Keiner kann sich vorstellen, dass es einen selber treffen könnte, bis es wirklich passiert: Nach einem Unfall oder einer Krankheit ist man nicht mehr in der Lage seinen bisherigen Beruf auszuüben.

In einigen Berufskreisen passiert das schneller als in anderen. Doch jeden kann es treffen!

In einem solchen Fall wird man dankbar sein, wenn man zuvor eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen hat. Sie dient in erster Linie dazu, durch ihre Leistungen den aufgrund einer Berufsnfähigkeit entstandenen finanziellen Verlust möglichst zu kompensieren.

Inhaltsverzeichnis:
  1. Was ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung?
  2. Vergleich
  3. Voraussetzungen
  4. Kosten
  5. Leistungen
  6. Kündigung
  7. Steuerlich absetzen
  8. Für Selbstständige
  9. Für Studenten
  10. Für Beamte

Was ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung?

Die Berufsunfähigkeit ist ein ernster Fall, egal ob als Arbeitnehmer oder auch als Selbstständiger. Wenn der gelernte Beruf aus irgendeinem Grund nicht mehr ausgeübt werden kann, dann stellt das die betreffende Person vor gewaltige, meist auch finanzielle Probleme.

Solch eine Berufsunfähigkeitsversicherung tritt dann ähnlich wie eine Rente oder auch Risikoversicherung in Kraft. Sollte eine Berufsunfähigkeit eintreten erhält ein betroffener Klient finanzielle Hilfe in Form einer Auszahlung, wenn nicht erfolgt auch keine Auszahlung.

Die Unfähigkeit, den Beruf weiterhin ausüben zu können, wird in verschiedenen Grad - Stufen definiert und muss zudem von einem Arzt festgestellt werden.

Wie funktioniert eine Berufsunfähigkeitsversicherung?

Mit solch einer Versicherung ist man geschützt, wenn man nicht mehr in der Lage ist den eigenen Beruf auszuüben. Dabei kann man sich generell versichern lassen oder aber auch nur gegen ganz spezielle Szenarien. Als Beispiel wären hier die Hände eines Pianisten oder das Gleichgewichtsorgan eines Piloten zu nennen.

Solch eine 'spezialisierte' Berufsunfähigkeitsversicherung ist oftmals günstiger als die umfassende Version, jedoch erfolgt die Auszahlung der Versicherung dann eben auch nur in den speziell definierten Situationen.

Berufsunfähigkeitsversicherung im Vergleich

Vor- und Nachteile einer Berufsunfähigkeitsversicherung

Solch eine Versicherung kann die Vorsorge für das Alter und die eigene Existenz umfassend schützen. Gerade Menschen deren Erwerb von einem speziellen Körperteil abhängt sollten sich diese Art des Schutzes zu Gemüte führen.

Jedoch ist die Festsetzung des Grades der Berufsunfähigkeit meist ein schwieriges Kriterium. Wenn ein Arzt seinem Patienten die Arbeit weiterhin zumutet, muss dieser auch auf die Auszahlung seiner Versicherung verzichten. Dabei ist es unerheblich, was die Person dann selbst empfindet.

Es empfiehlt sich also beim Abschluss der Versicherung genau auf die festgesetzten Bedingungen und Konditionen zu achten.

Die Bedingungen einer Berufsunfähigkeitsversicherung

Es gibt viele verschiedene Anbieter mit den verschiedensten Verträgen. Ein Laie, kann da kaum durchblicken. Hier sind einige wichtige Punkte aufgeführt, auf die man achten sollte:

Punkt im VertragWas gilt es zu beachten?
NachversicherungsgarantieEine solche sorgt dafür, dass der Versicherungsschutz erhöht werden kann, wenn die Situation es erfordert. So zum Beispiel bei einem Familienzuwachs.
Lange MeldefistenDiese sind wichtig, da im Ernstfall ein langer Krankheitsweg vorweg geht oder aber bei einem Unfall erst einmal lange Zeit nicht daran gedacht.
Zahlung nach Antrag aussetzenDesweiteren sollte es unbedingt möglich sein, die Zahlungen vorübergehend auszusetzen, wenn der Antrag auf Auszahlung der Rente gestellt wird, denn oftmals kann im Berufsunfähigkeitsfall die Versicherung nicht mehr weiterbezahlt werden. Die Prüfung dauert jedoch trotzdem im Extremfall mehrere Monate.
BerufsunfähigkeitsgrenzenEs ist weiterhin sinnvoll genau zu klären, was eine Berufsunfähigkeit ist, denn ansonsten kann die Entscheidung nach den allgemeinen Regelungen sehr knapp ausfallen und sich sehr lange hinziehen.

