Kapitalrisikolebensversicherung

Sparen und für die Hinterbliebenen vorsorgen – die Kapitallebensversicherung kann beides.

Dabei schneidet sie trotz gesunkener Garantiezinsen nach wie vor besser ab als Sparbuch und Co. Trotzdem muss jeder Versicherte wissen, worauf er sich einlässt.

Gerade die Besteuerung bei der Auszahlung kann sonst zum Problem werden.

Was hat es eigentlich mit dem Rückkauf auf sich? Und wie verhalten, wenn die Versicherung seit Jahren existiert?

Kapitallebensversicherung – Vorsorgen und Sparen

Am Markt der Lebensversicherungen können sich Familien zwischen zwei Produkten als Versicherung entscheiden – der Risiko- und der Kapitallebensversicherung.

Erstgenannte sichert ausschließlich den Todesfall ab. Anders die kapitalbildenden Verträge. Hier ist nur ein Teil der Prämie für den Risikoschutz gedacht.

Es geht dem Antragsteller immer auch um ein zweites Ziel – das Sparen.

  • Die Kapitallebensversicherung leistet nicht nur im Todesfall, sondern auch wenn ein vereinbartes Alter erreicht wird. Damit steht hier automatisch der Erlebensfall mit im Mittelpunkt.

Die Auszahlung – Stolperfalle Kapitalwahlrecht

Wer sich für die Kapitallebensversicherung als Sparprodukt und Versicherung entscheidet, sucht nach Sicherheit. Ein Grund für die Beliebtheit dieses Versicherungstyps als Altersvorsorge.

Einfach die Ablaufleistung im Erlebensfall in eine Rente umwandeln – und schon gibt´s jeden Monat einen Bonus zur Rente.

  • Die Ausübung des Kapitalwahlrechts hat nicht nur Einfluss auf die Frage, ob man mit monatlichen Zahlungen rechnen kann oder die Ablaufleistung beispielsweise zur Tilgung des Hauskredits nutzt. Denn im Fall einer Verrentung wird der Ertragsteil besteuert.

Kapitallebensversicherung: Was sagt der Fiskus

Lange war die Kapitallebensversicherung eine steuerprivilegierte Sparform. Inzwischen hat sich die Situation grundlegend verändert. Gerade Neuverträge, die ab 2012 zustande gekommen sind, müssen:

  • bis zum Ende des 62.Lebensjahres
  • mindestens 12 Jahre

bespart und auf einen Schlag ausbezahlt werden, um nur mit der Hälfte des Ertrags vom Finanzamt der Steuer zu unterworfen werden.

Besonders gut kommen Kapitallebensversicherungen aus den Jahren vor 2005 weg. Bei:

  • Einmalzahlung
  • 12 Jahren Laufzeit und
  • 5 Beitragsjahren

sind die Erträge dieser Versicherung auch heute noch steuerfrei.

Übrigens: Bei Verrentung ist nicht automatisch der volle Ertragsteil steuerpflichtig – entscheidend ist das Alter des Versicherten zum Ablaufzeitpunkt.

Renteneintrittsaltersteuerpflichtiger Ertragsteil
5725 Prozent
5923 Prozent
6221 Prozent
6518 Prozent
6717 Prozent

Kapitallebensversicherung – lohnt sich der vorzeitige Ausstieg?

Entscheidet man sich für die kapitalbildende Lebensversicherung, geht man eine Verbindung über Jahrzehnte ein.

Kein Wunder also, dass immer wieder Versicherte aus den Verträgen aussteigen. Dieser Schritt wird aber teuer.

Beim Rückkauf fallen Abschläge an, der Wert eingezahlter Prämien bleibt unerreicht. Vorteile können sich aus dem Verkauf ergeben.

Der inzwischen entstandene Zweitmarkt bringt ein paar Prozentpunkte mehr ein – ist aber nicht in jedem Fall die passende Alternative. Mitunter kann es sich auszahlen, den Vertrag einfach beitragsfrei zu stellen.

Der Antrag – alle Hürden souverän meistern

Die Kapitallebensversicherung ist heute relativ schnell und unkompliziert beantragt.

Der Tragweite sind sich manche Antragsteller nicht voll bewusst. Gerade die Gesundheitsfragen werden dann zum Problem.

  • Die Versicherer schätzen hier den Gesundheitszustand und die Schadenswahrscheinlichkeit ein. Falsche Angaben sind ein Verstoß gegen das Versicherungsvertragsgesetz – und machen den Versicherer im Schadensfall leistungsfrei.

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