Kurzarbeitergeld in der Steuererklärung

Wer im Laufe eines Jahres Kurzarbeitergeld bezogen hat, dürfte schon einiges hinter sich haben, das Einkommen betreffend.

Denn Kurzarbeitergeld es kein Zuckerschlecken.

Zu der Verringerung des Einkommens kommt die Sorge um die Sicherheit des Arbeitsplatzes.

Grundsätzlich ist das Kurzarbeitergeld steuerfrei

Das Kurzarbeitergeld per se ist steuerfrei. Ähnlich wie Arbeitslosengeld, Krankengeld, Elterngeld oder sonstige, vom Staat gewährte Leistungen muss für das Kurzarbeitergeld keine Einkommenssteuer bezahlt werden.

Das hört sich leider besser an, als es tatsächlich ist. Denn selbst wenn für die eigentliche Geldzahlung keine Steuern anfallen, wirkt diese dennoch steuererhöhend.

Und zwar durch den sogenannten Progressionsvorbehalt. Dieses bürokratische Wortungetüm bezeichnet die Tatsache, dass solche Leistungen dazu verwendet werden, den Prozentsatz an Einkommenssteuer, den ein Arbeitnehmer auf die nicht dem Progressionsvorbehalt unterliegenden Einkünfte hat, zu erhöhen.

Wie ermittelt das Finanzamt die Einkommenssteuer?

Bei der Ermittlung der Einkommenssteuer geht das Finanzamt folgendermaßen vor: Das normal zu versteuernde Einkommen und das dem Progressionsvorbehalt unterliegende Kurzarbeitergeld werden addiert.

Mit dieser Summe geht der Finanzbeamte (bzw. dessen Computer) in die Einkommenssteuertabelle. Dort erzieht er einen für diese Summe geltenden Steuersatz.

Dieser Steuersatz wird dann jedoch nicht auf das Kurzarbeitergeld angewendet, sondern nur auf das übrige normal zu versteuernde Einkommen. Dies führt deshalb zu einer höheren Steuer, weil die Steuertabelle progressiv aufgebaut ist.

Der Steuersatz ist variabel

Progressiv aufgebaut bedeutet, dass bei einem geringeren zu versteuernden Einkommen ein geringerer Steuersatz gilt, bei einem höheren ein höherer. Der Steuersatz ist also variabel und hängt von der Summe des zu versteuernden Einkommens ab.

Diese Tatsache kann der Steuerpflichtige auch nutzen, um weniger Steuern zahlen zu müssen. Und zwar dann, wenn er verheiratet ist und sein Ehepartner ein zu versteuerndes Einkommen hat.

Empfehlung: Die Ehepartner sollten sich für eine getrennte Veranlagung entscheiden

Es empfiehlt sich in diesem Fall, dass beide Ehepartner eine getrennte Veranlagung durchführen.

Dadurch wird der Ehepartner mit regulär zu versteuernden Einkommen nicht mit dem Einkommen belastet, das dem Progressionsvorbehalt unterliegt. Das klingt ein wenig kompliziert, ist aber letztlich ganz einfach, wie so vieles in steuerlichen Dingen.

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