Voraussetzungen für eine Berufsunfähigkeitsversicherung

Wenn man sich versichern will, müssen zunächst einmal Fragen zur Gesundheit zu beantwortet werden. Die Versicherung möchte durch die Gesundheitsfragen klären, wie wahrscheinlich es ist, dass der Antragsteller berufsunfähig wird. Umso wahrscheinlicher dies ist, umso mehr muss der Versicherte zahlen, denn die Versicherung geht mit diesem natürlich auch ein höheres Risiko ein.

Es kann auch vorkommen, dass jemand gar nicht erst in die Versicherung aufgenommen wird, weil beispielsweise durch eine Krankheit schon klar ist, dass die Person in wenigen Monaten oder Jahren berufsunfähig wird. Deshalb ist es empfehlenswert so früh wie möglich eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen.

Es ist in jedem Fall erforderlich, dass man in allen Punkten die Wahrheit sagt und nichts beschönigt, um den Versicherungsbeitrag zu verringern.

Denn im Falle eines Antrags auf die Auszahlung der Rente durch die Berufsunfähigkeitsversicherung wird alles sehr genau geprüft. Bei Fehlangaben wird die Versicherung nicht zahlen. Das ist auch dann möglich, wenn die Berufsunfähigkeit aus einem ganz anderen Grund entstanden ist.

Das Wichtigste bei der Wahl einer Berufsunfähigkeitsversicherung

Sinnvoll ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung fast in jedem Fall. Wenn man sich dafür entscheidet eine abzuschließen und dafür jeden Monat einen großen Teil des Einkommens auszugeben, sollte es auch die richtige sein:

Eine ausführliche Recherche mit Preisvergleich und wahrheitsgemäße Angaben sind unabdingbar, damit sie im Fall der Fälle auch ausreichend Geld von Ihrer Berufsunfähigkeitsversicherung erhalten.

Kosten für eine Berufsunfähigkeitsversicherung

Die monatlichen Beiträge variieren sehr stark. Im günstigsten Fall sollte wohl mit ungefähr 20 Euro gerechnet werden, aber eine Berufsunfähigkeitsversicherung kann auch viel teurer werden. Im Extremfall steigt der Preis auf 200 Euro oder sogar noch mehr pro Monat. Im Durchschnitt ist allerdings ca. 35 Euro ein üblicher Tarif.

Wie kommen die unterschiedlichen Kosten zustande?

Es gibt vier wesentliche Punkte die den Preis einer Berufsunfähigkeitsversicherung ausmachen:

  • Das Alter
  • Der Beruf
  • Vertragsbeginn
  • Höhe der Rente

Die Kosten richten sich danach, wie wahrscheinlich es ist, dass der Versicherte berufsunfähig wird. Für diese Berechnung ist es wichtig, wie alt man beim Abschluss des Vertrages ist, was für ein Beruf ausgeübt wird und ob es Vorerkrankungen gibt. Umso jünger man ist, umso weniger muss man bezahlen, schließlich fängt man auch früher mit den Zahlungen.

Wer mit 40 eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen will, als körperlich schwer arbeitender Handwerker sein Geld verdient und noch dazu schon mehrere Operationen hinter sich hat, wird monatlich tief in die Tasche greifen müssen. Ein fünfundzwanzigjähriger Bürokaufmann, der bisher immer kerngesund war, wird dagegen sehr günstig wegkommen.

Was gibt es für höhere Kosten?

Des Weiteren hängen die Kosten natürlich auch von den Leistungen ab, die der Versicherte bekommen möchte:

  • Die Höhe der Berufsunfähigkeitsrente kann selbst festgelegt werden. Hierfür sollte man sich genau überlegen, wie hoch die anfallenden monatlichen Kosten sind und wie viel Geld man darüber hinaus noch zum Leben braucht.
  • Ebenso kann der Zeitraum selbst bestimmt werden, in der diese im Fall der Fälle ausgezahlt werden soll. Eine lebenslange Rente ist natürlich teurer, als eine Vereinbarung, die nur bis ins gesetzliche Rentenalter reicht.
  • Sehr günstige Tarife enthalten oft Klauseln, sodass der Vertrag nach Ablauf einer Frist viel mehr kostet.
  • Es gibt auch weitere Klauseln, die Verträge günstig machen, jedoch trotzdem nach Möglichkeit vermieden werden sollten. So gibt es beispielsweise das Recht der Versicherung auf eine abstrakte Verweisung, durch die sie sich häufig um die Zahlung der Rente drücken kann.

