Die wichtigsten Fakten

  • Der Freibetrag zum Veräußerungsgewinn beträgt 45.000 Euro.
  • Durch den Freibetrag können z.B. Kleinunternehmer steuerliche Vorteile nutzen.
  • Er kann nur einmal im Leben in Anspruch genommen werden.

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Freibetrag Veräußerungsgewinn - Wie hoch und wann?

Nach § 16 EStG ist eine Höhe von 45.000 Euro für den Freibetrag vorgesehen, der auf Antrag beim Finanzamt in Anspruch genommen werden kann.

  • Wird ein Betrieb mit einem Gewinn von 98.000 Euro verkauft, unterliegen der steuerlichen Berücksichtigung dann nur noch 53.000 Euro.

Anspruch auf den Freibetrag besteht, wenn der Veräußerer zum Zeitpunkt des Verkaufs:

  • das 55. Lebensjahr vollendet hat oder
  • als dauerhaft berufsunfähig gilt.
  • Der Betrag kann aber nur einmal im Leben in Anspruch genommen werden.

Wer als Unternehmer die Anforderungen nach § 16 Abs. 4 EStG erfüllt, kann einen Veräußerungsgewinn bis 45.000 Euro steuerfrei in Anspruch nehmen.

Aber: Für höhere Summen aus dem Verkauf greift der Betrag nur eingeschränkt.

Der Grund liegt im Abzug von Veräußerungsgewinnen, die Beträge von 136.000 Euro übersteigen.

  • Ein Unternehmer verkauft den Betrieb für 156.000 Euro, es bleibt eine Differenz von 20.000 Euro. Diese wird vom Freibetrag abgezogen. Somit bleiben nur noch 25.000 Euro steuerfrei übrig.

Durch diese Abschmelzung ist ein Veräußerungsgewinn ab 181.000 Euro zumindest im Hinblick auf § 16 Abs. 4 EStG nicht mehr im Zuge des Freibetragsabzugs begünstigt.

Das Steuerrecht sieht aber dennoch gewisse Steuerprivilegien vor. Veräußerungsgewinne können durch die Fünftelregelung oder den halben Durchschnittssteuersatz nach § 34 EStG steuerlich begünstigt werden.

Veräußerungsgewinn nicht grundsätzlich begünstigt

Wer ein Unternehmen aufbaut und es an den Meistbietenden verkauft, kann mitunter hohen Summen erwirtschaften. Das Problem: Durch die Einkünfte aus dem Unternehmensverkauf steigen die Einkünfte innerhalb eines Steuerjahres erheblich an.

Hat man den Betrieb im Zuge des Wechsels in den Ruhestand veräußert, ist diese Erfahrung bitter. Schließlich fehlt Kapital für die Altersvorsorge. Der Gesetzgeber hat mit dem Freibetrag bei Veräußerungsgewinn eine Möglichkeit geschaffen, wie die Steuerlast verkürzt werden kann.

Einzelnachweise


  1. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz: Einkommensteuergesetz

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