlung in den Monaten Januar bis März geleistet hat,
  • der Arbeitnehmer bereits im Vorjahr bei dem Arbeitgeber beschäftigt war oder
  • wenn das beitragspflichtige Arbeitsentgelt zusammen mit der Einmalzahlung die anteilige Beitragsbemessungsgrenze für das laufende Jahr überschreitet.

Einmalzahlungen sind Zuwendungen, die nicht für die Arbeit in einem einzelnen Entgeltabrechnungszeitraum gezahlt werden. Dazu zählen unter anderem Gratifikationen, Urlaubs- und Weihnachtsgeld, Jubiläumszuwendungen, Prämien oder Sonderzahlungen. Bei der Zahlung gelten besondere Regelungen für die Beitragsberechnung, wenn die monatliche Beitragsbemessungsgrenze überschritten wird.

Vorteile der Märzklausel

Einen großen Vorteil bringt diese Klausel vor allem für die Mitarbeiter, deren beitragspflichtiges Arbeitsentgelt bereits im Vorjahr die Beitragsbemessungsgrenze erreichte. So kommt es in einem solchen Fall dazu, dass durch die Märzklausel auch die im ersten Quartal des neuen Jahres erhaltene Einmalzahlung weitestgehend oder bei bereits erschöpfter Beitragsbemessungsgrenze komplett beitragsfrei bleibt.

Ein weiterer Vorteil kann in Zeiten steigender Beitragssätze sein, dass auch bei der Beitragsberechnung die Beitragssätze und Beitragsbemessungsgrenzen des zurückliegenden Jahres Anwendung finden. Dies gilt für alle Sozialversicherungszweige, ausgenommen der Unfallversicherung. Hier findet die Märzklausel keine Anwendung.


Einzelnachweise und Quellen

Conrad, Claus-Jürgen: Schnelleinstieg Lohn- und Gehaltsabrechnung »
Schmeisser, Wilhelm: Finanzorientierte Personalwirtschaft »
Elert, Nicole / Raspels, Petra: Praxishandbuch Flexible Einsatzformen von Arbeitnehmern »
Schönfeld, Wolfgang / Plenker, Jürgen: Schönfeld, Lexikon Lohnbüro 2017: Arbeitslohn, Lohnsteuer und Sozialversicherung von A-Z »
Hausen, Carola / Spahn, Marcus / Schmitz, Peter / Wiesrecker, Sven / Wilcken, Stephan: Entgeltabrechnung: Alle wichtigen Fälle für die Praxis »


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