Auch die Rente muss in Deutschland versteuert werden. Es gibt allerdings auch einen Steuerfreibetrag für Rentner. Bei der Rente muss nicht der volle Betrag versteuert werden sondern nur ein Teil davon. Die Höhe der zu versteuernden Rente hängt vom Renteneintrittsalter ab.


Steuerfreibetrag für Rentner

Auch Rentner haben Anspruch auf den Grundfreibetrag. 2019 liegt der Freibetrag mit 9.168 Euro deutlich höher als noch 2018 mit 9.000 Euro pro Person. Die Besonderheit ist, dass die Altersbezüge allerdings nicht vollständig für die Besteuerung herangezogen werden müssen. Wer 2019 in Rente geht, für den werden 78% der Rente veranschlagt.

  • Bevor die Altersbezüge überhaupt herangezogen werden können, werden erst einmal die zusätzlichen Einkünfte vom Steuerfreibetrag abgezogen. Anschließend wird dieser um den zu versteuernden Teil der Altersbezüge reduziert.

Grundfreibetrag für Rentner berechnen

Für das Jahr 2016 waren 72% der Rente steuerpflichtig. 2017 mussten Rentner 74% ihrer Altersbezüge versteuern. Im Jahr 2018 sind es schon 76% der Rente, die steuerlich veranschlagt werden.

Der Teil der Altersbezüge, die der Steuerpflicht unterliegen, steigt nach und nach an. Dieser Prozess wird sich noch bis zum Jahr 2040 fortsetzen: Dann wird die Rente zu 100 Prozent versteuert.

  • Viele Ruheständler verbuchen auch noch zusätzliche Einnahmen, weil sie beispielsweise Wohnräume vermieten, Kapitaleinkünfte haben oder noch arbeiten gehen. Mit Ausnahme der Einnahmen aus Minijobs oder der Einkünfte, die direkt der Abgeltungssteuer unterliegen, vermindern diese Gelder den Grundfreibetrag direkt.

Steuerfreibetrag für Rentner Übersicht

  • Seit 2005 wird die Rente in Deutschland versteuert.
  • Auch Ruheständler haben Anspruch auf den Grundfreibetrag in Höhe von 9.168 Euro pro Person.
  • Die Altersbezüge müssen nicht vollständig versteuert werden, 2019 unterliegen 78% der Steuerpflicht.
  • Zu viel gezahlte Abgaben können bis zu vier Jahre zurückgefordert werden.
  • Zusätzliche Einnahmen, z.B. aus Kapitaleinkünften, vermindern den Grundfreibetrag.

Häufig gestellte Fragen zum Steuerfreibetrag für Rentner

Grundsätzlich unterliegt auch ein Rentner in Deutschland der Einkommenssteuerpflicht. Ob eine Steuererklärung abzugeben ist, richtet sich nach der Rentenhöhe. Wie viel Rente versteuert werden muss, wird durch den Renteneintritt beeinflusst.

Der Rentenfreibetrag wird über die Jahre bis 2040 abgeschmolzen. Geht ein Beschäftigter 2018 in Rente, müssen bereits 76% der Rente versteuert werden – und zwar ein Leben lang. 2019 liegt die Steuerpflicht bei bereits 78%.

Wer eine Altersrente bezieht, bezahlt keine Lohnsteuer. Insofern ist an dieser Stelle auch keine Beantragung von Freibeträgen erforderlich. Ausnahme: Der Rentner geht weiterhin einer Beschäftigung nach.

Abseits dieser Situation unterliegen auch Rentner dem geltenden Grundfreibetrag, der nicht beantragt werden muss. Der sogenannte Rentenfreibetrag – also der steuerfreie Anteil der Rentenbezüge – richtet sich nach dem Renteneintrittsalter. Dieser wird zum Renteneintritt festgelegt und bleibt lebenslang erhalten.

In Deutschland wurde 2005 die Besteuerung von Altersrenten reformiert (nachgelagerte Besteuerung). Ab 2040 unterliegen diese zu 100 Prozent der Einkommenssteuerbemessung. Im Rahmen einer Übergangsfrist schuf der Gesetzgeber die Möglichkeit einer stückweisen Anhebung des steuerrelevanten Rententeils.

Die Folge: Jedes Jahr wird dieser um zwei Prozentpunkte angehoben. Auf der anderen Seite entsteht so der Steuerfreibetrag für Rentner. Entsprechend dem Jahr des Renteneintritts wird der steuerfreie Teil der Rente lebenslang festgeschrieben.

  • 2015 waren 30 Prozent der Rente steuerfrei. Erst wenn der steuerpflichtige Anteil den Grundfreibetrag übersteigt, ist eine Steuerzahlung fällig.

Konkret bedeutet dies für 2015, das für Renten bis etwa 12.100 Euro (ohne Berücksichtigung von Freibeträgen und steuermindernden Faktoren) keine Einkommenssteuer zu zahlen ist.

Einzelnachweise und Quellen


  1. Deutsche Rentenversicherung: Rentenbesteuerung 
  2. Bundesministerium der Finanzen: Rentenbesteuerung. Eine Frage der Gerechtigkeit

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