Die Übungsleiterpauschale kann von allen Personen geltend gemacht werden, die sich neben dem Hauptberuf gemeinnützig, mildtätig oder kirchlich engagieren. Werden Einnahmen als Übungsleiter, Erzieher, Ausbilder oder aus einem anderen Ehrenamt bezogen, bleibt ein bestimmter Anteil steuer- und sozialabgabenfrei.

Der Übungsleiterfreibetrag liegt im Jahr 2018, 2017 und 2016 bei bis zu 2.400 Euro pro Jahr.

Übungsleiterpauschale berechnen

  • Mit dem Steuerfreibetragrechner können Sie schnell und einfach, Ihr Gehalt unter Berücksichtigung der Übungsleiterpauschale ermitteln. Setzen sie dazu ein Häkchen bei Übungsleiterfreibetrag, wählen Sie ihre aktuelle Steuerklasse und geben Sie ihr jährliches Gesamtbruttoeinkommen ein.

Übungsleiterpauschale beantragen

Der Übungsleiterfreibetrag muss nicht vorher beim Finanzamt gesonderter beantragt werden.
Hier muss nur für die Steuererklärung unterschieden werden, denn wer als Selbstständiger die Übungsleiterpauschale nutzen will, benötigt die Anlage S (Zeilen 9 und 36). Ein Arbeitnehmer dagegen braucht die Anlage N (Zeile 26.) Übersteigen die erhaltenen Zahlungen den Freibetrag, ist die Differenz ebenfalls in der Anlage N in der Zeile 20 anzugeben.

Übungsleiterpauschale Voraussetzungen

Um von der Übungsleiterpauschale zu profitieren, müssen bestimmte Bedingungen erfüllt werden. Es muss sich um eine Tätigkeit für eine gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Körperschaft handeln. Darüber hinaus darf es sich nur um eine nebenberufliche Beschäftigung handeln. Dies ist dann der Fall, wenn ein zeitlicher Umfang von einem Drittel eines vergleichbaren Vollerwerbs durch die Tätigkeit als Übungsleiter nicht überschritten wird.

Laut § 3 Nr. 26 Einkommensteuergesetz (EStG) gilt die Übungsleiterpauschale für:

  • Übungsleiter
  • Ausbilder
  • Erzieher
  • Betreuer und
  • Künstler

Es spielt an dieser Stelle keine Rolle, ob der Übungsleiterfreibetrag parallel zu einem Hauptberuf in Anspruch genommen werden soll oder der Übungsleiter keinem anderen Erwerb nachgeht. Auch eine inhaltliche Überschneidung mit dem Hauptberuf ist durchaus möglich.

  • Sofern mehrere nebenberufliche Tätigkeiten mit erheblicher inhaltlicher Nähe zueinander ausgeübt werden, kann deren Zusammenfassung drohen. Im schlimmsten Fall entfällt das Privileg, die Übungsleiterpauschale in Anspruch nehmen zu können.
Zehn-wichtige-Steuerfreibetraege

Einzelnachweise und Quellen


Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz: Übungsleiterfreibetrag (§ 3 Einkommensteuergesetz, Nr. 26)


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