Der Grundfreibetrag ist ein wichtiger Steuerfreibetrag für Studenten. Er beträgt 9.000 Euro pro Person. Steuerfrei ist also ein monatlicher Verdienst bis 750 Euro. Für Studenten lohnt sich es sich häufig, eine Einkommensteuererklärung zu machen, um sich zu viel gezahlte Steuern zurückzuholen.

Denkbare Beschäftigungsmöglichkeiten für Studenten sind z.B. Minijobs, Midijobs, Tätigkeiten als Werkstudent oder studentische Hilfskraft.


Studentenfreibetrag und Krankenkasse

Als Student sollte man seine Einkünfte immer im Blick behalten, da die Krankenkassen Verdienstgrenzen haben. Solange Studenten unter 25 Jahre alt sind, greift die Familienversicherung. Das heißt, dass sie bis dahin über ihre Eltern versichert sind und keine Beiträge für die Krankenkasse zahlen müssen. Vorausgesetzt sie haben keine Nebenbeschäftigung, bei der sie mehr als 450 € im Monat verdienen. Sobald sie über die Minijobgrenze kommen, werden zunächst steuerliche Abzüge und auch Beiträge für die Krankenversicherung fällig.

Ist der Verdienst aus dem Nebenjob zu hoch, muss der Student den Studententarif der Krankenkasse zahlen, der je nach Krankenversicherung variieren kann.

  • Der Studententarif - also ein vergünstigter Tarif - der Krankenkasse wird in den meisten Fällen für Personen gewährt, die

- sich noch nicht das 14. Fachsemester überschritten haben
- oder das 30. Lebensjahr noch nicht erreicht haben.

Steuerfreibetrag für Studenten berechnen

Der Steuerfreibetrag für Studenten gilt immer - unabhängig von der Art des Nebenjobs. Erst wenn das jährliche Bruttoeinkommen den Steuerfreibetrag in Höhe von 9.000 Euro übersteigt, muss auf das über der Grenze liegende Geld Steuern gezahlt werden.

  • Mit dem Steuerfreibetragrechner kann schnell und einfach berechnet werden, wie viel vom Gehalt unter Berücksichtigung des Studentenfreibetrags, versteuert werden muss. Einfach den Grundfreibetrag auswählen und jährliches Bruttoeinkommen eintippen.
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Steuerfreibetrag für Studenten berechnen!

Steuerfreibetrag Rechner

Studentenfreibetrag bei Ferienjobs

Wenn Studenten in den Semesterferien jobben, überschreiten sie oft die monatliche Einkommensgrenze. Da die Beschäftigung aber meist nur auf 60 bis 90 Tage im Jahr beschränkt ist, überschreiten sie den jährlichen Steuerfreibetrag nicht.

In diesem Fall müssen zunächst Steuern und Sozialabgaben gezahlt werden. Die Studenten sollten allerdings eine Einkommensteuererklärung abgeben, um sich die zu viel gezahlten Abgaben am Ende des Jahres zurückzuholen.

  • Auch für Studenten lohnt es sich, eine Steuererklärung zu machen. Hier gibt es alle Informationen zu, Thema Steuerrückzahlungen an Studenten.
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Studiert? Geld zurück!

Für Studenten gilt dasselbe wie für jeden anderen Arbeitgeber: Der Familienstand bestimmt die Lohnsteuerklasse. Nach der Steuerklasse richtet sich wiederum die Höhe der steuerlichen Abzüge beim Bruttogehalt.

  • Hier können Studenten ausrechnen, wie viel Gehalt Ihnen am Ende des Monats nach allen Abzügen ausgezahlt wird, wenn sie eine lohnsteuerpflichtige Beschäftigung aufnehmen.
Studenten Steuerfreibetrag

Steuerfreibetrag für Studenten - Beispielszenarien

Hier ist keine Steuererklärung abzugeben bzw. sofern dies vorgenommen wird, muss das BAföG nicht angegeben werden. Es handelt sich an dieser Stelle schließlich um kein Einkommen, sondern eine Förderung, welche der Student später wieder zurückzahlen muss. Daher fällt die Zahlung des BAföG auch nicht unter den Einkommensbegriff des Einkommenssteuergesetzes.

Der Grundfreibetrag ist in diesem Fall für den Studenten irrelevant.

Der Bezug von BAföG ist für die Steuer irrelevant. Nur die Einkünfte aus Beschäfigungsverhältnissen spielen eine Rolle: Bei einem 450-Euro-Job kommt man höchstens auf einen Jahresverdienst von 5.400 Euro. Damit liegt das eigene Einkommen unter dem Grundfreibetrag – es fallen keine Steuern an. Wer dann noch ein bezahltes Praktikum absolviert, sollte das Jahreseinkommen im Blick behalten.

Die Beschäftigung auf Basis von 450 Euro bleibt steuerfrei. Für die Zeit des Sommersemesters wird über 3 Monate ein Praktikum mit 1.200 Euro Vergütung je Monat abgeleistet. Diese fällt unter die Lohnsteuer (Steuerklasse 1 bei ledigen Steuerpflichtigen).

In diesem Jahr kann sich die Abgabe einer Steuererklärung lohnen, etwa durch die Geltendmachung von Werbungskosten für eine auswärtige Unterkunft usw.

Aufgrund des Freibetrags ist nur der Verdienst über 9.000 Euro steuerpflichtig.

Häufig gestellte Fragen

Für viele sind Steuerfreibetrag und Grundfreibetrag dasselbe. Deswegen werden hier beide Begriffe ausnahmsweise auch synonym verwendet. Genau gesehen stimmt das so aber nicht, weil der Begriff 'Steuerfreibetrag' alle Freibeträge im deutschen Steuerrecht umfasst und nicht nur den Grundfreibetrag.

Der Steuerfreibetrag wird vom Bruttoeinkommen abgezogen. Für das Überschreiten des Freibetrags sind also die Brutto-Einkünfte ausschlaggebend.

Erwirtschaftet eine Person über mehrere Monate konstant mehr als die Freigrenze, verlangt das Finanzamt die Zahlung der Abgaben.

Häufig müssen Studenten ihr Recht auf die Abgabenfreiheit durch den steuerlichen Freibetrag nachlaufend geltend machen, nämlich in Form einer Einkommensteuererklärung.


Einzelnachweise und Quellen

  1. Bundesministerium für Bildung und Forschung: BAföG 
  2. Bundesministerium für Finanzen: Merkblatt zur Steuerklassenwahl
  3.  Bundeszentralamt für Steuern: Merkblatt Kindergeld

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