Welche Leistungen bietet eine Berufsunfähigkeitsversicherung?

Die Berufsunfähigkeitsversicherung springt immer dann ein, wenn der Arbeitnehmer aus gesundheitlichen Gründen berufsunfähig wird und in Vorruhestand gehen muss. Hierzu zahlt die Berufsunfähigkeitsversicherung ihre Leistungen ebenfalls in Form einer Rente.

Zumeist müssen bestimmte Kriterien erfüllt sein, damit diese privaten Leistungen (auch teilweise) in Anspruch genommen werden können:

  • Festgestellte Erwerbsminderung von mindestens 50%
  • Invalidität
  • Grundleiden basierend auf einer Erkrankung oder durch Unfälle verursacht

Wann ist es sinnvoll die Berufsunfähigkeitsversicherung zu kündigen?

In der Regel ist es nur dann sinnvoll die Versicherung zu kündigen, wenn ein Wechsel zu einer anderen Versicherung vorgenommen werden soll, die zu günstigeren Konditionen, bessere Leistungen anbietet.

Bei Zahlungsschwierigkeiten sollte zunächst alles andere versucht werden, bevor man kündigt. So könnte zum Beispiel vereinbart werden, dass später der ausgesetzte Betrag nachbezahlt wird. Wenn allerdings alle Möglichkeiten ausgeschöpft sind, kann natürlich auch aus diesem Grund gekündigt werden.

Voreiliges Kündigen ist nicht ratsam

Es ist in jedem Fall davon abzuraten die Berufsunfähigkeitsversicherung voreilig zu kündigen. Sollte sich nämlich herausstellen, dass die neue Versicherung einen nach der Auswertung der Gesundheitsfragen beispielsweise doch nicht so günstig aufnimmt wie gedacht, braucht man eine Alternative.

Wenn man jedoch wieder in die alte Versicherung möchte, könnte der Preis jetzt höher sein, da die Gesundheitsüberprüfung erneut stattfinden wird.

In jedem Fall wird man dabei natürlich älter sein als zuvor, aber eventuell haben sich auch sonstige Umstände geändert. Weiterhin besteht das Risiko, dass eine Lücke entsteht, in welcher man nicht versichert ist.

Mit der Kündigung sollte also auf jeden Fall gewartet werden, bis man eine feste Zusage von der neuen Berufsunfähigkeitsversicherung hat, bzw. bis hundertprozentig klar ist, dass man sich nicht weiter versichern kann oder will.

Regeln für die Kündigung der Berufsunfähigkeitsversicherung

In vielen Verträgen werden Regeln für die Kündigung genannt, welche sich aber im Großen und Ganzen nur selten stark von den gesetzlichen Regelungen unterscheiden. Wie bei jeder Kündigung muss die Frist gewahrt werden. Oftmals liegt die bei einem Monat zum Ende des Versicherungsjahres.

Eine Ausnahme besteht natürlich, wenn die Versicherung sich nicht an den Vertrag hält. In so einem Fall kann schneller gekündigt werden. Am besten wird die Kündigung als Einschreiben verschickt, denn nur so hat man einen Nachweis.

Immer mehr Menschen haben eine Berufsunfähigkeitsversicherung, um sich selbst und auch die Familie für den Fall eines Unfalls oder einer Krankheit abzusichern.

Diese kostet jedoch monatlich viel Geld. Da freut sich doch jeder, wenn er von diesem Geld wenigstens einen Teil wiederbekommt. Das ist möglich, da man die Berufsunfähigkeitsversicherung von der Steuer absetzen kann.

Ist die Berufunfähigkeitsversicherung steuerlich absetzbar?

Genau wie viele andere Versicherungen kann man auch die Berufsunfähigkeitsversicherung von der Steuer absetzen. Dazu ist es notwendig eine Einkommenssteuererklärung beim zuständigen Finanzamt abzugeben.

In dieser muss die Berufsunfähigkeitsversicherung unter den Punkt 'Sonderausgabenabzug für andere Versicherungen' angegeben werden. Allerdings ist das nicht in jedem Fall sinnvoll oder möglich.

Steuerliche Möglichkeiten vor und seit 2014

Vor 2014 gab es nur eine Möglichkeit zusätzliche Versicherungen abzusetzen: Es gibt eine Begrenzung der Summe aller Kranken- und Pfelegeversicherung.

