Studenten können sich den Großteil ihrer Studienkosten vom Finanzamt zurückholen, indem sie eine Einkommensteuererklärung machen.

Ein wichtiger Steuerfreibetrag für Studenten ist der Grundfreibetrag. Er beträgt 9.984 Euro pro Person. Steuerfrei ist also ein monatlicher Verdienst bis 832 Euro.

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Steuerfreibetrag für Studenten: Anrechnung

Der Steuerfreibetrag wird vom Bruttoeinkommen abgezogen. Für das Überschreiten des Freibetrags sind also die Brutto-Einkünfte ausschlaggebend. Erwirtschaftet eine Person über mehrere Monate konstant mehr als die Freigrenze, verlangt das Finanzamt die Zahlung der Abgaben. Häufig müssen Studenten ihr Recht auf die Abgabenfreiheit durch den steuerlichen Freibetrag im Nachhinein geltend machen, nämlich in Form einer Einkommensteuererklärung.

Studienkosten zurückholen mit der Einkommensteuererklärung

Auch für Studenten lohnt es sich, eine Steuererklärung zu machen.

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Studentenfreibetrag und Krankenkasse

Als Student sollte man seine Einkünfte immer im Blick behalten, da die Krankenkassen Verdienstgrenzen haben. Solange Studenten unter 25 Jahre alt sind, greift die Familienversicherung. Das heißt, dass sie bis dahin über ihre Eltern versichert sind und keine Beiträge für die Krankenkasse zahlen müssen. Vorausgesetzt sie haben keine Nebenbeschäftigung, bei der sie mehr als 450 € im Monat verdienen. Sobald sie über die Minijobgrenze kommen, werden zunächst steuerliche Abzüge und auch Beiträge für die Krankenversicherung fällig.

Ist der Verdienst aus dem Nebenjob zu hoch, muss der Student den Studententarif der Krankenkasse zahlen, der je nach Krankenversicherung variieren kann. Der Studententarif - also ein vergünstigter Tarif - der Krankenkasse wird in den meisten Fällen für Personen gewährt, die noch nicht das 14. Fachsemester überschritten oder das 30. Lebensjahr noch nicht erreicht haben.

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Studentenfreibetrag bei Ferienjobs

Wenn Studenten in den Semesterferien jobben, überschreiten sie oft die monatliche Einkommensgrenze. Da die Beschäftigung aber meist nur auf 60 bis 90 Tage im Jahr beschränkt ist, überschreiten sie dagegen den jährlichen Steuerfreibetrag nicht. In diesem Fall müssen zunächst Steuern und Sozialabgaben gezahlt werden. Die Studenten sollten allerdings eine Einkommensteuererklärung abgeben, um sich die zu viel gezahlten Abgaben am Ende des Jahres zurückzuholen. Für Studenten gilt dasselbe wie für jeden anderen Arbeitgeber: Der Familienstand bestimmt die Lohnsteuerklasse. Nach der Steuerklasse richtet sich wiederum die Höhe der steuerlichen Abzüge beim Bruttogehalt.

Der Steuerfreibetrag für Studenten gilt immer - unabhängig von der Art des Nebenjobs. Erst wenn das jährliche Bruttoeinkommen den Steuerfreibetrag in Höhe von 9.984 Euro übersteigt, muss auf das über der Grenze liegende Geld Steuern gezahlt werden.

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Steuerfreibetrag für Studenten - Beispielszenarien

Student bezieht ausschließlich BAföG

Hier ist keine Steuererklärung abzugeben bzw. sofern dies vorgenommen wird, muss das BAföG nicht angegeben werden. Es handelt sich an dieser Stelle schließlich um kein reguläres Einkommen, sondern eine Förderung, welche der Student später wieder zurückzahlen muss. Daher fällt die Zahlung des BAföG auch nicht unter den Einkommensbegriff des Einkommenssteuergesetzes. Der Grundfreibetrag ist in diesem Fall für den Studenten irrelevant.

Student bezieht BAföG und jobbt für 450 Euro

Der Bezug von BAföG ist für die Steuer irrelevant. Nur die Einkünfte aus Beschäfigungsverhältnissen spielen eine Rolle: Bei einem 450-Euro-Job kommt man höchstens auf einen Jahresverdienst von 5.400 Euro. Damit liegt das eigene Einkommen unter dem Grundfreibetrag – es fallen keine Steuern an. Wer dann noch ein bezahltes Praktikum absolviert, sollte das Jahreseinkommen im Blick behalten.

Nebenjob mit 450 Euro plus bezahltes Praktikum mit 1.200 Euro

Die Beschäftigung auf Basis von 450 Euro bleibt steuerfrei. Für die Zeit des Sommersemesters wird über 3 Monate ein Praktikum mit 1.200 Euro Vergütung je Monat abgeleistet. Diese fällt unter die Lohnsteuer (Steuerklasse 1 bei ledigen Steuerpflichtigen). In diesem Jahr kann sich die Abgabe einer Steuererklärung lohnen, etwa durch die Geltendmachung von Werbungskosten für eine auswärtige Unterkunft usw. Aufgrund des Freibetrags ist nur der Verdienst über 9.984 Euro steuerpflichtig.

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Einzelnachweise und Quellen

  1. Bundesministerium für Bildung und Forschung: BAföG 
  2. Bundesministerium für Finanzen: Merkblatt zur Steuerklassenwahl
  3.  Familienportal: Kindergeld

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