So lange diese nicht überschritten wird, darf man für den restlichen Betrag die Berufsunfähigkeitsversicherung von der Steuer absetzen. Allerdings bleibt der Betrag immer gleich, egal wie viel man verdient.

Der Betrag für die Krankenversicherung steigt jedoch mit der Höhe des Gehalts, wodurch es vielen nicht möglich war, die Berufsunfähigkeitsversicherung abzusetzen.

  • Seit 2014 gibt es jedoch eine neue Regelungen: Die Berufsunfähigkeitsversicherung kann trotz der Überschreitung der Grenze voll abgesetzt werden, wenn diese bestimmte Bedingungen erfüllt.

Sie darf unter anderem nicht:

  • vererblich,
  • übertragbar oder
  • kapitalisierbar sein.

Des Weiteren muss es sich um eine lebenslange Rente handeln, die nicht mit dem Eintritt ins Rentenalter gestoppt wird.

Wann lohnt es sich, die Berufsunfähigkeitsversicherung abzusetzen?

Besonders der letzte Punkt sorgt häufig dafür, dass der monatliche Beitrag zur Versicherung steigt oder sich sogar verdoppelt. Wenn man das also nur macht, um weniger Steuern zu bezahlen, wird sich das in der Regel nicht lohnen.

Dazu kommt, dass die späteren Ertragsanteile aus der Versicherung unter Umständen versteuert werden müssen. Das hängt von vielen Komponenten, zum Beispiel der Dauer der Auszahlung und der Höhe ab.

Es muss also genau abgewogen werden, was für einen selbst das Sinnvollste ist. Es sollte jedoch immer überprüft werden, ob die abgeschlossene Versicherung von der Steuer absetzbar ist, denn dadurch kann häufig unverhofft viel Geld gespart werden.

Was machen Selbstständige im Fall einer Berufsunfähigkeit?

Ein Selbstständiger kann eine Berufsunfähigkeitsversicherung für Selbstständige abschließen. In dieser wird bereits bei Abschluss geregelt, wie hoch die Berufsunfähigkeitsrente ist, die er dann bekommen soll.

Wann gilt man als Selbstständiger als berufsunfähig?

Sobald ein Selbstständiger seit mehr als sechs Monaten nicht mehr in der Lage ist, seinen Beruf auszuüben, gilt er als berufsunfähig - was meistens der Fall ist, wenn er zu 50 % seine Arbeit nicht mehr machen kann. Außerdem muss er sich vom Arzt die Berufsunfähigkeit attestieren lassen.

Da eine Berufsunfähigkeitsversicherung für Selbstständige schon eintritt, wenn man teilweise berufsunfähig ist und nicht nur vollständig berufsunfähig, ist sie für Selbstständige gut geeignet. Man nennt eine Berufsunfähigkeitsversicherung für Selbständige auch eine Risikoversicherung. 

Was ist bei dieser Versicherung sonst noch zu beachten?

Unbedingt beachtet werden muss hier, dass der Versicherungsvertrag keine 'Ausschlussklausel' enthält. Eine solche Klausel könnte den Versicherten nämlich dazu zwingen, dass er eine andere, ihm zumutbare Tätigkeit ausüben soll. Dann würde er keine Zahlungen durch seine Versicherung erhalten.

Generell gilt für die Beiträge, die durch den selbstständigen Versicherungsnehmer geleistet werden, dass sie umso niedriger sind, je jünger der Versicherte ist.

Des Weiteren spielt auch eine Rolle, welche Vorerkrankungen vorliegen und welche Art von Selbstständigkeit die Person hat. Berufskrankheiten, die die jeweilige Beschäftigung eventuell mit sich ziehen kann, werden ebenfalls berücksichtigt.

Leider sind die Beiträge, die hier zu entrichten sind, oftmals sehr hoch. Daher muss man unbedingt vor Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung für Selbstständige die Preise durch die Versicherungsgesellschaften vergleichen.

Im Zusatz zu einer Berufsunfähigkeitsversicherung für Selbstständige lohnt sich auch eine Unfallversicherung für Selbstständige. Diese sichert zusätzlich auch die vorübergehende Arbeitsunfähigkeit des Betroffenen ab.

  • In Deutschland ist man als Selbstständiger nicht verpflichtet, sich überhaupt auf irgendeine Art und Weise zu versichern. Sollte man sich also überlegen, in die Selbstständigkeit zu gehen, empfiehlt es sich unbedingt, sich einen Überblick über alle Risiken zu verschaffen und die verschiendenen Möglichkeiten der Versicherung einmal anzusehen - damit läuft man dann auch nicht Gefahr, bei plötzlicher Arbeitsunfähigkeit vor dem 'finanziellen Nichts' zu stehen.

Was leistet eine Berufsunfähigkeitsversicherung für Studenten?

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung sichert Studenten gegen Berufsunfähigkeit ab. Tritt dieser Fall ein, springt die Versicherung ein. Sie zahlt eine monatliche Rente. Im Normalfall sind das zwischen 1.000 und 2.000 Euro, je nach Höhe der Beiträge. Bei Studenten ist das etwas anders.

Da sie nur geringe Beiträge zahlen, ist auch die Rente gering. Die Rentenhöhe beträgt bei den meisten Anbietern zwischen wenigen Hundert und 1.000 Euro. Trotzdem lohnt sich ein Einstieg, denn eine gute Police lässt sich später erweitern (unbedingt darauf achten!)

Warum eine Berufsunfähigkeitsversicherung für Studenten?

Auch Studenten können erwerbsunfähig werden. Ein schwerer Unfall reicht aus, um aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten zu können.

Der Sinn einer Berufsunfähigkeitsversicherung liegt darin, den bisher gehaltenen Lebensstil auch weiterhin ausführen zu können und finanziell abgesichert zu sein.

Die staatliche Erwerbsminderungsrente reicht dazu oft nicht aus. Deswegen ist es sinnvoll, eine private Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen - auch für Studenten.

Vor Abschluss einer solchen Versicherung ist es zunächst einmal wichtig, dass man genau ermittelt, wie viel Geld man im Monat genau benötigt, um die eigenen Lebenskosten zu decken.

Auf was sollten Studenten besonders achten?

Wichtig ist, dass sich die  Versicherung später erweitern lassen kann. Denn es ist während des Studium ja noch nicht klar, in welchem Beruf man wirklich einmal arbeiten wird. Das sollte anpassbar sein. Ebenso sollte die Rente jedes Jahr um ein paar Prozent erhöht werden. Das ist notwendig, um die Auswirkungen der Inflation auszugleichen.

Dienstunfähigkeit bei Beamten

Ein Beamter ist, wenn er seinen Beruf nicht mehr ausführen kann, nicht berufsunfähig, sondern dienstunfähig. Normalerweise bekommt eine verbeamtete Person, die dienstunfähig wird, ein sogenanntes Ruhegeld von seinem Dienstherrn, was ihn absichern soll. Dies ist allerdings nur der Fall, wenn er bereits fünf Jahre in seinem Beruf gearbeitet hat.

Tritt vor Ablauf dieser fünf Jahre eine Dienstunfähigkeit ein, fällt derjenige zurück in die gesetzliche Rentenversicherung - dies bedeutet, dass er dann 'nur' eine gesetzliche Erwerbsminderungsrente erhalten würde, was für ihn erheblich nachteiliger ist als das Ruhegeld, weil die Auszahlungen hier deutlich geringer sind.

Außerdem kann er dazu aufgefordert werden, eine andere Tätigkeit auszuüben, bevor er dann überhaupt eine Erwerbsminderungsrente erhalten kann.

Um genau diese Versicherungslücke schließen zu können, empfiehlt es sich als Verbeamteter, der aber noch keine fünf Jahre seinen Beruf ausgeübt hat, eine Dienstunfähigkeitsversicherung für Beamte abzuschließen.

Schließt ein Beamter eine solche Berufsunfähigkeitsversicherung ab, ist es wichtig, dass er in dem Versicherungsvertrag eine Dienstunfähigkeitsklausel mit aufnimmt. Diese soll bewirken, dass der Beamte nicht nur während der fünf Jahre abgesichert ist und nicht auf die gesetzliche Rentenversicherung zurückgreifen muss, sondern auch, dass er, falls er dienstunfähig wird, nicht dazu aufgefordert werden kann, eine andere, ihm zumutbare Tätigkeit auszuüben.


Einzelnachweise und Quellen

Sozialgesetzbuch: § 240 Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung bei Berufsunfähigkeit
Gesetz über den Versicherungsvertrag (Versicherungsvertragsgesetz - VVG):
§ 172 Leistung des Versicherers
Gesetze im Internet: § 2 Informationspflichten bei der Lebensversicherung, der Berufsunfähigkeitsversicherung und der Unfallversicherung mit Prämienrückgewähr

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